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„Unsere Freiheiten sind nicht selbstverständlich“

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Von: Judith Dietermann

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Erinnern, nicht vergessen - das macht Ralf Roth auf dem Hauptfriedhof: Vor einem der Denkmäler für die September-Aufstände 1848, mit den Protokollen der Nationalversammlung. FOTO: enrico sauda
Erinnern, nicht vergessen - das macht Ralf Roth auf dem Hauptfriedhof: Vor einem der Denkmäler für die September-Aufstände 1848, mit den Protokollen der Nationalversammlung. © Enrico Sauda

Historiker Ralf Roth über die Revolution von 1848, die Nationalversammlung und ihr Erbe Ein Jahr lang - von Mai 1848 bis Mai 1849 blickte ganz Deutschland auf Frankfurt: An den Ort, wo die Nationalversammlung sich traf, um eine Verfassung auszuarbeiten. Im Interview mit Redakteurin Judith Dietermann spricht Prof. Ralf Roth (65) über diese Zeit. Der Historiker studierte an der Goethe-Universität, wo er 2003 auch habilitierte.

Seit 2009 ist er dort am Historischen Seminar tätig. Er hat zwei Kinder und lebt im Spessart.

Die Paulskirche ist ein besonderer Ort, die Wiege der Deutschen Demokratie. Warum wurde Frankfurt 1848 als Tagungsort für die Nationalversammlung auserkoren?

Dafür gibt es im Wesentlichen zwei Gründe. Zum einen war Frankfurt ein eigener Staat, eine Stadtrepublik und für die vielen Territorialstaaten damit ein neutraler Ort. Dass Frankfurt als Ergebnis des Wiener Kongresses 1816 überhaupt Freie Stadt wurde, brachte es mit sich, dass dort nach der Gründung des Deutschen Bundes 1815 das einzige gemeinsame Gremium der Deutschen, der Bundestag oder die Bundesversammlung eingerichtet wurde. Der Bundestag, der von 1816 bis 1866 im Palais Thurn und Taxis tagte, war allerdings kein gewähltes Parlament, sondern eine Gesandtenversammlung der Regierungen der deutschen Fürstentümer, Monarchien und der vier Stadtrepubliken. Dort hat man versucht, sich über die Fragen auseinanderzusetzen, die alle deutschen Staaten betrafen.

Warum fiel die Wahl nicht auf eine andere der vier Freien Städte? Etwa auf Lübeck oder Hamburg?

Weil die ehemalige Reichsstadt zentraler lag und zudem verfügte Frankfurt als Alleinstellungsmerkmal über die Tradition, dass hier die deutschen Kaiser seit dem 14. Jahrhundert gewählt und später auch gekrönt wurden.

Was war der zweite Grund?

Die Frankfurter hatten ein ambivalentes Verhältnis zum Bundestag. Zumindest ab 1819, als die konservativen Züge der Gesandtenversammlung immer deutlicher zutage traten, etwa mit den Beschlüssen zur sogenannten „Demagogenverfolgung“, also all derjenigen, die an das Versprechen der Fürsten erinnerten, Deutschland eine Verfassung zu geben. Es entfaltete sich eine besonders radikale demokratische Bewegung, die Stadt wurde ein Zentrum der liberalen Bewegung. Es kam zum Aufstandsversuch gegen den Deutschen Bund im Sturm auf die Hauptwache. Trotz seiner gewaltsamen Niederschlagung blieb das so und das ist der zweite Grund warum sich hier die politisierten politischen Liberalen mit dem Vorparlament auf Frankfurt verständigten. Dann ging es nur noch darum, einen geeigneten Raum zu finden.

Die Wahl fiel seinerzeit auf die Paulskirche - warum?

Sie war die erst kurz zuvor fertiggestellte Hauptkirche der protestantischen Gemeinde. Viele ihrer Mitglieder standen der Revolution aufgeschlossen gegenüber. Zudem war die Kirche ein Rundbau, der sich besonders gut für eine Versammlung eignete, bei der Redner von jedem Platz aus gleichermaßen zu sehen waren.

