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Kajalumrandete Augen sowie quietschbunte Gemälde waren das Markenzeichen von Max Weinberg.

Künstler im Alter von 90 Jahren gestorben

Trauer um Maler, Grafiker und Bildhauer Max Weinberg

Der Maler, Grafiker und Bildhauer Max Weinberg ist gestern im Hospital zum Heiligen Geist gestorben. Er war 90 Jahre alt. Die aktuelle Ausstellung „Monumente und Meilensteine eines Künstlerlebens“

Der Maler, Grafiker und Bildhauer Max Weinberg ist gestern im Hospital zum Heiligen Geist gestorben. Er war 90 Jahre alt. Die aktuelle Ausstellung „Monumente und Meilensteine eines Künstlerlebens“ in der Oberfinanzdirektion, die ihm gewidmet ist, wird nun bis Donnerstag, 26. April, verlängert.

„Das Wirken dieses außergewöhnlichen Künstlers belegt, dass Kreativität ein gutes Mittel ist, um Gewalt und Hass künstlerisch zu begegnen. Sein bewegtes Leben zeigt, welche Unbeugsamkeit ihn seit Jahrzehnten unermüdlich dazu antrieb, Kunst zu schaffen, Brücken zu bauen und Menschen zu faszinieren“, würdigt der Oberbürgermeister Peter Feldmann den Künstler, dessen Markenzeichen seine kajalumrandeten Augen sowie quietschbunte Gemälde, Collagen und Installationen waren. „Die Stadt Frankfurt hatte Max Weinberg in diesem Jahr für die Ehrung mit der Goethe-Plakette vorgesehen“, erklären Feldmann und Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig, die ihn für diese Auszeichnung vorgeschlagen hatten.

1933 floh Weinberg mit seinen Eltern aus Nazi-Deutschland und emigrierte 1935 nach Israel. Bereits im Alter von 13 Jahren begann er, sich künstlerisch zu betätigen und verkaufte erste Bilder in Tel Aviv. Nach einem Studium an der staatlichen Akademie für Kultur und Künste in Tel Aviv sah sich Weinberg daran gehindert, seine künstlerische Laufbahn in Israel fortzusetzen und zog 1959 nach Frankfurt. Dort arbeitete er seit mehreren Jahrzehnten in einem städtisch geförderten Atelier in der Ostparkstraße. Hier konnte ihn jeder besuchen. .

(ffm)

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