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Nicht nur für den Erlenbruch, sondern auch für die Wilhelmshöher Straße und die Hanauer will der Ortsbeirat Geld für ?Blitzer?.

Haushalt 2019

Ortsbeirat 11 hat Verkehrsthemen ganz oben auf der Liste

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Verkehrsthemen stehen auf der Wunschliste des Ortsbeirats 11 ganz oben auf der Liste: Ganze 30 Anträge auf Mittel für den städtischen Haushalt 2019 stellten die Stadtteilpolitiker. Das ist mehr als die Hälfte ihrer Haushaltsanträge.

Wenn 2021 für den Bau des Riederwaldtunnels die U-Bahn-Trasse nach Norden in die Nähe der Vatterstraße verlegt wird, müssen die Riederwälder über die Tunnelbaustelle, um zur U-Bahn zu kommen. Aber nicht nur die U-Bahn ist dann schwer zu erreichen, sondern auch die Geschäfte in der Wächtersbacher- oder der Viktor-Slotosch-Straße. Einstimmig wünscht sich der Ortsbeirat daher Geld für einen Quartiersbus, der durch die Riederwaldsiedlung fährt und die Passagiere zur U-Bahn und möglichst auch zum Einkaufen bringt.

Im Riederwald gibt es außer dem Netto-Markt am Volgersbrunnenweg keine größeren Geschäfte und keine Bankfilialen. Mögliche Haltepunkte könnten in der Harkort-, Raiffeisen- oder Schäfflestraße sein. „Route und Fahrzeiten orientieren sich am Bedarf und werden mit dem Ortsbeirat abgestimmt“, bittet das Stadtteilparlament. Ein Kleinbus reiche aus. Spätestens 2020, möglichst aber bereits 2019 solle der Shuttlebus eingerichtet werden.

Auch ältere Themen griff der Ortsbeirat in seiner vergangenen Sitzung auf, in der sich 30 der 54 Haushaltsanträge mit Verkehrsthemen beschäftigten. Einige fassten die Parlamentarier zusammen, betrafen sie doch gleiche oder ähnliche Sachverhalte. Etwa bei der Bitte um Geld für mehr Personal „für die Überwachung des ruhenden und fließenden Verkehrs“. Geh- und Radwege würden zugeparkt, zu schnell gefahren, Verkehrsregeln permanent missachtet. All das müsse stärker kontrolliert und sanktioniert werden. Weil dieser von den Grünen eingebrachte Antrag am weitesten ging, zogen SPD und CDU ihre zurück und stimmten – wie alle anderen Anwesenden – jenem der Grünen zu.

Mit Blitzern gegen Raser

Für die Wilhelmshöher Straße wünscht sich der Ortsbeirat außerdem eine fest eingebaute Blitzanlage, weil sich dort viele Autofahrer nicht an Tempo 30 halten. Zwei Rundum-Blitzanlagen wünscht der Ortsbeirat an der Mainkur. Dass hier oft zu schnell gefahren werde, gefährde vor allem Fußgänger. „Nur die kontinuierliche Überwachung der Geschwindigkeit kann hier zu einer Verbesserung der Situation führen.“ Außerdem wiederholte der Ortsbeirat seine Forderung, „Rotlichtüberwachungskameras“ an der Kreuzung Am Erlenbruch/Schäfflestraße aufzustellen. Immer öfter führen hier Autos bei Rot über die Kreuzung und gefährdeten so Kinder auf dem Weg zur Grundschule und Fahrgäste auf dem Weg zur U-Bahn. Nur die CDU stimmte gegen die drei Anträge, sie ist gegen stationäre Blitzer.

Autobahn einhausen

Gleich drei Anträge von Grünen, Linke und SPD forderten die Volleinhausung der A 661 rund um die bestehende Lärmschutzgalerie am Hufelandhaus. Hier entschieden sich die Ortsbeiräte für den SPD-Antrag. Magistrat und Land Hessen sollen außerdem Druck auf die Bundesregierung ausüben, damit dieser eine Einhausung für das im Bau befindliche Autobahndreieck Erlenbruch finanziert.

Darüber hinaus wünscht der Ortsbeirats Maßnahmen in der Raiffeisenstraße, damit dort nicht mehr gegen die Einbahnstraße gefahren wird. Notfalls soll die Stadt für eine zusätzliche Lärmschutzwand zahlen, um die Pestalozzischule während des Baus des Riederwaldtunnels zu schützen. Hinzu kommen Anträge, um zahlreiche Rad- und Fußwege sowie Straßen zu sanieren.

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