Welche Aufgaben und Kompetenzen hatte die Nationalversammlung?

Das zentrale Anliegen war, eine grundlegende Verfassung, die für alle Deutschen gelten sollte, im Konsens der Mehrheit der Abgeordneten zu erstellen und zu verabschieden. Vom Grundsatz her sollte damit das Versprechen der Fürsten, das sie am Ende der Befreiungskriege gegeben hatten, eingelöst werden. In einigen Staaten gab es bereits Verfassungen, was jedoch fehlte war der Schlussstein: Eine übergreifende Verfassung, der sich alle Fürsten beugen sollten.

Wie viele Abgeordnete wurden gewählt?

Die genaue Zahl ergab sich aus einem Schlüssel, der nach der Größe der Staaten errechnet wurde. Danach hätten 649 Abgeordnete nach Frankfurt kommen sollen. Doch wegen nicht immer vorhandener Abkömmlichkeit und auch, weil sich Wahlkreise in Böhmen und Mähren gegen eine Teilnahme aussprachen, waren es letztlich nur 585 Abgeordnete. Die Nationalversammlung war aber nie vollständig versammelt, das Maximum der teilnehmenden Abgeordneten lag bei ungefähr 520.

Wie lässt sich das hohe Engagement für die Nationalversammlung erklären?

Die Bevölkerung war in Aufruhr. Die März-Ereignisse waren ein Schock-Erlebnis. Hinzu kam ein zunehmendes Verständnis für die Belange der Französischen Revolution, die bislang in Deutschland wegen der napoleonischen Eroberungen und der anschließenden Befreiungskriege eher negativ besetzt war. Das Verständnis dafür, ein Parlament zu errichten, sich eine Verfassung zu geben und nach Gesetzen zu leben, statt nach dem Willen und der Vorstellung eines Monarchen hatte im Vormärz sehr zugenommen. Hinzu kamen die Interessen einer ganzen Reihe sozialer Gruppen.

Welche waren das?

Zu nennen ist etwa das Wirtschaftsbürgertum, das sich in der Entfaltung seiner Geschäfte und notwendigen Innovationen beschränkt sah, den Bauern, die immer noch mit feudalen Lasten und ihren Ablösungen zu kämpfen hatten, den Gesellen in den patriarchalischen Haushalten, den Handwerkern im Allgemeinen mit ihren mit Blick auf die beginnende Industrialisierung großen Zukunftssorgen und natürlich den Juden mit ihren meistenteils noch stark eingeschränkten Rechten. Ihr vereintes Interesse gegen eine privilegierte Aristokratie war allerdings brüchig, weil die Gründe sehr verschieden waren. All dies musste austariert werden und das geschah eben in den Diskussionen der Nationalversammlung.

Wo sich die einzelnen politischen Gruppen zu Fraktionen zusammenschlossen. Welche waren das?

Es gab sechs Fraktionen, die nach dem Namen des Lokals, in dem sie nach den Verhandlungen zusammenkamen, unterschieden werden: Casino, Württemberger Hof, Deutscher Hof, Café Milani, Donnersberg. Es gab natürlich auch nicht wenige Fraktionslose.

Nach den Vorgesprächen in den Fraktionen wurde in der Nationalversammlung debattiert. Wie war 1848 die Debattenkultur?

Das kann man in den Protokollen sehr genau nachlesen. Die Debatten waren zuweilen sehr emotional besetzt. Es gab dabei gute und schlechte Redner, die ihre Zuhörer mitrissen oder auch ermüdeten. Es hatte sich jedoch schon damals ein hohes Niveau der Diskussionskultur etabliert. Es gab teilweise sehr geschliffene Reden. Das war angemessen, ging es doch um wichtige Dinge, die noch nicht entschieden waren.

Und die Zeit brauchten. Weswegen ja auch so lange getagt wurde...

