Ein 22-Jähriger protzt auf der Mainzer Landstraße in Frankfurt – und baut einen Unfall. (Symbolbild)
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Ein 22-Jähriger protzt auf der Mainzer Landstraße in Frankfurt – und baut einen Unfall. (Symbolfoto)

Unfall

Frankfurt: Illegales Straßenrennen mit 600-PS-Wagen? Fußgänger frontal von Auto gerammt

  • VonSebastian Richter
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Ein 22-Jähriger verursacht einen schweren Unfall auf der Mainzer Landstraße. Die Polizei ermittelt wegen eines illegalen Straßenrennens.

Frankfurt – Am Donnerstagabend (24.06.2021) hat sich im Gallusviertel ein folgenschwerer Unfall ereignet. Ein Fußgänger wurde dabei schwer verletzt, der Sachschaden ist immens hoch. Die Polizei hat im Nachgang Ermittlungen wegen des Verdachts eines illegalen Straßenrennens eingeleitet, wie die Beamten aus Frankfurt berichten.

Doch was war passiert? Gegen 19.30 Uhr war ein 22-Jähriger auf der Mainzer Landstraße unterwegs. Laut ersten Erkenntnissen der Ermittler war der junge Autofahrer deutlich zu schnell. Sein mehr als 600 PS starker Wagen fuhr in Richtung stadtauswärts. Auf Höhe der Hausnummer 502 überholte er einen Autofahrer (41) auf der rechten Seite und touchierte ihn dabei mit der linken vorderen Fahrzeugfront auf dessen rechter Heckseite.

Unfall in Frankfurt: Raser bringt Fußgänger in Lebensgefahr

Aufgrund der hohen Geschwindigkeit wurde das gerammte Auto durch die Luft geschleudert – unmittelbar in die Straßenbahnhaltestelle Waldschulstraße. Dort traf das Auto einen Fußgänger frontal: Der 51-jährige Fußgänger wurde schwer verletzt. Der 41-jährige Fahrer des Autos blieb unverletzt.

Auch der Raser selbst wurde bei dem Unfall verletzt. Er wurde in ein Frankfurter Krankenhaus gebracht. Lange blieb er jedoch nicht dort, laut Angaben der Polizei entzog sich der 22-jährige der Behandlung und verließ das Krankenhaus wieder. Bislang ist nicht bekannt, wie schwer der Raser sich tatsächlich verletzte. Der Sachschaden wird von der Polizei auf über 100.000 Euro geschätzt. Die Unfallstelle wurde durch einen Sachverständigen begutachtet.

Frankfurt: Raser verursacht Unfall – Ermittlungen wegen illegalem Straßenrennen

Die Polizei Frankfurt geht dem derzeitigen Ermittlungsergebnis zufolge von einem illegalen Straßenrennen aus. Dazu müsse der 22-Jährige nicht unbedingt gegen Jemand anderen ein Rennen gefahren sein, wie die Polizei mitteilt. Dabei reiche es für einen Anfangsverdacht aus, sobald der Raser „gegen sich selbst“ gefahren sei, so die Beamten.

Bedingung dafür: Der Raser muss sich grob verkehrswidrig und rücksichtslos fortbewegen, mit dem Ziel eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt in diesem Fall.

Bereits am Vortag hatten sich Raser auf der A661 bei Frankfurt ein illegales Rennen geliefert. Doch bevor es zu einem Verkehrsunfall kommen konnte, machten Sie einen Fehler: Sie kamen an einer Zivilstreife der Polizei vorbei. (Sebastian Richter)

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