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Vier Festnahmen am Rossmarkt: Aufgeheizte "Freie Bürger"-Demo in Frankfurt

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Der Pegida-Ableger „Freie Bürger für Deutschland“ kündigt für Samstag eine Kundgebung in der Innenstadt an. Heidi Mund und ihre Mitstreiter wollen sich „für eine geregelte Asylpolitik“ und gegen Asylmissbrauch aussprechen. Mehrere linke Gruppen rufen zu einer Gegendemo auf.

Die Demonstration von Heidi Munds islamkritischer Initiative "Freie Bürger für Deutschland" ist beendet. Die Situation in der Innenstadt normalisiert sich wieder. Vier der Gegendemonstranten wurden bei der Demonstration festgenommen wegen Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, versuchte Gefangenenbefreiung und Verstoß gegen das Versammlungsgesetz. Drei Polizisten seien verletzt worden, meldete die Polizei. Im Anschluss an die Demo der Islamgegner kam es zu einer Spontandemo der Gegendemonstranten vor dem Polizeipräsidium, bei der die Freilassung der festgenommenen Demonstranten gefordert wurde. Hierbei wurden auch Böller gezündet. Ihre nächste Kundgebung hat die ehemalige Pegida-Gruppierung, wo auch regelmäßig Rechtspopulisten wie Michael Stürzenberger zu Wort kommen, für Montag, 20. April angekündigt. Was genau bei der Demo passiert ist, lesen Sie hier!

+++ 19.53 Uhr +++ Wir schließen den Live-Ticker

Noch immer verharren etwa 50 Menschen vor dem Polizeipräsidium und verlangen die Freilassung von drei weiteren Gegendemonstranten, die am Nachmittag festgenommen worden waren. Derzeit werde noch geprüft, welcher Straftatbestand vorliegt, sagte eine Sprecherin der Polizei. Vorm Polizeipräsidium verlaufe inzwischen alles friedlich, sagt die Sprecherin. Wir beenden darum unseren Live-Ticker zur Demonstration am Rossmarkt und wünschen allen, die in der Innenstadt unterwegs sind noch einen ruhigen Samstagabend.

+++ 19.19 Uhr +++

Tatsächlich ist die Spontandemo zum Polizeipräsidium gezogen. Daraufhin kam es zu Verkehrsbehinderungen im Bereich Eschersheimer Landstraße / Adickesallee. Dort wurde gerade eine der festgenommen Personen vom Nachmittag auf freien Fuß gesetzt. Das twitterte die Polizei dazu:

Wiedersehen macht Freu(n)de! Eine Person wurde gerade entlassen

— Polizei Frankfurt (@Polizei_Ffm)

+++ 18.28 Uhr +++

Eine Spontandemo aus etwa 300 Demonstranten soll in nördliche Richtung gezogen sein, wohl mit dem Ziel Polizeipräsidium.

+++ 18.15 Uhr +++

Die letzten Demonstranten der "Freien Bürger" wurden soeben durch die Tiefgarage am Rossmarkt vom Platz eskortiert. Zurück bleiben die zahlreichen Gegendemonstranten. Wird es noch eine Spontandemo geben?

+++ 18.08 Uhr +++

Ein Teil der Islamkritiker ist in den weißen Transporter eingestiegen, vor dem vorher demonstriert wurde und hat den Rossmarkt fluchtartig über eine rote Ampel in Richtung des Bahnhofsviertels verlassen.

+++ 18.03 Uhr +++

Einige Demonstranten sind inzwischen vom Platz eskortiert worden. Andere warten noch immer, bis die Gegendemonstranten den Weg in Richtung Hauptwache frei machen. Das diskutieren gerade Vertreter der Gegendemonstranten mit den Polizisten.

+++ 17.59 Uhr +++

Die Polizei hat erste Zahlen zur heutigen Demonstration veröffentlicht: Es gab vier Festnahmen wegen Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, versuchte Gefangenenbefreiung und Verstoß gegen das Versammlungsgesetz (Überwinden der Zäune). Drei Polizisten seien verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher.

+++ 17.52 Uhr +++

Vor der Passage Rossmarkt 12 hat sich ein Pulk aus Islamgegnern, Polizisten und Gegendemonstranten gebildet. Die Polizei will die Demonstranten um Heidi Mund in Richtung Hauptwache eskortieren, die Gegendemonstranten haben ihnen den Weg versperrt.

+++ 17.32 Uhr +++

Das Singen der Nationalhymne deutet an, dass die Kundgebung von Heidi Mund und ihren Mitstreitern ihrem Ende zugeht. Heidi Mund kündigt die nächste Demo der "Freien Bürger" für Montag den 20. April an. "Wir kommen wieder! Wir werden immer mehr!", sagte Mund ganz am Ende der Demo. Die Antwort war ein erneutes Pfeifkonzert aus der Menge.

+++ 17.25 Uhr +++

Die Polizei betont: "Randalierer sind die Ausnahme und nicht die Regel!"

Wie man sieht, sind Randalierer zum Glück die Ausnahme und nicht die Regel

— Polizei Frankfurt (@Polizei_Ffm)

+++ 17.10 Uhr +++

Michael Stürzenberger hetzt am Rossmarkt gegen den Islam: „Jede DITIP-Moschee ist eine Basis für die Eroberung Deutschlands“. Auch in den Flüchtlingen aus Nordafrika sähe er hunderttausende Eroberer. Seine Worte gehen in den Pfeifchören der Gegendemonstranten unter.

