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Roland Limberg auf dem Fahrrad, Robert auf dem Skateboard: Gemeinsam ist fast alles zu schaffen.

Oberräder Kinderbeauftragter

Vater-Sohn-Gespann hat viele Ideen

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Der neue Kinderbeauftragte von Oberrad ist kein Unbekannter: Roland Limberg hat sich in der Vergangenheit schon für einen neuen Hort und einen Abenteuerspielplatz im Stadtteil eingesetzt. Jetzt will er zusammen mit seinem 13 Jahre alten Sohn noch mehr für die Belange von Kindern und Jugendlichen machen.

„Sport ist für mich wie Urlaub“, sagt der Oberräder Roland Limberg (CDU), während er auf dem Fahrrad sitzt und sein Sohn auf dem Skateboard neben ihm herfährt. Sein Trainingsgelände ist der Stadtwald. Dort trainiert er fast täglich. Der 57-Jährige ist leidenschaftlicher Triathlet, sprich: er schwimmt, fährt Rad und läuft auf Zeit. „Dabei kann ich den Kopf abschalten, konzentriere mich nur auf mich und komme auf neue Ideen.“ Die kann er auch gebrauchen. Denn Roland Limberg ist der neue Kinderbeauftragte von Oberrad.

Im Stadtteil ist er kein Unbekannter, wenn es um die Belange von Kindern und Jugendlichen geht. Schon in der Vergangenheit hat er sich für sie stark gemacht. So hat er sich dafür eingesetzt, dass in Oberrad ein Abenteuerspielplatz entsteht und ein Schulbus zur Heinrich-Kraft-Schule nach Fechenheim fährt. Zudem ist es ihm zu verdanken, dass Schülerladen Tausendfüßler eröffnet und ein Behindertenparkplatz vor der Gruneliusschule eingerichtet wurde. Begonnen mit seinem Engagement hat er, als sein Sohn in den Kindergarten kam. „Ich war der erste männliche Kindergartenausschussvorsitzende und im Elternbeirat“, erzählt Limberg und begründet diesen Schritt mit den Worten: „Ich will aktiv die Entwicklung meines Kindes und die Umstände in seinem Umfeld begleiten.“ Seitdem ist er auch im Kindernetzwerk und dem Regionalrat Oberrad engagiert.

Und nun ist er eben noch Kinderbeauftragter: „Ich habe seit Jahren kritisiert, dass hier nichts passiert“, sagt er. „Ob ich das jetzt mache oder nicht, meinen Mund hätte ich sowieso nicht gehalten.“

Roland Limberg ist gebürtiger Oberräder, hier ist er aufgewachsen, hier lebt er auch heute noch. „Ich hatte hier eine schöne Kindheit und Jugend“, sagt Limberg. In ausgebombten Häusern hätten er und seine Freunde gespielt, noch wenig Verkehr hätte auf den Straßen geherrscht. „Wir konnten uns frei bewegen.“ Auch heute noch mag er den dörflichen Charakter, wie er sagt. Nach dem Abitur an der Carl-Schurz-Schule in Sachsenhausen – das Gymnasium besucht nun auch sein Sohn – hat er zunächst das Handwerk des Gärtners gelernt. In dem Gärtnerdorf Oberrad nicht unbedingt eine Seltenheit. Doch Limberg bildete sich fort, entwickelte sich weiter. Heute ist er Arbeitsvermittler für Jugendliche unter 25 Jahren bei der Agentur für Arbeit. „Ich arbeite gerne mit Kindern und Jugendlichen zusammen, sie sind unsere Zukunft.“

So möchte er es auch als Kinderbeauftragter handhaben. Er will sich nicht nur um die Belange der Kinder, sondern auch um die Jugendlichen kümmern. Ideen hat er schon viele. „Wir müssen Alternativen fürs Fußballspielen schaffen“, sagt Limberg. So könnte er sich eine Skaterbahn für Oberrad vorstellen und eine Pumptrackbahn, sprich: eine Strecke für Mountainbiker. „Entsprechende Flächen habe ich schon ins Auge gefasst“, sagt der Familienvater. Und natürlich will er sich auch weiterhin für den Abenteuerspielplatz einsetzen.

Zur Unterstützung hat er sich seinen Sohn mit ins Boot geholt. „Gemeinsam wollen wir uns die Spielplätze anschauen“, sagt Limberg. „Als 13-Jähriger hat er einen ganz anderen Blick auf die Dinge als wir Erwachsenen.“ Zudem mache es den jungen Menschen, so denkt Limberg, Spaß in ihrem Stadtteil etwas zu bewegen und mitzugestalten. Das kann Robert bestätigen. Bei einem Skaterpark und einer Mountainbikeanlage ist er ganz auf Papas Seite. Einen Basketballplatz könne er sich auch noch vorstellen. Doch bis die Ideen realisiert sind, fahren die beiden weiter zusammen durch den Stadtwald – der eine auf seinem Rad, der andere auf dem Skateboard.

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