Ja, schließlich betrat man Neuland. Zwar hatte man Frankreich als Vorbild, aber das war eben Frankreich, ein Land mit einer viel entfalteteren Aufklärungskultur, und dort hatte man die entscheidenden Fragen bereits sechs Jahrzehnte zuvor durchexerziert. In Deutschland stellte sich viel grundlegender die Frage, wie man die Autokratie dazu bringt, überhaupt einen Teil ihrer Macht abzugeben. Da gingen die Ansichten weit auseinander.

Wie weit?

Von den radikalen Demokraten, die eine Republik anstrebten, bis zu den Konservativen, die am liebsten den status quo ante beibehalten hätten. Dazwischen standen die gemäßigten Liberalen, die - von den Wahlergebnissen - dominanteste Fraktion. Sie strebte eine Vereinbarung mit den Autokraten an: Diese sollten künftig verfasst regieren. Ein Fortschritt, der letztlich gelang.

Obwohl die Verfassung keinen Bestand hatte?

Ja. Denn nach der Nationalversammlung haben sich alle Staaten Verfassungen gegeben. Nach Frankfurter Vorbild. Sogar Preußen. Damit wurde die Autokratie eingeschränkt. Aber das Ergebnis, das ja auf eine konstitutionelle Monarchie hinauslaufen sollte, blieb noch jahrzehntelang umstritten, weil es in diesem Kompromiss bis letztlich 1949 darum ging, welches Maß an Macht das Parlament bekommen sollte.

Warum scheiterte die Revolution trotzdem?

Zum einen ist es die Unterschätzung einer zeitweilig zwar paralysierten Macht der herrschenden Monarchien, die sich rascher wieder erholten, als dies von den politischen Repräsentanten des Aufbruchs angenommen wurde. Die Nationalversammlung hatte keine eigene robuste Verteidigung, sorgte zugleich aber auch nicht dafür, dass die Macht der Gegenkräfte aufgelöst oder eingeschränkt wurde. Wie sich beim September-Aufstand 1848 in Frankfurt zeigte.

Was passierte dort?

Der Anlass war die Auseinandersetzung um die Grenzen des deutschen Staates. Hier erkannte das Parlament einen ungeklärten Verlauf im Norden Deutschlands, über den es zum Konflikt mit dem Königreich Dänemark kam. Zur Durchsetzung der Interessen Deutschlands wurde Preußen in die Pflicht genommen und zwar im Auftrag der Nationalversammlung. Doch Preußen vereinbarte eigenmächtig den Waffenstillstand von Malmö, ohne das Parlament weiter zu fragen.

Wie hat es darauf reagiert?

Ab dem 15. September kam es zu heftigen Auseinandersetzungen in der Paulskirchenversammlung, sowie auf öffentlichen Versammlungen außerhalb des Parlaments. Die Linken haben diesen Schritt der Preußen zum Anlass genommen, ihren ganzen Unmut über die seitherige Verfassungsauseinandersetzung auszudrücken. Eine große Versammlung auf der Pfingstweide eskalierte, konservative Abgeordnete wurden angegriffen, zwei gar getötet.

Und dann?

Was folgte, war dann mehr oder weniger ein Aufstandsversuch der Linken um ihre republikanischen Vorstellungen doch noch durchzusetzen. Woraufhin der Senat die Bundestruppen aus der Mainzer Garnison zur Hilfe rief. Das war das erste große Signal, dass die Gegengewalt zur Revolution noch existierte, die spätestens mit ähnlichen militärischen Aktionen im November in Wien und Berlin die Wende der Revolution einleitete. An den September-Aufstand erinnern zwei Denkmäler auf dem Hauptfriedhof.

Wie ist dieser Aufstand zeitlich einzuordnen?

Er ereignete sich wenige Wochen vor der Verabschiedung der Verfassung im Dezember 1848, getagt wurde fortan unter den Bajonetten preußischer, österreichischer und bayerischer Truppen. Das ist als unmissverständliches Zeichen zu sehen, dass man sich kein weiteres Fehlverhalten leisten konnte. Zudem war der Geist der Revolution gebrochen. Es war aber immerhin noch möglich, die Verfassung zu Ende zu bringen. Das Ergebnis ist bekannt: Künftig sollte Deutschland von einer konstitutionellen Monarchie, mit Rechten und Pflichten der Regierung regiert werden.

