+

Fußball-Verbandsliga Süd

Türk Gücü kommt für Kalbach gerade noch rechtzeitig

  • schließen

Das Duell zwischen Spitzenreiter Spvgg. Neu-Isenburg und dem zweitplatzierten VfB Ginsheim (siehe Extra) steht im Mittelpunkt des 15. Spieltags der Fußball-Verbandsliga Süd.

Während es im Neu-Isenburger Sportpark um die Tabellenführung geht, sorgt man sich in Oberrad, Kalbach, Bad Vilbel und bei Türk Gücü Friedberg um weitere Punkte im Kampf gegen den Abstieg. Alle vier gehören zu den zwölf Teams, für die es angesichts der Ausgeglichenheit der Liga eine nervenaufreibende Saison werden könnte. Nur die ersten vier, zu denen neben Ginsheim und Neu-Isenburg noch Alsbach und Wald-Michelbach gehören, dürften in Sachen Abstiegskampf sicher außen vor bleiben. Und Schlusslicht Großkrotzenburg wird wohl chancenlos sein.

Das Spiel zwischen Türk Gücü Friedberg und dem FC Kalbach am heutigen Samstag (18 Uhr, Ober-Rosbach) ist eines jener Duelle, in denen sich die Favoritenrolle nicht zuordnen lässt. Beide verfügen über spielerische Qualität und können beißen, beide waren bisher aber alles andere als konstant. „Türk Gücü verkauft sich bisher etwas unter Wert – genau wie wir“, meint Kalbachs Trainer Salvatore Cirincione, der ganz froh ist, den Gegner jetzt vor der Brust zu haben. „Wenn die sich erst einmal so richtig stabilisiert haben, werden sie nicht mehr viele Punkte lassen“, sagt er. Während bei Friedberg Melih Gültekin eine „Rot“-Sperre absitzt, fallen bei den Frankfurtern Eric Wille und Stjepan Jurisic aus. Christopher Stein könnte es bei rechtzeitiger Rückkehr gerade noch auf die Bank schaffen und David Janick sein Comeback nach längerer Verletzungspause geben. „Egal wer fehlt: Wir müssen zeigen, dass wir einigermaßen stabil sind“, fordert Cirrincione.

Für den FV Bad Vilbel geht es am Sonntag (15 Uhr) beim Nachbarn SG Bruchköbel weiter. Der hart erkämpfte Pflichtsieg gegen Großkrotzenburg soll nur der Einstieg in bessere Zeiten gewesen sein, hofft Trainer Amir Mustafic: „Immerhin haben wir drei Tore geschossen, obwohl wir nicht so viele Chancen hatten wie in manchem anderen Spiel. Das kann man als etwas Positives mitnehmen. Ansonsten befinden wir uns nicht eben in einer Phase, in der wir im Vorbeigehen ein Spiel gewinnen, das ist uns klar.“ Er tue, was er könne, versuche also, das Selbstvertrauen seiner Spieler zu stärken und im Training an der Behebung der Schwächen zu arbeiten. „Ich muss zusehen, dass die Jungs wieder an sich glauben“, sagt Mustafic. Verzichten muss er auf den kranken Jonas Grüter, der dem Team mit seiner abgebrühten Zweikampfführung und guten Diagonalbällen gegen Großkrotzenburg sehr gutgetan hatte.

Die Spvgg. Oberrad hat sich mit drei Liga-Siegen nacheinander aus dem gröbsten Schlamassel befreit, verlor aber zwischenzeitlich auch im Kreispokal beim A-Ligisten TSG Niederrad mit 1:4 und ging in einem Testspiel gegen die Hessenliga-A-Jugend des FSV Frankfurt mit 0:7 unter. Trainer Baldo Di Gregorio ließ da jeweils die B-Elf ran, die offenbar noch einigen Nachholbedarf hat. Im Heimspiel gegen den FC Bensheim am Sonntag (15 Uhr) sollen nun wieder alle Leistungsträger ran, wobei der Einsatz von David Schmelz fraglich ist, der von einem grippalen Infekt geplagt wurde. Di Gregorio, der im letzten Spiel einen Pferdekuss abbekommen hatte, will noch testen, wie es mit der eigenen Spielfähigkeit aussieht. „Klarer Favorit“ ist aus seiner Sicht Bensheim, das wieder auf den zuletzt gesperrten Ex-Profi Elton Da Costa zurückgreifen kann. „Er ist allein mit seinen Standards schon gefährlich und schwer vom Ball zu trennen.“

(rst)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare