Verdienstorden für Frauenforscherin

Mit freundlichen Worten hat Oberbürgermeister Peter Feldmann Eva Brinkmann to Broxten im Römer das Verdienstkreuz am Bande überreicht.

Sie bereichern die Stadtgesellschaft auf vielen Gebieten. Sie sind Frauenforscherin, Stifter-Persönlichkeit und Mundart-Kennerin, ohne Sie wäre unsere Stadt um einiges ärmer, daher freue ich mich sehr über die Auszeichnung für Sie“, mit diesen Worten hat Oberbürgermeister Peter Feldmann Eva Brinkmann to Broxten im Römer das Verdienstkreuz am Bande überreicht.

Eva Brinkmann to Broxten entstammt einer Frankfurter Unternehmerfamilie, war in den 70er Jahren in der Frauenbewegung aktiv und gründete 1983 das Frankfurter Institut für Frauenforschung. Ziel des Instituts war es, feministische und interdisziplinäre Forschung zu fördern. Perspektive war dabei stets, die Handlungsspielräume und Lebenschancen von Mädchen und Frauen zu erweitern.

Im Jahr 2000 löste sie das Institut auf und gründete zusammen mit Renate Matthei, Uschi Madeisky und Brunhilde Ritzefeld die Stiftung „Maecenia“. Das Startkapital entnahm sie ausschließlich ihrem Privatvermögen. Auch in dieser institutionellen Form geht es ihr darum, gesellschaftliche Veränderungen anzustoßen, indem sie Frauenprojekte fördert und ermöglicht, die sich aus der Sicht der Frauen kritisch mit der Gesellschaft auseinandersetzen.

„Gerade auch der Zorn über die mangelnde Würdigung der Leistung der Frauen war ein wichtiger Antriebsgrund für die Gründung ihrer Stiftung“, so der Oberbürgermeister bei der Feierstunde. Mehr als hundert Projekte wurden seit der Gründung durch „Maecenia“ gefördert. Und noch auf einem ganz anderen Forschungsfeld ist die Stifterin seit ihrer Dissertation tätig. Sie erforscht die Frankfurter Mundart. Feldmann: „Eva Brinkmann to Broxten spürt dem Verbleib der Mundart in Alltag oder Theater nach. Und das verbunden mit einer Einordnung in die gesellschaftlichen Hintergründe.

(pia)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare