n dem Riegelbau mit geschwungener Dachlinie wird es ein Bewohnercafé geben. Der Frankfurter Verein für Soziale Heimstätten, der die Übernachtungsstätte im Ostpark betreibt, hält sich noch die die Option offen, das Café eventuell sogar öffentlich zu betreiben.
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n dem Riegelbau mit geschwungener Dachlinie wird es ein Bewohnercafé geben. Der Frankfurter Verein für Soziale Heimstätten, der die Übernachtungsstätte im Ostpark betreibt, hält sich noch die die Option offen, das Café eventuell sogar öffentlich zu betreiben.

Frankfurter Obdachlose

Übernachtungsstätte ist Mitte 2022 fertig

  • Matthias Bittner
    VonMatthias Bittner
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Im Holzbau gibt es 26 zusätzliche Schlafplätze, Bewohnercafé, Kiosk und Vereinsheim

Knapp die Hälfte der 400 Quadratmeter Nutzfläche im Neubau mit der Adresse Ostparkstraße 16 ist für den FFC Olympia 07 reserviert. Die Fußballer richten darin ihr Vereinsheim ein und können es deshalb kaum erwarten, bis die Bauarbeiten Mitte 2022 abgeschlossen sind. Bauherrin für den einstöckigen Holzbau mit Flachdach ist der Frankfurter Verein für Soziale Heimstätten. Das Bauprojekt firmiert unter dem Namen "Erweiterung Übernachtungsstätte für Obdachlose". So steht es auf dem Bauschild am Eingang zum Park an der Ostparkstraße.

Laut Christine Heinrichs, stellvertretende Geschäftsführerin des Frankfurter Vereins für Soziale Heimstätten, entstehen in dem Neubau auch 26 zusätzliche Plätze für die Übernachtungsstätte für Obdachlose O 16. Insgesamt können dann hier 206 wohnungslose Menschen untergebracht werden - aktuell sind 170 der insgesamt 180 Plätze belegt. Corona-bedingt sei die Anzahl der Plätze etwas gesenkt worden.

Keine Konkurrenz für den Kiosk

Wie viel der Verein in den Neubau investiert, will Christine Heinrichs allerdings nicht verraten. Noch nicht mal eine Hausnummer, ob es sich beispielsweise um einen niedrigen oder doch um einen hohen sechsstelliger Betrag handelt, lässt sie sich nicht entlocken. Das sei nicht entscheidend. Wichtig sei nur, dass das Gebäude jetzt schnell fertig werde und bezogen werden könne.

Neben den Vereinsräumen und den zusätzlichen Schlafplätzen richtet der Verein ein Bewohner- und Besuchercafé in dem Neubau ein. Laut Heinrichs wolle man sich die Option offen lassen, es eventuell als öffentliches Café zu betreiben und im Sommer Tische und Stühle hinauszustellen. Die Entscheidung stehe aber nicht hundertprozentig fest. Sicher sei nur, dass ein öffentliches Café dann keine Konkurrenz für den Kiosk sein soll, der auf einer Fläche von knapp neun Quadratmetern in dem Neubau eine Bleibe bekommt.

Der Betreiber wird der selbe sein, der seit längerem schon seine Waren in einem Provisorium anbietet in direkter Nähe zur Übernachtungsstätte anbietet. Dorthin hatte er umziehen müssen, weil das Gebäude, in dem seinen Kiosk mit dem Namen "Parkblick" betrieb, marode war und sogar Teile des Dachs eingestürzt waren. Deshalb wurde das Gebäude samt der dahinterstehenden Umkleiden des FFC Olympia 07 abgerissen. An seiner Stelle entsteht derzeit der neue Riegelbau mit knapp 400 Quadratmeter Nutzfläche. Neben Bewohnercafé, Vereinsheim und Kiosk werden darin auch öffentliche Toiletten entstehen.

Der Holzbau ist der letzte von insgesamt sechs Bauabschnitten zur Modernisierung der Übernachtungsstätte. Ursprünglich sollte diese schon früher abgeschlossen sein, doch langwierige Gespräche mit dem Grünflächenamt, dem Denkmalbehörden und der Deutschen Bahn, die die nordmainische S-Bahn direkt am Park vorbeiführen will, hatten das Projekt verzögert.

Park steht unter Denkmalschutz

Der FFC Olympia jedenfalls ist froh, dass das neue Vereinsheim bald fertig ist. Grundsätzlich hätte es die Sportler zwar besser gefunden, wenn es direkt am Sportplatz neben dem Umkleiden gebaut worden wäre. Das hatte das Grünflächenamt aber abgelehnt, weil der Ostpark unter Denkmalschutz steht. Matthias Bittner

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