Kulturdezernent

Frankfurt: Untermainbrücke soll Hoffmanns Namen tragen

Ein halbes Jahr nach dem Tod des langjährigen Frankfurter Kulturdezernenten Hilmar Hoffmann gibt es einen Vorstoß für die Ehrung des Politikers.

Ein halbes Jahr nach dem Tod des langjährigen Frankfurter Kulturdezernenten Hilmar Hoffmann gibt es einen Vorstoß für die Ehrung des Politikers. Der Vorsteher des Ortsbeirats 1, Oliver Strank (SPD), regt an, die Untermainbrücke nach dem ehemaligen Präsidenten des Goethe-Instituts zu benennen.

Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) trägt diesen Vorschlag ausdrücklich mit. „Wir begrüßen und unterstützen diese Bestrebungen, Hilmar Hoffmann zu würdigen“, sagte Hartwigs Sprecherin Jana Kremin.

Hoffmann, der in Frankfurt von 1970 bis 1990 als Kulturdezernent gearbeitet hatte, war am 1. Juni 2018 im Alter von 92 Jahren gestorben. Beim Ortsbeirat 1 (Bahnhof, Gallus, Gutleut, Innenstadt) und beim Ortsbeirat 5 (Niederrad, Oberrad, Sachsenhausen) liegt das Vorschlagsrecht für die Brückenbenennung. Die Untermainbrücke verbindet die Neue Mainzer Straße in der City mit der Schweizer Straße in Sachsenhausen und dem Museumsufer, dessen Bauten Hilmar Hoffmann initiiert hatte.

Ortsvorsteher Strank bezieht sich auf das Vorbild der Ignatz-Bubis-Brücke in Frankfurt. Bubis, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, war 1999 gestorben. Im Jahre 2000 hatte dann das Stadtparlament die vorherige Obermainbrücke umbenannt.

Strank bezeichnet in seinem Antrag den früheren Kulturdezernenten als einen „Brückenbauer“. Die Umbenennung der Brücke sei deshalb ein „würdiges Denkmal“ für den verstorbenen Politiker. Der Ortsvorsteher hat nach eigenen Worten in den zurückliegenden Wochen zahlreiche Vorgespräche geführt und ist dabei auf breite Unterstützung getroffen.

Auch der Frankfurter Verein „Kultur für alle“, der armen Menschen Teilhabe an der Kultur ermöglichen möchte, trägt die Umbenennung mit. „Ich halte das für einen würdevollen Vorschlag“, erklärt der Vereinsvorsitzende Götz Wörner. Damit werde in angemessener Weise an Hoffmanns Arbeit für kulturelle Teilhabe und Bildung erinnert.

Der Verein „Kultur für alle“ denkt noch über eine andere Idee nach, mit der das politische Erbe Hoffmanns gewürdigt werden soll. Alle zwei Jahre könnte die Stadt eine Auszeichnung vergeben, die explizit Bestrebungen gilt, kulturelle Teilhabe zu ermöglichen. Dieser Preis solle bewusst undotiert sein, sagte Wörner.

(jg)

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