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TSG Frankfurter Berg braucht mehr Platz auf dem Platz

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Von: Katja Sturm

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500 Mitglieder hat die TSG Frankfurter Berg derzeit, aber nur einen Kunstrasenplatz. Viel zu wenig, sagt ihr Vorsitzender Siegfried Linden und hofft, dass sich dies schon bald ändert und die Stadt mehr Spielmöglichkeiten für die Fußballer schafft. Ausreichend Platz wäre vorhanden.
500 Mitglieder hat die TSG Frankfurter Berg derzeit, aber nur einen Kunstrasenplatz. Viel zu wenig, sagt ihr Vorsitzender Siegfried Linden und hofft, dass sich dies schon bald ändert und die Stadt mehr Spielmöglichkeiten für die Fußballer schafft. Ausreichend Platz wäre vorhanden. © rüffer

Bis zu vier Mannschaften müssen sich im Training ein Spielfeld teilen

Es geht eng zu auf dem Sportplatz der TSG Frankfurter Berg am Ginsterweg. 14 Jugend- und drei Seniorenmannschaften beheimatet der einzige Sportverein im Stadtteil, aber auf seinem Gelände gibt es nur einen Kunstrasenplatz. Da auf diesen zweimal in der Woche auch noch der MKSV Makedonija abends Anspruch hat, müssen sich teilweise bis zu vier Teams gleichzeitig die einzige problemlos bespielbare Fläche teilen.

Zwölf bis 20 Kinder tummeln sich dann jeweils in einem Bereich. Mehr als ein Team pro Jahrgang kann die TSG deshalb nicht aufstellen, wie der Vorsitzende Siegfried Linden verrät. Immer wieder müsse der 500 Mitglieder starke Club kleine Möchtegernkicker abweisen. „Das tut dann schon ein bisschen weh“, sagt der Chef.

Eine Lösung wäre nicht schwer umzusetzen. Um das beleuchtete Feld herum gibt es genügend Raum, in dem sich weitere Trainingsmöglichkeiten einrichten ließen. Einen Vorschlag haben die Vereinsvertreter der Stadt als Eigentümerin vorgelegt: Eine Wiese ließe sich in einen kleinen Kunstrasenplatz mit Licht umwandeln, zudem wären zwei sogenannte Käfige wünschenswert. „Das würde uns retten“, sagt Linden.

Ein Verein nach dem anderen

Auf die Erfüllung dieses Wunsches wartet der Verein seit Jahren. Der Grund, der von offizieller Seite aus dafür stets genannt wurde, ist laut Linden, dass im Rahmen des Kunstrasenprogrammes erst einmal auch alle anderen infrage kommenden Frankfurter Vereine einen entsprechenden Platz bekommen sollen. „Wir waren damals unter den Ersten, die davon profitiert haben“, sagt der TSG-Vorsitzende. Das hatte allerdings den Nachteil, dass damals noch nicht die Käfige inbegriffen waren, die heute mit den Umbauten verbunden sind. „Sonst hätten wir wenigstens diese schon zur Verfügung.“ So jedoch müsse die TSG weiter auf Besserung ihrer Situation harren.

Besonders im Winter stellt das ein Problem dar. Erst ab 16.30 Uhr kann jeweils trainiert werden, und je schneller es dunkel wird, desto weniger kommt ein Ausweichen auf einen ebenfalls vorhandenen Hartplatz infrage.

Das ist umso bedauerlicher, da das, was anderen Vereinen fehlt, bei der TSG ausreichend vorhanden ist. Jedes Team wird von mindestens zwei Trainern betreut. In der Regel werden diese aus dem Umfeld der Spieler oder diese selbst angeheuert.

„Es macht Spaß, bei uns zu diesem Kreis zu gehören“, erklärt Linden. Mit den Betreuern werde regelmäßig etwas unternommen. Man fahre Kart und feiere zusammen ein Weihnachtsfest. Wer sich engagiert, bekommt seine Lizenz bezahlt; in diesem Jahr betraf das drei Übungsleiter.

Wie eine große Familie

Die „Fußballfamilie“, die gerne offen sein würde für alle Kinder im Stadtteil, die dazugehören wollen, hat sich schon einiges einfallen lassen, um die Lage zu lindern. Zusätzliche kleine Tore wurden angeschafft, damit auf noch so kleiner Fläche auch auf diese geschossen werden kann. „Aber ab der D- oder C-Jugend reicht das nicht mehr“, so Linden, da müssten die Spieler mit großen Kästen üben.

„Wir sind im regelmäßigen Kontakt mit dem Sportamt.“ Man habe dem Verein in Aussicht gestellt, dass im nächsten Jahr der dringend notwendige Umbau vielleicht angegangen werden könnte, da dann jeder andere Club versorgt sein sollte. „Aber wir wissen ja nicht, wie die jetzige Stadtregierung das sieht“, so Linden. Zuletzt seien die Pandemie und nun die Energiekrise als Gründe für Verzögerungen und die lange Wartezeit genannt worden.

„Wir wollten schon vor zwei Jahren auf LED-Lampen umrüsten, um Energie zu sparen“, ergänzt Linden in dem Zusammenhang. „Wir hätten uns als Verein auch finanziell daran beteiligt.“ Aber die Stadt habe das Ansinnen abgelehnt.

Jetzt hofft der Familienvater, der seit sieben Jahren sein Führungsamt innehat, dass 2023 alles in einem Aufwasch erledigt und die Aufteilung der Trainingsgruppen zu Saisonbeginn für den Jugendleiter einfacher wird. Es sei nicht der Leistungsgedanke, der die Verantwortlichen antreibt. „Natürlich wollen wir Erfolg haben“, sagt Linden. Aber vor allem soll jeder kleine Kicker vom Frankfurter Berg genug Platz zum Austoben haben.

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