Damit war die Monarchie doch eigentlich eingeschränkt, oder?

Ja, aber es fehlte noch deren Zustimmung zur Verfassung, allen voran die des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV., der als zukünftiger deutscher Kaiser vorgesehen war. Und dieses Ja-Wort des preußischen Königs bekam die Nationalversammlung nicht. Damit war der Anlauf eigentlich gescheitert.

Warum eigentlich?

Weil es zu einer Neubelebung der Revolution kam, vor allem in den süddeutschen Staaten. Dort hatte die radikaldemokratische, die republikanische Linke ihr Zentrum. Es gab Erhebungen gegen die Regierungen und Fürsten in Baden und der Pfalz. Das war der Hintergrund, um in einer Kampagne die Zusage aller anderen Fürsten in Deutschland zur Akzeptanz der Verfassung zu erlangen.

Was jedoch scheiterte...

Ja, die Reichsverfassungskampagne scheiterte zum einen am militärischen Eingreifen Russlands gegen Volksaufstände in Polen und Ungarn und zum anderen am Aufmarsch der preußischen Truppen, die von Norden kommend, mit Unterstützung der Eisenbahnen die deutschen Revolutionsbrennpunkte nacheinander militärisch niederschlugen. Bis zum Endkampf in Rastatt. Damit war das Kapitel Revolution eigentlich geschlossen.

In Frankfurt allerdings nicht. Warum nicht?

Weil die Stadt ihre eigene „National“-Versammlung gewählt hatte - die der Frankfurter. Dabei ging es um eine Reformierung der Verfassung von 1816, der sogenannten Constitutions-Ergänzungs-Akte. Aus Protest gegen das militärische Vorgehen im September 1848 wählten die Frankfurter Links, also die radikalen Demokraten. Die dann eine radikal-demokratische Verfassung entwarfen.

Die genau wie aussah?

Es gab selbstredend keinen Monarchen, und auch nicht mehr den ständisch gegliederten Senat, sondern einen Regierungs- und Volksrat. Diese Verfassung ist wenig beachtet in der Geschichte. Dabei ist sie eigentlich die radikale Antwort auf das, was auf nationaler Ebene gescheitert war. So entwickelte sich in Frankfurt tatsächlich der Ansatz einer, fast noch über die französischen Vorbilder hinausgehende, ganz moderne demokratische Republik.

Trotz des Scheiterns in vielen Punkten - die Nationalversammlung ist der Grundstein für unsere heutige Demokratie. Warum?

Weil, wie bereits erwähnt, die Fürsten sich gezwungen sahen, ihren Staaten eine Verfassung zu geben. Eines der zentralen Ziele der Revolution war damit erreicht: die Einschränkung der Macht der Autokratie. Nach 30 Jahren war das ein großer Schritt in Richtung homogener politischer Verhältnisse als Grundlage einer nationalen Einheit. Das darf man nicht unterschätzen.

War Frankfurt so etwas wie der Vorreiter für die anderen deutschen Staaten?

Ja, Frankfurt war als drittes Zentrum der nationalen Revolution politisch aufgewertet worden. Dort hatte sich in den 1850er Jahren eine neue, links-liberale Bewegung formiert. Um die Frankfurter Zeitung, das Blatt von Leopold Sonnemann, herum. Die „Neudemokraten“ arbeiteten gezielt auf eine Neuauflage der Revolution hin. Sie waren maßgeblich an den Abgeordneten-Tagen beteiligt, die zu Beginn der 1860er Jahre, unter anderem in Frankfurt, stattfanden. Im Sommer 1863 trafen erstmals alle Abgeordnete aus den deutschen Landtagen in Frankfurt zusammen. Die Frankfurter Demokraten um Sonnemann waren es, die sogar vorgeschlagen haben, einen ständig tagenden Ausschuss zu bilden, was nicht zufällig an das Vorparlament erinnerte, das Ende März bis Anfang April in Frankfurt zusammengetreten war, um die Wahl einer Nationalversammlung vorzubereiten. Preußens Ministerpräsident Otto von Bismarck hat geschäumt, als er von diesen in der Frankfurter Zeitung abgedruckten Plänen erfuhr.

