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Weihnachtsgeschenke

Die Top 5 unterm Baum

Das Weihnachtsgeschäft läuft. Hessens Einzelhändler gehen von einer Umsatzsteigerung von 7,8 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr aus.

Das Weihnachtsgeschäft läuft. Hessens Einzelhändler gehen von einer Umsatzsteigerung von 7,8 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr aus. Auf Bundesebene rechnen die Einzelhändler mit einem Umsatzplus von 3,9 Prozent (wir haben berichtet). Auch in Frankfurt ist die Stimmung gut, wenngleich Dr. Joachim Stoll vor zu viel Euphorie warnt. Der Vertreter Frankfurts im hessischen Einzelhandelsverband sagt: „Schon im Vorjahr war das Ergebnis so gut, dass es nur schwer zu toppen ist.“ Während in den 4092 Einzelhandelsgeschäften jetzt so viel Umsatz gemacht wird wie selten, hat Thomas J. Schmidt sich in der Stadt umgehört: Was ist besonders gut gelaufen? Last-Minute-Käufer sollten sich beeilen: Einer der fünf von uns präsentierten Artikel ist bereits ausverkauft.

Weihnachtspullover mit möglichst hässlichen Motiven sind in diesem Jahr angesagt – nicht nur in den USA, dort kommt der Trend mal wieder her, sondern auch in Europa und Frankfurt. Ein Mitarbeiter bei C & A auf der Zeil berichtet: „Die Dinger gehen weg wie verrückt.“

Zumal sie auch nicht besonders teuer sind: 15 bis 19 Euro muss man dort bezahlen – für einen Baumwoll-Pullover. Es gibt die Pullis auch gestrickt, dann sind sie natürlich ein bisschen teurer. In allen Kaufhäusern werden die betont hässlichen Kleidungsstücke zurzeit angeboten. Hoffentlich tragen die Käufer sie selbst, statt sie zu verschenken.

In den USA gibt es sogar einen „Hässliche-Pullover-Tag“, und wahrscheinlich wird das in Deutschland auch bald ein offizielles Datum werden.

Oder die Pullover werden im neuen Jahr still entsorgt und zur Weihnacht 2017 redet niemand mehr davon...

Der Verkaufsschlager bei Priewe „Florale Träume“ in der Meisengasse 30 ist die Blumentorte. „Es gibt sie das ganze Jahr über“, sagt der Inhaber Erhard Priewe. „Aber immer der Jahreszeit angemessen, und zurzeit mit Nüssen, Orangenscheiben und sogar Weihnachtskugeln.“ Der Blumenstrauß hat in der kleinsten Version einen Durchmesser ab 20 Zentimetern und kostet ab 27,50 Euro. Er ist ein schönes Weihnachtsgeschenk, das wohl jedem Empfänger gefällt.

Das Spiel für die ganze Familie ist zurück, und besonders das Brettspiel, berichtet Franz Steul, Inhaber der Meder OHG in der Berger Straße. Kai Sohrmann, Fachverkäufer bei Meder, kennt den aktuellen Hit: „Die Exit-Reihe der Firma Kosmos verkauft sich gut. Oft genommen wird das Spiel ,Die Grabkammer des Pharao‘. Es kostet 12,99 Euro.“

Das Spielbrett wird dabei zum Inneren der steinernen Pyramiden, aus der die Spieler herausfinden müssen – nachdem sie in der mysteriösen Grabkammer gewesen sind. „Das ist ein hervorragendes Abenteuer für den Silvesterabend, wenn die ganze Familie beisammen ist“, sagt Sohrmann. Allerdings sollten die Kinder nicht zu klein sein: „Ab zwölf Jahre“, so lautet die Empfehlung. Da das Brettspiel im Verlauf des Abends zerstört wird, ist ein Exit-Spiel immer ein einmaliges Erlebnis.

Laufen ist nicht mehr einfach nur Laufen, Sport nicht mehr nur Sport. Ausgefeilte Technik hat längst Einzug gehalten. Sogenannte Fitness-Tracker überwachen dank Sensoren und Mikroprozessoren den Puls, zeichnen fitness- und gesundheitsrelevante Daten wie etwa Laufstrecken, Energieumsatz und in manchen Fällen auch Herzschlagfrequenz oder Schlafqualität auf. „In dieser Weihnachtssaison sind sie ein Verkaufsschlager“, sagt Robert Marquardt, Chef der Laufabteilung bei Sportscheck in der Schäfergasse 10. „Wir haben viele Tracker verkauft, als Geschenk oder für die Kunden selbst.“

Bestseller ist der „Fitbit Charge  2“. Bei Sportscheck kostet das Gerät 149,95 Euro. Es ähnelt einer Armbanduhr und misst die Schrittzahl, den Puls und auch den Kalorienverbrauch. Das ist vielleicht auch ein Wink mit dem Zaunpfahl an den Beschenkten – eine indirekte Aufforderung, im neuen Jahr mehr Sport zu treiben...

In der Buchhandlung Schutt in der Arnsburger Straße ist es ausverkauft, in anderen Buchhandlungen vermutlich auch. „Der Verlag kann es derzeit nicht liefern“, bedauert Angelika Schleindl, Inhaberin des Ladens. Der absolute Überraschungserfolg des Weihnachtsgeschäfts ist Max Goldts „Lippen abwischen und lächeln“ (500 Seiten, 24,95 Euro). Dabei handelt es sich um eine Wiederveröffentlichung der besten Texte des Satirikers. Im Oktober erschienen, stehe das Buch noch auf keiner Bestenliste, sagt Schleindl. „Trotzdem wird es stark nachgefragt. Aber ich muss bedauern, wir haben keines mehr, das Lager ist leer.“ Max Goldt alias Matthias Ernst ist Autor des Satiremagazins Titanic, entsprechend boshaft und witzig sind die Texte.

Schmöker sind ein beliebtes Weihnachtsgeschenk. Angelika Schleindls hat weitere Tipps. Bücher, die sich bei Schutt gut verkauft haben und noch vorrätig sind: „Das Buch vom Meer“ von Morten A. Strøksnes (19,99 Euro) und „Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur“ von Andrea Wulf (24,99  Euro).

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