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Löwen-Kapitän Adam Mitchell (Mitte) posiert mit seinen Mitspielern beim Bundesligaspiel Eintracht Frankfurt gegen VfL Wolfsburg in der Commerzbank Arena in Frankfurt.

Stadtgeflüster

Viele Sportler sind Eintracht-Fans

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Spieler der Frankfurter Eishockey-Mannschaft waren gestern zu Gast in der Weltmeisterschaftsarena an der Mörfelder Landstraße, die trotz Abendspiel am Sonntag bestens gefüllt war. „

Die Adler spielen gegen die Wölfe und die Löwen schauen zu. Spieler der Frankfurter Eishockey-Mannschaft waren gestern zu Gast in der Weltmeisterschaftsarena an der Mörfelder Landstraße, die trotz Abendspiel am Sonntag bestens gefüllt war. „Es ist in diesem Jahr das erste Mal, dass wir im Stadion sind. Aber es ist ein tolles Erlebnis“, sagte Löwen-Kapitän Adam Mitchell . Gut 48 000 Zuschauer wollten das Match von Eintracht Frankfurt gegen VfL Wolfsburg sehen. Die Adlerträger unterlagen mit 1:2.

Oliver Frankenbach und John Degenkolb heben auch den Daumen.

Unter den Stadionbesuchern weilten auch zwei Herren, die in beiden Vereinen ihr Brötchen verdient haben und noch verdienen: Patrick Ochs und Sebastian Jung . Der Frankfurter Bub Ochs machte mehr als 200 Spiele für Eintracht Frankfurt, wechselte dann nach Wolfsburg und drückte gestern dennoch den Adlerträgern die Daumen. „Eintracht Frankfurt spielt einen sehr guten Fußball und das Team steht zu Recht da oben in der Tabelle“, findet der 34-Jährige, der mit Wolfsburg auch den Deutschen Pokal gewann. Nachdem sein Vertrag beim VfL Wolfsburg nicht verlängert wurde, kehrte Ochs zu Beginn der Saison 2016/17 in seine Heimat zum FSV Frankfurt zurück. „Ich hoffe und glaube, dass die Eintracht auch am Ende der Spielzeit auch weit vorne stehen wird. Sie sind so gut drauf, warum sollte man da was anderes denken“, so Patrick Ochs, der zurzeit vereinslos ist. Wie es mit ihm weitergeht, könne er noch nicht sagen. Sehr gerne würde er etwas im Bereich Fußball machen – klar.

Sebastian Jung stand für die Eintracht 148 Mal auf dem Platz und steht noch beim VfL Wolfsburg unter Vertrag. In seiner Brust müssten also zwei Herzen schlagen. „Mit einem solchen Höhenflug der Eintracht habe ich vor Saisonstart nicht gerechnet“, sagt er. „Zehn Siege aus elf Spielen, das ist toll. Aber wir werden diese Serie heute brechen“, sagte er voraus. Er sei derzeit noch verletzt, verfolge alle Spiele der Eintracht, „aber trotzdem freue ich mich über drei Punkte für uns, denn die Eintracht hat mehr als wir“, scherzt Jung.

Daumen hoch: Sebastian Jung (links) und Patrick Ochs.

Von der Vorstandsloge von Eintracht Frankfurt aus verfolgt Radrennprofi John Degenkolb das Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften. Auch der 29-Jährige ist vom Höhenflug der Adler erfreut. „Das hätte zu Beginn der Spielzeit wahrlich niemand voraussagen können“, so Degenkolb, der gestern mal nicht trainierte. „Nach dem Pokalsieg hatte ich gehofft, dass sie den Hype aufrecht erhalten, doch dass das so gut wird, hätte ich nicht gedacht“, gibt er zu. Er reist demnächst nach Sizilien und Mallorca. Während andere dort urlauben würden, muss er strampeln, was die Waden hergeben. In der Loge traf er Oliver Frankenbach vom Vorstand der Eintracht und leidenschaftlicher Radfahrer. „In diesem Jahr müsste ich noch die 7000 Kilometer packen“, sagt Frankenbach, der zwar viel radelt, im Gegensatz zu Degenkolb aber nicht für Wettbewerbe trainiert. „Schön wäre es, wenn John nach seiner Karriere ein Botschafter für Eintracht Frankfurt werden könnte. Denn es ist immer gut, wenn sich prominente Sportler für unseren Verein engagieren.“

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