War es rückblickend 1848 zu früh für die Nationalversammlung?

Nein, das würde ich nicht sagen. Eigentlich erfüllte sie ja das, was seit dem Ende der Befreiungskriege auf der Tagesordnung gestanden hatte, weil sich in dem großen napoleonischen Kriegstheater Deutschland aufgrund seiner Fragmentierung schlecht hatte wehren können und dadurch zu einem verheerenden Kriegsschauplatz wurde.

Hat die Nationalversammlung aus Ihrer Sicht Fehler gemacht?

Das ist schwer zu beantworten. Aus heutiger Sicht würde man vielleicht sagen, dass man dem linksradikalen Flügel etwas mehr Gehör hätte schenken sollen. Im Nachhinein ist man allerdings immer klüger. Es geht jedoch vielmehr darum zu ergründen, an was sie genau gescheitert ist. Da ist etwa die Vernachlässigung von Macht und Gewalt ein wichtiger Aspekt.

Wenn man auf die heutigen Grundrechte schaut, wird deutlich, dass vieles, was damals beschlossen wurde, bis heute gilt. Die Abgeordneten müssen auch etwas richtig gemacht haben.

Ja. Vieles. Es wurde zwar oft gesagt, sie hätten zu lange diskutiert und zu wenig entschieden. Im Vergleich mit den anderen Ländern arbeiteten die deutschen Abgeordneten eigentlich sehr rasch. Binnen eines halben Jahres haben sie sich über grundlegende Dinge verständigt, sie in der Diskussion durchgesetzt und mit Mehrheiten beschlossen. Manchmal aufgeregt, aber trotzdem sachlich. Auf dem Boden von Grundrechten und Gesetzesstrukturen. Das ist das Wesentliche, was damals niedergeschrieben wurde und für Deutschland bis heute viel Wert hat.

Was man daran erkennt, dass die Verfassung von damals als Vorbild diente...

Ja, daran orientierten sich alle weiteren deutschen Verfassungen. Selbst die preußische von 1850, die des Kaiserreichs und die Weimarer Verfassung 1919. Auch in unserem Grundgesetz von 1949 haben wir Elemente von 1848. Es gibt so gesehen eine Traditionslinie der Demokratie in Deutschland. Sie gehört zu den Grundeinstellungen dieses Landes. Jede Generation muss diese Tradition für sich neu entdecken, weswegen das Erinnern an diese Revolution so notwendig ist.

Wie erinnert man daran?

Indem man darauf hinweist, wie diese Geschichte in den gegenwärtigen Auseinandersetzungen steckt. Aktuell wird vieles mehr oder weniger vom Krieg Russlands gegen die Ukraine diktiert. Das ist im Grunde genau die Auseinandersetzung um die Einhegung von Autokratie, die wir vor 175 Jahren geführt haben. An diesen Ereignissen sieht man, dass diese Auseinandersetzung noch lange nicht zu Ende geführt ist, sondern immer wieder neu geführt werden muss. Die Geschichte Deutschlands, aber auch die anderer Länder, ist ein Beleg dafür. Unsere Republik ist nicht in Erz gegossen, sondern bedarf einer großen Mehrheit von Demokraten. Deshalb ist der Paulskirche, dem ersten deutschen Parlament, eine lebhafte Erinnerung zu wünschen. Wichtiger aber ist noch, sich stets der mit einer demokratischen Verfassung verbundenen Freiheiten zu versichern. Sie sind nicht selbstverständlich.

Vierter Teil

In der vierten Folge unserer Serie schauen wir auf das Jahr 1848: Das Jahr der Revolution(en) in Deutschland und Europa.

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