ruppenbild mit Lisbeth: Der Vorstand der Bernemer Kerwe-Gesellschaft auf dem Johanniskirchplatz. FOTO: hamerski
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ruppenbild mit Lisbeth: Der Vorstand der Bernemer Kerwe-Gesellschaft auf dem Johanniskirchplatz.

Neues von der Bernemer Kerb

Und ist die Kerb auch klein, ein Bäumchen, das muss sein

  • VonGernot Gottwals
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Corona bremst auch im zweiten Jahr Traditionsveranstaltung

Stell dir vor, es ist Bernemer Kerb, und einige gehen hin. Einige, die intern die Tradition mit symbolischem Kerbebaum und Kerbelisbeth hochhalten. Viele jedoch feiern zu Hause oder mit Freunden, schmücken den heimischen Balkon mit Birkenbäumchen und Puppen. Oder feiern einen Kerwegottesdienst auf Abstand, stoßen mit Geschäftsleuten oder in ihrem Lieblingslokal auf das beliebte Stadtteilfest an - fröhlich und entspannt, bei hoffentlich wieder gesunkener Inzidenz. Und das vom 6. bis 11. August.

Auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie hat sich der Vorstand der Bernemer Kerwe-Gesellschaft von 1932 schweren Herzens dazu durchgerungen, das Volksfest mit großem Umzug, Jahrmarkt und dem beliebtem Bernemer Mittwoch abzusagen. Denn die Planung einer größeren Feier wäre zu risikoreich gewesen angesichts unsicherer Inzidenzen.

Auf Zuschauer wird verzichtet

"Als Verein haben wir uns aber auch dieses Mal vorgenommen, die Traditionselemente unserer Bernemer Kerb aufrechtzuerhalten, dabei aber auf Zuschauer zu verzichten", erklären Christian Henrich, erster Kassierer, und Dominik Müller, erster Schriftführer im Vorstand des Vereins.

Zwar werde an den gewohnten Tagen der Kerbebaum mit einem kleinen Festwagen eingeholt und auch der Gickelschmiss veranstaltet. Doch die Orte der internen Festlichkeiten müssten bei Bedarf abgesperrt werden. Wer aber die Kerb unterstützt, soll an einem Birkenbäumchen vor dem Geschäft oder Lokal erkennbar sein. Zudem haben sich die beliebten Kneipen und Geschäfte im Stadtteil auch für dieses Jahr einige besondere Aktionen und Highlights ausgedacht. Dorthin werden auch die Kerbeburschen und -mädels in kleinen Gruppen gehen und sich unter die dortigen Gäste mischen, um Präsenz zu zeigen.

Eine Party gibt es doch

Die Gaststätte "Zur Straßenbahn" in der Heidestraße 152 plant am Kerbesamstag, 7. August, sogar eine eigene kleine Kerb-Faschingsparty. Das Bornheimer Dorfstadl in der Berger Straße. 249 hat eigens zubereiteten Kerbegulasch im Angebot, so lange der Vorrat reicht. Dort trifft sich die Bernemer Kerwe-Gesellschaft am Montag auch um 14 Uhr zum Mittagstisch.

Eigene kleine Feierlichkeiten mit Kerbeschnaps veranstalten der Frankfurter Karneval-Verein 1911 und seine Maagard vor dem Bunker in der Petterweilstraße 68. Edelbrände und andere Spirituosen werden in der Berger Straße 253 ausgeschenkt. Das Geschäft "Beeindruckt.com" verkauft im Sandweg 105, Aktionsartikel rund um die Kerb und den Stadtteil.

Die Gaststätte "Zur Sonne" in der Berger Straße 312 bietet eine eigens für die Bernemer Kerb gestaltete Wochenkarte mit vielen Leckerein an, Wein Dünker in der Berger Str. 265 lädt zu seinem nun bewährten Muschelessen ein - auch hier, nur so lange der Vorrat reicht.

Um die Wurst geht es beim Bernemer Wurstmax und in der Biometzgerei Spahn in der Berger Straße 222, die eine Bio-Kerbebratwurst kredenzt. Weitere Aktionen sind unter anderem bei der TG Bornheim, im Kaufhaus Meder in der Berger Straße 198, in der Pizzeria Dick und Doof in der Berger Straße 248 und in der Saalburgstube in der Saalburgstraße 29 geplant .

Am Sonntag um 10 Uhr wird es einen ökumenischen Kerbegottesdienst in der Johanniskirche geben, um an die christlichen Wurzeln als Kirchweihfest zu erinnern. Auch wenn sich das große Volksfest davon scheinbar entkoppelt hat, so versucht man die gemeinsamen Verbindungen wieder mehr zu pflegen, wie Henrich erläutert: "Wir konnten die evangelische Gemeindejugend für die Kerb interessieren und haben sogar ein paar Mitgliedsanträge bekommen."

Vorstand wird gewählt

Zudem stehen für den Herbst Vorstandswahlen an, die altgediente Generation um Ralf Moritz wird voraussichtlich neuen Gesichtern Platz machen.

Birkenbäumchen können per E-Mail kontakt@bernemer-kerb.de oder per Fax 069 / 130 24 173 bestellt werden. Ein Bäumchen kostet 5, Euro, ein Päckchen Schleifen 2,50 Euro. Die Bäume werden frei Haus geliefert, aber nicht geschmückt. gernot Gottwals

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