+
Schon häufiger blieben Frankfurts U-Bahnen im Depot, wenn die Fahrer mit den Arbeitgebern um ein besseres Gehalt verhandelten.

Frankfurt

Verdi-Streik am Freitag: Alles, was Sie wissen müssen

Verdi ruft die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes für Freitag zu umfangreichen Warnstreiks in Frankfurt auf. Wir sagen Ihnen, welche Betriebe bestreikt werden.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ruft für Freitag, 13. April, zu umfangreichen Warnstreiks im öffentlichen Dienst in Frankfurt auf.

Nach Angaben der Gewerkschaft sollen folgende Betriebe und Institutionen bestreikt werden:

  1. Frankfurter Stadtentwässerung
  2. Frankfurter Entsorgungsbetriebe
  3. Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF)
  4. Städtische Bühnen
  5. Klinikum Höchst
  6. Stadtverwaltung Frankfurt
  7. Praunheimer Werkstätten
  8. Verein Arbeits- und Erziehungshilfe
  9. AWO-Bezirksverband Hessen-Süd
  10. Orthopädische Klinik Friedrichsheim
  11. Heilig-Geist-Klinik
  12. verschiedene weitere Kliniken in öffentlicher Hand

Die Streikenden wollen am Vormittag in der Frankfurter Innenstadt demonstrieren. Für 11.15 Uhr ist eine Kundgebung auf dem Rossmarkt angesetzt.

Vor allem die Streiks im öffentlichen Nahverkehrdürften viele Frankfurter betreffen: Am Freitag werden alle neun U-Bahn-Linien und alle zehn Straßenbahnlinien der Stadt bestreikt. "Gerade das Bestreiken der U-Bahn (...) wird viele Fahrgäste schmerzhaft treffen", heißt es auf der Website der VGF. S-Bahnen und Busse sollen am Freitag aber planmäßig fahren. Die Verkehrsgesellschaft bittet Fahrgäste, sich vor Fahrtantritt aktuelle Informationen einzuholen - entweder auf der oder telefonisch unter 069 24 24 80 24.

Außerdem sollen verschiedene Kindertagesstättenbestreikt werden. In welchen Einrichtungen konkret die Arbeit niedergelegt werden soll, ist zurzeit noch nicht bekannt.

Auch das Schauspiel Frankfurt wird bestreikt. Die Städtischen Bühnen haben darum umdisponiert. Mehrere für Freitag vorgesehene Vorstellungen .

Die betroffenen Klinikenhaben sich auf den Streiktag eingestellt. Nicht akut erforderliche Eingriffe werden verschoben.

Die Warnstreiks erfolgen vor der dritten - und mutmaßlich entscheidenden - Verhandlungsrunde für die Tarifbeschäftigten des Bundes und der Kommunen. Verdi fordert für die rund 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Außerdem sollen Ausbildungsvergütungen und Praktikumsentgelte angehoben werden. "Die Arbeitgeber haben bislang kein Angebot vorgelegt", sagte Verdi-Chef Frank Bsirske in Berlin. Diese "Blockadehaltung" müsse aufgegeben werden. Die nächste Tarifrunde ist für den 15. und 16. April in Potsdam angesetzt.

Alle aktuellen Infos zu den Warnstreiks am Freitag finden Sie in unserem   .

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare