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Sonya Kraus und Margit Sponheimer helfen immer gerne.

Stadtgeflüster

Viele „Schätzchen“ für Obdachlose

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Alle Jahre wieder kommen sie zusammen, um Gutes zu tun. Am gestrigen Nikolausabend haben mehr als 30 Prominente mehr als 600 Obdachlose

Alle Jahre wieder kommen sie zusammen, um Gutes zu tun. Am gestrigen Nikolausabend haben mehr als 30 Prominente mehr als 600 Obdachlose glücklich gemacht. Im Ratskeller servierten sie 704 Gänsekeulen, 1400 Klöße und 100 Kilogramm Rotkohl.

Unser Chefredakteur Dr. Max Rempel und Initiator Bernd Reisig.

Bernd Reisig und seine Stiftung „Helfen helfen“ unter dem Dach der IB-Stiftung (Internationaler Bund) stellten dieses Weihnachts-essen auf die Beine. Zum siebten Mal. Zu den prominenten Kellnern, die den Gästen in zwei Schichten die Leckereien an die Tische brachten, zählten die Schauspielerin Uschi Glas , Frankfurts Vorzeigemoderatorin Sonya Kraus , Stadtrat Mike Josef , der stellvertretende Ministerpräsident Tarek Al-Wazir , Peter Fischer , Präsident der Eintracht, Börsenexperte Frank Lehmann , Schauspielerin Margit Sponheimer , Comedian Chin Meyer sowie der Chefredakteur dieser Zeitung, Dr. Max Rempel , und die beiden Comedians Lars Niedereichholz und Ande Werner vom Comedy-Duo „Mundstuhl“.

„Mit dieser Aktion möchten wir Respekt und Gemeinsinn vorleben“, sagte Stiftungsgründer und Initiator Reisig, während das Saxofon-Quartett des Bundespolizeiorchesters aus München Weihnachtslieder spielte. Comedian Woody Feldmann sang, und Oberbürgermeister Peter Feldmann sprach. Er redete davon, dass „diese Stadt nicht zu reich für arme Kinder und zu reich für soziale Kälte ist“. Mit dieser Veranstaltung solle gezeigt werden, das diese „prosperierende, wohlhabende Stadt“ nicht kalt sei. „Der Römer gehört Ihnen“, lud der Rathauschef die Bedürftigen zum Essen ein. Es gelte, nicht nur einmal Zusammenhalt zu zeigen, sondern diesen „in Zukunft aufrecht zu erhalten – den braucht’s jeden Tag“.

Schauspielerin Uschi Glas, auch ?Schätzchen? genannt, war eigens aus München angereist, den Bedürftigen Gänsekeule, Klöße und Rotkohl zu reichen.

„Es ist mir jedes Jahr eine besondere Ehre, gemeinsam mit prominenten Unterstützern den Obdachlosen Essen zu servieren und ihnen damit zu zeigen: Ihr seid, wie alle Bürger, im Römer willkommen“, betonte der OB.

„Es ist positiver Stress, das alles auf die Beine zu stellen. Es macht Spaß, und wenn alles geschafft ist, dann bringt mir das auch viel Freude“, so Bernd Reisig über seine Motivation. „Aber ganz ehrlich: Am besten wäre es, wenn diese Veranstaltung gar nicht nötig wäre. Dann hätten wir Obdachlosigkeit und Armut besiegt.“

So weit ist es – leider – noch lange nicht. Und so sagte denn auch die mit ihrem Mann Dieter Hermann aus München angereiste Uschi Glas: „Bernd fragte mich und weil er so engagiert ist und so viel Gutes tut, sind wir hergefahren, obwohl zurzeit so viel los ist, wie immer so kurz vor Weihnachten.“ Ähnlich sieht es TV-Moderatorin Sonya Kraus: „Diese Nummer hier ist so nah an den Menschen. Das macht mich so glücklich, dass die Menschen das genießen.“ „Freude geben heißt Freude erleben“, erklärte Margit Sponheimer, warum sie mitmacht.

Das gemeinsame Essen mache die Gäste glücklich, ist sich Tarek Al-Wazir sicher. Mehrmals hat er schon mitgemacht. Beim ersten Mal sei ihm das ein wenig suspekt gewesen, mit all dem Medienauflauf. „Schließlich sollten wir nicht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen, sondern die Bedürftigen.“ Doch seine Meinung änderte sich. „Es ist ein Signal dafür, dass alle Menschen gleich viel Wert sind“, so der Minister.

Auch Eintracht-Präsident Peter Fischer ist von Anfang an dabei: „Es ist schade, dass wir für die anderen 364 Tage, die bleiben, leider nur sehr wenig machen können“, sagte er. Auch Dr. Max Rempel, Chefredakteur dieser Zeitung, hilft gerne. Es sei schön, in der Vorweihnachtszeit Menschen, denen es nicht so gut geht, etwas zu geben und sie mit dieser Aktion zu unterstützen.

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