Umbau der U-Bahn-Station Westend

Verkehrsdezernent lässt Schrägaufzug prüfen

  • schließen

Beim barrierefreien Umbau der U-Bahn-Station Westend wird jetzt doch eine Alternativ-Lösung in Erwägung gezogen. „Ich habe die VGF gebeten zu prüfen, ob ein Schrägaufzug realisiert werden kann“,

Beim barrierefreien Umbau der U-Bahn-Station Westend wird jetzt doch eine Alternativ-Lösung in Erwägung gezogen. „Ich habe die VGF gebeten zu prüfen, ob ein Schrägaufzug realisiert werden kann“, sagte Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD). Eine solche Lösung, die es zum Beispiel in Bochum gibt, hatte die Bürgerinitiative „Rettet die U 5“ vorgeschlagen. Bisher war ein klassischer Aufzug geplant, der aber mitten in der Bockenheimer Landstraße an die Oberfläche kommen würde. Diese Lösung hatte der Ortsbeirat wegen Sicherheitsbedenken abgelehnt.

Die Initiative hatte hingegen einen Aufzug vorgeschlagen, der vom Bahnsteig nicht senkrecht nach oben, sondern frei schwebend auf einer Schiene schräg nach oben verläuft. Er könnte auf dem Bürgersteig ans Tageslicht gelangen. Ob sich diese Variante realisieren lässt, ist laut Oesterling noch offen. Problematisch könnte es sein, dass die Tunnelröhre an einer anderen Stelle durchbrochen wird als bisher geplant. Das könnte bedeuten, dass der U-Bahn-Betrieb über einen langen Zeitraum unterbrochen werden müsste. Für Oesterling wäre das ein Grund, diese Lösung nicht weiterzuverfolgen. Im vergangenen Herbst hatte er den Senkrechtaufzug verteidigt, der noch unter seinem Vorgänger Stefan Majer (Grüne) geplant worden war. Aber er hatte auch betont, dass noch nichts entschieden sei.

Die Station Westend ist eine der letzten im gesamten U-Bahn-Netz, die noch nicht barrierefrei ist. Am Eschenheimer Tor werden derzeit Aufzüge gebaut, für die Station Römerstadt muss erst noch eine Lösung geplant werden. Die Haltestelle Niddapark, die während der Bundesgartenschau 1989 schon einmal barrierefrei war, bekommt einen stufenlosen Zugang wohl erst, wenn die geplante S-Bahn-Station Ginnheim fertig ist.

(mu)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare