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HermannWissmüller (?)

Trauer um Kaffeeröster Hermann Wissmüller

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Mit einem Porträt des Kaffeerösters Hermann Wissmüller startete die Frankfurter Neue Presse im Dezember 2012 die Serie „Der rote Faden“, die seitdem an jedem Samstag erscheint.

Mit einem Porträt des Kaffeerösters Hermann Wissmüller startete die Frankfurter Neue Presse im Dezember 2012 die Serie „Der rote Faden“, die seitdem an jedem Samstag erscheint. In der ersten Folge schilderte Katja Gussmann einen agilen Unternehmer, der im Alter von damals 93 Jahren nicht nur täglich im Büro des nostalgischen Hinterhofladens in Bockenheim saß, sondern seinen Kaffee auch noch selbst röstete.

Bis ins hohe Alter stand er an der Spitze des kleinen Familienunternehmens, das mit der Marke „Stern-Kaffee“ in ganz Frankfurt bekannt ist. Am vergangenen Donnerstag ist Hermann Wissmüller gestorben. Er wurde 96 Jahre alt.

Dass Hermann Wissmüller einmal ein erfolgreicher Unternehmer in Frankfurt werden würde, war ihm nicht in die Wiege gelegt. Er wurde 1919 im mittelfränkischen Gunzenhausen als fünfter Sohn eines Bauern geboren, lernte das harte Leben in der Landwirtschaft kennen. Nach einer Bäckerlehre zog es ihn in die Großstadt. In den 1930er Jahren kam er nach Frankfurt. Nach dem Zweiten Weltkrieg macht er seine Meisterprüfung und beginnt bald, mit Kaffee zu handeln. 1948 kaufte er seine erste Röstmaschine – der Grundstein für das Unternehmen war gelegt. Es überstand auch schwere Zeiten und besteht heute noch – als eine der wenigen von einst mehr als 20 Röstereien in Frankfurt.

Hermann Wissmüller hinterlässt seine Frau Hertha sowie zwei Kinder. Die Tochter Margarete ist in das Familienunternehmen eingestiegen und führt die Tradition des kleinen Röstereibetriebs im Sinne ihres Vaters weiter.

(mu)

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