Stadtgeflüster

Traffiq-Chef hinterlässt zufriedene Mitarbeiter

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Auf die Rundmails mit Hinweisen auf bedeutende Ereignisse wie den Geburtstag Mozarts müssen die Mitarbeiter der städtischen Nahverkehrsgesellschaft Traffiq künftig verzichten.

Auf die Rundmails mit Hinweisen auf bedeutende Ereignisse wie den Geburtstag Mozarts müssen die Mitarbeiter der städtischen Nahverkehrsgesellschaft Traffiq künftig verzichten. Denn ihr kulturell interessierter Geschäftsführer Hans-Jörg v. Berlepsch (68), der die Gesellschaft 15 Jahre lang leitete, geht Ende des Monats in Ruhestand. Zur Verabschiedung im Literaturhaus waren nicht nur Kollegen und Mitstreiter aus Frankfurt gekommen, sondern auch Weggefährten aus anderen Städten – etwa der früherere Oberbürgermeister von Konstanz, Horst Frank , und der ehemalige Bürgermeister von München, Hep Monatzeder (beide Grüne). Günter Beck , heute Bürgermeister in Mainz, wo v. Berlepsch Verkehrsdezernent war, erinnerte an gemeinsame Zeiten bei den Grünen. In Frankfurt hat v. Berlepsch die europaweite Ausschreibungen der Buslinien auf den Weg gebracht. Selbst Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD), ein Gegner dieser Ausschreibungen, räumt ein, dass dadurch Geld gespart wurde. Es sei das Verdienst v. Berlepschs, dass dieses Geld nicht im Haushalt verschwand, sondern in den Ausbau des Nahverkehrs investiert wurden. Auch die Traffiq-Mitarbeiter zeigten sich zufrieden mit ihrem Chef: „Sie hinterlassen ein Unternehmen mit flachen Hierarchien und motivierten Mitarbeitern“, sagte der frühere Betriebsratsvorsitzende Holger Reich . Künftig will v. Berlepsch etwas Neues machen. Was genau, weiß der Historiker noch nicht. Nur so viel sagt er: „Es wird bestimmt wieder gut werden.“

(mu)

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