...durchsuchten Polizisten die Gegend...
+
...durchsuchten Polizisten die Gegend...

Ist Tristans Mörder ein gefährlicher Psychopath?

  • Andreas Schick
    VonAndreas Schick
    schließen

Im Fall des grausam ermordeten Schülers Tristan Brübach gibt es auch fünf Tage nach der schrecklichen Tat keine entscheidenen Hinweise: Mit Hochdruck hat die Polizei die Suche nach dem Mörder und Spuren am Fundort der Leiche gestern fortgesetzt.

Im Fall des grausam ermordeten Schülers Tristan Brübach gibt es auch fünf Tage nach der schrecklichen Tat keine entscheidenen Hinweise: Mit Hochdruck hat die Polizei die Suche nach dem Mörder und Spuren am Fundort der Leiche gestern fortgesetzt.

Im Lauf des Vormittags legte die Feuerwehr den Liederbach trocken. 25 Beamte waren mit Metalldetektoren und Spürhunden im Einsatz, um das Bachbett nach der Tatwaffe oder anderen Beweismitteln abzusuchen. In der Untertunnelung, durch die der Liederbach unter den Gleisanlagen am Höchster Bahnhof fliesst, war der 13jährige Junge am Donnerstag nachmittag voriger Woche mit durchschnittener Kehle und massiven Stichverletzungen am Körper und im Genitalbereich aufgefunden worden.

Wie ein Sprecher der Polizei gestern sagte, dauerte die Suchaktion bis zum späten Nachmittag an. Erfolglos, wie es am Abend hieß. Unterdessen hat die Polizei ihre Präsenz in Höchst und den westlichen Stadtteilen verstärkt. Wegen des Täterprofils, so Peter Oehm von der Polizei-Pressestelle, sei nicht auszuschliessen, dass der Mörder die Tat wiederholt.

"Wir wollen aber nicht, dass Hysterie ausbricht", sagte er. "Wir tun unser Möglichstes, um eventuellen Gefahren entgegenzuwirken." Oehm bittet, verdächtige Wahrnehmungen sofort der Polizei zu melden.

30 Mitglieder einer Arbeitsgruppe der Polizei sind weiterhin damit beschaeftigt, Nachbarn, Freunde, Bekannte, Schulkameraden des Jungen und Anwohner am Fundort zu verhören. Hunderte von Personen seien bereits vernommen worden. Mehr als 100 Hinweise, so erklärte die Polizei, seien inzwischen eingegangen, darunter befinde sich aber keine heisse Spur.

Polizei-Sprecher Peter Oehm betonte gestern, "dass die Zielrichtung der Ermittlungen auf alle denkbaren Motivlagen ausgerichtet ist". Weder eine Beziehungstat noch die Tat eines Einzeltäters könne ausgeschlossen werden. Ebensowenig ein Sexualdelikt; konkrete Hinweise hierauf lägen jedoch nicht vor.

Die Ermittler suchen jetzt fieberhaft nach Tristans Schultasche, von der sie ein Duplikat beschafften. Es handelt sich um einen grau-oliven, 40 Zentimeter hohen und 30 Zentimeter breiten Rucksack der Marke "Fishbone" - mit aufgesetzter Tasche und zwei Reissverschlüssen. Die Polizei fragt: Wer hat Personen beobachtet, die solch einen Rucksack am Donnerstag voriger Woche nach 15.30 Uhr mit sich führten oder noch immer im Besitz haben? Oder wer hat einen gefunden oder von jemandem erworben? Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 7 55-50 50 oder auf jedem Revier entgegen. Die Staatsanwaltschaft hat zur Ermittlung des Täters eine Belohnung von 20 000 Mark ausgesetzt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare