U-Bahnwagen

Verkehrsgesellschaft verabschiedet U2-Wagen

Die VGF mustert die letzten Wagen des Typs „U2“ aus. Diese U-Bahnwagen bildeten seit Eröffnung der ersten Strecke das Rückgrat des Frankfurter Nahverkehrs.

Die VGF mustert die letzten Wagen des Typs „U2“ aus. Diese U-Bahnwagen bildeten seit Eröffnung der ersten Strecke das Rückgrat des Frankfurter Nahverkehrs. Zum Abschied organisieren die VGF und der Verein Historische Straßenbahn Frankfurt (HSF) für Sonntag, 3. April, einen öffentlichen Pendelverkehr zwischen Römerstadt und Oberursel Bahnhof – zum Erinnern und Mitfahren, zum Genießen und Fotografieren.

Von der Aufnahme des U-Bahn-Betriebs am 4. Oktober 1968 an prägten sie das Bild der Frankfurter U-Bahn: die Triebwagen des Typs „U2“. Anders als bei den Straßenbahn-Typen, die – mit „A“ beginnend – in Frankfurt mit Buchstaben bezeichnet werden, wurden die U-Bahn-Typen nummeriert. Der „U2“ war also schlicht der zweite Typ, der in Frankfurt für das beginnende U-Bahn-Zeitalter angeschafft wurde. Waren es zum Zeitpunkt der Betriebsaufnahme zunächst 20 Fahrzeuge, wuchs ihre Zahl im Laufe der Jahre und des kontinuierlich ausgebauten Streckennetzes auf insgesamt 104 Wagen.

Schon 2008 hat die VGF damit begonnen, die teilweise mehr als 40 Jahre alten Veteranen auszumustern. Mit der Inbetriebnahme des neuen Typs „U5“ wurden die „U2“-Wagen sukzessive außer Dienst gestellt und – da für diese Altfahrzeuge mit hohen Fahrzeug-Böden keine Abnehmer gefunden werden konnten, schließlich sind hohe Bahnsteige für ihren Betrieb nötig – größtenteils verschrottet. Dieses Jahr werden die letzten Bahnen, die noch als Reserve vorgehalten werden, außer Dienst genommen. Entwickelt wurde der „U2“ aus den beiden Prototypen der Frankfurter U-Bahn-Fahrzeuge. Diese wurden als Typ „U1“ bezeichnet, 1965 gebaut und von Mai 1966 an getestet. Hersteller der „U1“ wie auch der folgenden Baureihen „U2“, „U3“ und „U4“ war Siemens Duewag.

Ein Exemplar des Urtyps steht übrigens im Schwanheimer Verkehrsmuseum der VGF, eine zeitlose, cremefarbene Schönheit, die leider nicht mehr fahrfähig ist.

Mit der zunehmenden Zahl der neuen „U5“-Wagen des kanadischen Herstellers Bombardier zeichnete sich das Ende der „U2“-Wagen ab. Schon seit 2012 werden auf der „A-Strecke“ keine „U2“-Wagen mehr eingesetzt. Im Frühjahr 2015 wurde auch der Betrieb der Linie U4 auf neue Fahrzeuge umgestellt. Inzwischen werden sie auch auf der „C-Strecke“ nicht mehr planmäßig eingesetzt, sondern stehen nur noch als Reserve zur Verfügung.

Anlässlich des Ausscheidens der letzten „U2“-Wagen aus dem Betrieb organisieren VGF und HSF am Sonntag, 3. April 2016, einen öffentlichen Pendelverkehr zum Mitfahren und Fotografieren. Mehrere aus Triebwagen des Typs „U2“ gebildete Züge werden zwischen 10 und 16 Uhr zunächst im 30-, später im 20-Minuten-Takt zwischen der Römerstadt und dem Bahnhof Oberursel pendeln. Der Fahrplan ist im Internet zu finden:

Die Fahrten sind öffentlich, Zu- und Ausstieg ist an allen Stationen entlang der Strecke möglich, Fahrgäste benötigen lediglich eine gültige RMV-Fahrkarte.

(red)

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