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Arbeiter installieren an der Hauptwache eine Überwachungskamera. foto: Bernd kammerer

Versammlungsverbot

Videoüberwachung für die Silvesternacht

Wie die Polizei zum Jahreswechsel kontrolliert. Neue Kamera an der Frankfurter Hauptwache.

Frankfurt -Die Überwachungskamera, die gestern an der Hauptwache installiert wurde, ist nicht die, die schon seit 2017 gefordert wird, um die öffentliche Sicherheit zu verbessern. Es handelt sich lediglich um eine temporäre Kamera, die die hessische Polizei aufbaut. "Wir wollen die Situation in der Silvesternacht besser sichern", sagte Polizeisprecher Benjamin Wiewiorra. Dies sei auch in den Vorjahren schon so gewesen. "Die Kameras werden an verschiedenen Stellen aufgebaut", so der Polizeisprecher, je nach Lageeinschätzung.

Dieses Jahr wird die Silvesternacht noch etwas anders werden, denn große Zusammenkünfte auf der Straße sind verboten: Es herrscht ein bundesweites An- und Versammlungsverbot und zudem ein generelles Feuerwerksverbot. Also ist die Hauptwache im Fokus der Polizei.

In diesem merkwürdigen Jahr könnte es nicht nur darum gehen, gefährliche Situationen in der Silvesternacht zu erkennen und gegebenenfalls Verstärkung ausrücken zu lassen - es könnte unter Umständen schon darum gehen, die bloße "Ansammlung" aufzulösen, nicht nur an der Hauptwache, sondern auch an anderen neuralgischen Stellen in der Innenstadt. Generell gilt, dass höchstens fünf Erwachsene aus zwei Haushalten miteinander in der Öffentlichkeit feiern dürfen. Treffen sie auf andere Gruppen, dann kann es als "Ansammlung" gesehen werden, "wenn der Mindestabstand nicht eingehalten wird", wie Andrea Brandl, Referentin bei Sicherheitsdezernent Markus Frank (CDU), gestern sagte.

Indessen: Die 2018 beschlossenen städtischen Überwachungskameras kommen doch, und zwar im ersten Quartal 2021. Dies bestätigte Brandl ebenfalls. "Die beiden Kameras an der Hauptwache stehen schon. Es fehlt noch das Kabel zum Polizeipräsidium", sagte sie. Die Masten für die Kameras an der Konstablerwache werden im ersten Quartal installiert. Es handelt sich dabei um städtische Kameras, die potenzielle Täter abschrecken sollen. Der sicherheitspolitische Sprecher der CDU im Römer, Christoph Schmitt, geht davon aus, dass die außerdem geplanten städtischen Videoanlagen am Hauptbahnhof und in der Taunusstraße/Elbestraße ebenfalls 2021 in Betrieb gehen. Auch Andrea Brandl ist da zuversichtlich. tjs

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