Adlertag

Der Traum vom Fußball-Profi

Sebastian will Fußball-Profi werden, wie viele andere Jungen in seinem Alter. Jetzt ist der Elfjährige einen Schritt weiter: Beim „Adlertag“ überzeugte er und darf jetzt bei Eintracht Frankfurt im Riederwald vorspielen.

Den abgeklärten Blick von Eintracht-Torhüter Lukas Hradecky hat Sebastian Hilger sich bereits angeeignet. Auch andere Angewohnheiten des Finnen, wie die blitzschnellen Reaktionen auf der Linie und den Umgang mit dem Ball hat sich das Torwart-Talent aus Kelkheim abgeschaut. Was dem Elfjährigen jetzt noch zum großen Glück fehlt, ist ein Profivertrag – und dafür unternimmt er viel. Beim „Adlertag“ der Frankfurter Eintracht bei der Spielvereinigung (Spvgg) Oberrad stellte der junge Torhüter jetzt dafür die Weichen: Mit Hunderten anderen Kindern gab er sein Bestes auf dem Grün der „Grie Soß’-Arena“ im Oberräder Scheerwald.

Einige von ihnen haben definitiv schon mehr Erfahrung zwischen den Pfosten als Sebastian. Denn er war bis vor zwei Jahren noch Abwehrspieler. Doch in der Fußballschule der Eintracht wurde deren Trainer Gerald Mai auf Sebastians Reflexe aufmerksam und fragte ihn, ob er sich nicht einmal als Torwart versuchen wolle. Doch zum Positionswechsel fehlte noch das Verständnis für das moderne Torwartspiel. Um dies zu verbessern, ließ sich Sebastian deswegen in einer Wiesbadener Torwartschule fördern.

„Am Zusammenspiel zwischen mir und den Feldspielern muss ich noch weiter feilen. Auf der Linie aber war ich meiner Meinung nach heute ganz gut“, analysiert Sebastian seine Leistung beim „Adlertag“. Aktuell spielt er in der D-Jugend des 1. FC TSG Königstein. Sein großes Ziel aber ist es, das Tor der Frankfurter Eintracht zu hüten, so wie sein großes Vorbild Hradecky.

Auch wenn er für seinen Traum noch viel trainieren und lernen muss, so ist Sebastians Einstellung bereits professionell. „Er trainiert wie ein Besessener“, sagt seine Mutter Sylvia, die ihren Sohn zum „Adlertag“ begleitete. Um seine Fitness zu verbessern, stähle er sich bereits mit Stabilisationsübungen. „Sogar sein Essen hat er bereits auf den Sport ausgerichtet“, sagt seine Mutter, die die Leidenschaft ihres Sohnes „so gut es geht“ unterstützt. Unter einer Bedingung: Die Schule darf unter dem Fußballtraining nicht leiden, die Noten müssen stimmen. Das tun sie, Sebastian liefert stets gute Leistungen ab.

Dieser Ehrgeiz – auf dem Platz und auf der Schulbank – hat sich längst gelohnt. Das weiß Sebastian aber noch nicht, während er sich den Schweiß von der Stirn reibt. Denn schon vor dem „Adlertag“ hatten die Scouts der Frankfurter Eintracht den Nachwuchs-Torhüter längst auf dem Zettel. „Er gehört zu jenen, die sehr positiv aufgefallen sind. Daher bekommt er nun auch eine Einladung für unser

Probetraining

“, verspricht Chefscout Habil Misimi. Auf dem Heimweg nach Kelkheim erfährt Sebastian die gute Nachricht von seiner Mutter. Er strahlt.

Der nächste Schritt zum Profi wäre für Sebastian die Aufnahme in ein Nachwuchsleistungszentrum. Der sollte allerdings nicht zu früh folgen. „Manchmal ist es besser, wenn begabte Fußballer ihre Fähigkeiten noch etwas länger bei ihrem Heimatverein formen. Dort haben sie größere kreative Freiheiten“, sagt Misimi.

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