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Verbraucherschützer warnen vor Fake-WhatsApp-Nachrichten

Ein kleiner Klick, der großen Ärger machen kann. Aktuell sind sogenannte WhatsApp-Kettenbriefe in Umlauf, die zum Beispiel mit 250-Euro-Gutscheinen von Rewe, Ikea oder H&M werben. Die Nachrichten fordern dazu auf, auf einen Link zu klicken, um den Gutschein zu erhalten.

Ein kleiner Klick, der großen Ärger machen kann. Aktuell sind sogenannte WhatsApp-Kettenbriefe in Umlauf, die zum Beispiel mit 250-Euro-Gutscheinen von Rewe, Ikea oder H&M werben. Die Nachrichten fordern dazu auf, auf einen Link zu klicken, um den Gutschein zu erhalten.

Anstatt eines Gutscheines gibt es aber am Ende des Monats einen mysteriösen Kostenpunkt auf der Mobilfunkrechnung. Hinter den WhatsApp-Kettenbriefen stecken clevere Trickbetrüger, die sich mit einer ausgeklügelten Methode an ahnungslosen Smartphone-Nutzern bereichern.

Der Betrug funktioniert eigentlich durch eine ganz praktische Funktion: das WAP-Billing.

Eigentlich ist WAP-Billing eine einfache Methode, Zahlungen über die Mobilfunknummer zu ermöglichen. Damit lassen sich zum Beispiel Klingeltöne kaufen. Dieses einfache Prinzip machen sich die Kriminellen zunutze. Denn vielen Nutzern ist gar nicht bewusst, dass sie mit dem Klick auf den Link etwas gekauft haben. So werden aus Versehen Abos bestellt, die monatlich Geld über die Mobilfunkrechnung abbuchen.

Grundsätzlich gilt: Unternehmen wie Rewe und Ikea haben andere Marketing-Strategien. "Offizielle Gewinnspiele und -Aktionen werden grundsätzlich über Unternehmenskommunikationskanäle ausgelobt. Das können die Website, Facebook oder  im Rahmen einer Kooperation mit einem namhaften Print-/Online-Medien sein", sagt Thomas Bonrath, Pressesprecher bei Rewe.

Ein weiteres wichtiger Hinweis auf eine Betrüger-Masche ist, dass der Gewinn erst dann ausgezahlt wird, wenn man die Nachricht an weitere Personen weiterleitet. Denn damit stellen die Trickdiebe sicher, dass die Nachricht möglichst viele Menschen erreicht. So etwas macht kein seriöses Unternehmen.

Die Täter aufzuspüren ist in der Regel schwierig. Deshalb sollte man am besten sofort Kontakt zu seinem Mobilfunkanbieter aufnehmen und die Abofalle melden. Denn tatsächlich ist, rechtlich gesehen, gar kein Vertrag zustande gekommen. Das Abo lässt sich also problemlos wiederrufen.

Außerdem raten Verbraucherschützer dazu, beim Provider Drittanbieter sperren zu lassen. Der ist gesetzlich dazu verpflichtet, auf Antrag eine solche Sperre einzurichten.

Für diesen Artikel haben wir uns von Peter Lassek, Jurist bei der Verbraucherzentrale Hessen, beraten lassen.

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