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Schwerer Tram-Unfall in Frankfurt-Niederrad.

Ausbau der Stadtbahnlinie 5

Tunnel wichtiges Etappenziel

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Ab Mitte des Jahres beginnt der weitere Ausbau der Stadtbahnlinie U5 in das Europaviertel. Ein Anwohnermanagement steht bereit, einzelne Bedenken wegen Verkehrsengpässen sucht die Stadtbahn Europaviertel Projektbaugesellschaft zu entkräften.

Gallus. Lärm, Schmutz und viele Fragen: Darauf stellt sich die Stadtbahn Projektbaugesellschaft durchaus ein, wenn sie in ihren Faltblättern bei den Anwohnern des Europaviertels um Geduld und Verständnis wirbt und mit Franziska Roth eine Anliegermanagerin für den weiteren U-Bahn-Bau zur Verfügung stellt. In der Sitzung des Ortsbeirats 1 (Innenstadt, Bahnhofsviertel, Gallus, Gutleut) war der Geschäftsführer Wendelin Friedel um eine kompakte und kompetente Darstellung des komplexen Bauvorhabens bemüht.

„Wir werden das Europaviertel an den öffentlichen Personennahverkehr anschließen und arbeiten uns ab der Startbaugrube für den Tunnelvortrieb in der Europa-Allee, Höhe Stockholmer Straße in geschlossener Bauweise bis zum Bestandsbauwerk am Platz der Republik vor. In offener Bauweise wird dann der Tunnel und das Rampenbauwerk in Richtung Westen bis kurz vor der Emser Brücke errichtet“, erklärte Friedel und verwies auf die Fertigstellung des Tunnels unter dem Europagarten für den Autoverkehr und die Bereitstellung sämtlicher Fördermittel als wichtige Etappenziele- darunter auch rund 105 Millionen Euro aus dem städtischen Etat. Etwa ab Juli beginnt für den weiteren Bau der Stadtbahn die Umgestaltung des östlichen Europaboulevards: Die Fahrbahnen des Ostboulevards werden nach außen verlegt, die Gehwege auf drei Meter verschmälert und die Grünflächen entfernt, um in der Mitte des Boulevards die Baustelle für den Tunnelbau vorzubereiten.

Auf die Frage, ob auch noch Platz für den Radverkehr sei, antwortete Friedel: „Für Radfahrer bleibt ein Schutzstreifen bestehen, sämtliche Anwohnerstraßen bleiben zudem weiter zugänglich.“ Auch die Zufahrt zum Parkhaus des Skyline Plaza bleibe erhalten.

Im Bereich der späteren Haltestelle Güterplatz werden die Baugrubenwände errichtet. Erst nachdem beide Tunnelröhren hergestellt sind, kann die Baugrube ausgehoben werden. Voraussichtlich ab 2018 wird die Tunnelvortriebsmaschine zum Einsatz kommen. „Die erste Tunnelröhre wird südlich der Stockholmer Straße bis zum Platz der Republik aufgefahren und somit im Rohbau hergestellt“, erläuterte Friedel. Die Herstellung einer Tunnelröhre dauere etwa sechs Monate. Danach wird die Maschine zum Auffahren der zweiten Tunnelröhre zurückgezogen und fährt die zweite Tunnelröhre ab der Startbaugrube, von Westen nach Osten, auf. So entsteht die Strecke vom Hauptbahnhof bis zum Güterplatz, der letzten unterirdischen Station der verlängerten U-Bahnlinie 5.

Im Jahr 2019 könnten dann die Baumaßnahmen für den oberirdischen Bauabschnitt ins westliche Europaviertel und der Ausbau des Tunnels für den Stadtbahnverkehr unter dem Europagarten beginnen. Die Fertigstellung des Tunnels ist bis Ende 2020/Anfang 2021 vorgesehen.

„Warum beginnen Sie nicht schon während des Auffahrens der Tunnelröhren mit dem Schienenbau bei der Emser Brücke, um Zeit zu sparen?“, wollte ein Bürger wissen. Friedel erklärte, sämtliche Baumaßnahmen seien von der Signaltechnik und dem Anschluss an das Leitungssystem abhängig und könnten deshalb nicht vorgezogen werden.

Derzeit sind die technischen Gewerke, wie Elektrik-, Nutz- und Signaltechnik noch nicht ausgeschrieben. Am Ende werde die Stadtbahn mit den oberirdischen Stationen „Emser Brücke“, „Europagarten“ und „Wohnpark“, so der Plan 2022 eröffnet..

Weitere Auskünfte erteilt Franziska Roth unter Telefon: 0171-8624185, info@sbev-frankfurt.de. Das Informationsbüro am Güterplatz ist mittwochs von 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr besetzt und montags bis freitags von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr telefonisch erreichbar.

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