+++ 17.00 Uhr +++

Klare Ansage der Polizei: Wer ans Absperrungsgitter drängelt oder versucht, es zu überwinden, wird wegen "Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte" festgenommen. 

+++ 16.55 Uhr +++

Gerade redet im Ex-Pegida-Lager der Rechtspopulist Michael Stürzenberger. Derweil spricht die Anti-Nazi-Koordination (ANK) von insgesamt drei Festnahmen, angeblich auch wegen Körperverletzung. Die Festgenommenen sind bereits auf dem Weg ins Polizeipräsidium.

+++ 16.40 Uhr +++

In der großen Gallusstraße, die vom Rossmarkt abgeht, kommt es zu weiteren Rangeleien zwischen Polizisten und Gegendemonstranten. Die Polizei hat eine Kette gebildet um zu verhindern, dass zahlreiche Gegner der "Freien Bürger" weiter in Richtung Bankenviertel marschieren können. Mit Erfolg: Die Demonstranten ziehen sich wieder Richtung Rossmarkt zurück. Einige haben eine Sitzblockade begonnen. 

+++ 16.30 Uhr +++

Jetzt ist die Stimmung auf dem Rossmarkt äußerst aufgeheizt: Polizisten ringen einen durch die Absperrungen geschlüpften Gegendemonstranten nieder und nehmen ihn fest. Ein weiterer Gegendemonstrant wird über die Absperrung gezogen. Es ist unklar, ob auch er festgenommen wird. Jetzt kommt es auch außerhalb der Absperrungen zu Rangeleien, bei denen die Polizei Pfefferspray einsetzt.

+++ 16.20 Uhr +++

Mit lauter Musik-Beschallung aus Stereoboxen versuchen die Gegendemonstranten, die Beiträge der Ex-Pegida-Redner zu untertönen.

+++ 16.15 Uhr +++

Die Gegendemonstranten rütteln in einer Breite von etwa zehn Metern an den Absperrungen. Doch wohl nicht, um sie einzureißen, sondern eher um die die Polizisten erneut anrücken zu lassen. +++ 16.10 Uhr +++

Die "Freien Bürger" hetzen gegen Flüchtlinge: "Ein großer Teil von ihnen missbraucht das Asylrecht", tun sie kund. Die Flüchtlinge hätten allenfalls aus wirtschaftlichen Gründen ihre Heimatländer verlassen.

+++ 16.05 Uhr +++

"Aufgrund von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten zeichnen unsere VideoTeams am Rossmarkt ab sofort auf", hat die Polizei Frankfurt vorhin getwittert. Sie liefert auch ihren Stand in Sachen Teilnehmerzahlen:

Aktuelle Teilnehmerzahlen am : ~ 40 ~350

— Polizei Frankfurt (@Polizei_Ffm)

+++ 16.00 Uhr +++

Schwere Vorwürfe der Gegendemonstranten an die Adresse Heidi Munds: Ohne sie und ihre Propaganda gebe es erst gar nicht das Klima, in denen der Brandanschlag von Tröglitz möglich gewesen wäre. "Je suis Tröglitz" steht auf einem der Plakate.

+++ 15.55 Uhr +++

Die Ex-Pegida-Leute haben sich in einem kleinen Kreis formiert. Ihre Aufrufe sind äußerst leise und kaum zu vernehmen

+++ 15.50 Uhr +++

Eine Frau war vorhin in einem unbeobachteten Moment durch die Absperrung geschlüpft und auf das Demonstrationsgelände gelangt. Die Polizei durchsuchte ihren Rucksack und schickte sie wieder zurück in das Lager der Gegendemonstranten. +++ 15.45 Uhr +++

Gegendemonstranten versuchen, einen der Absperrungszäune zu überwinden. Die Polizei reagiert und fordert sie auf, Abstand zu halten. Es folgen lautstarke Wortgefechte zwischen den Ordnungshütern und den Gegendemonstranten. Die skandieren: "Deutsche Polizisten stützen die Faschisten." Doch die Situation beruhigt sich schnell wieder.

+++ 15.40 Uhr +++

Gegendemonstranten haben im Lager von Heidi Mund den Rechtspopulisten Michael Stürzenberger entdeckt. Das mag den ein oder anderen überraschen, denn seine Beteiligung an dem Protest war nicht angekündigt worden.

+++ 15.35 Uhr +++

Die Ex-Pegida-Demonstranten haben sich mit ihrem Plakat aufgestellt: "Für Grundgesetz, direkte Demokratie und den Erhalt unserer christlich-jüdischen Kultur". Die Gegendemonstranten kontern per Lautsprecher mit "Es gibt kein Recht auf Nazi-Propaganda". Nach unseren Schätzungen mögen es gut 40 "freie Bürger" und ein paar Hundert Gegendemonstranten sein.

+++ 15.28 Uhr +++

Tweet der Frankfurter Polizei

Aktuell am in /

— Polizei Frankfurt (@Polizei_Ffm)

+++ 15.20 Uhr +++

Wieder zur sogenannten "Nazi-Safari" am Start am Rossmarkt: Die satirische "Die Partei" verteilt "Tröten für Tröten" an die Gegendemonstranten. Und beweisen Selbstironie mit dem Plakat: "Ich könnte jetzt so schön auf dem Sofa sitzen!"

Derweil beginnt die Anti-Nazi-Koordination (ANK), ebenfalls Stammgast bei den Gegendemonstrationen zu den "Freien Bürgern für Deutschland, gerade mit ihren Aufrufen.

+++ 15.00 Uhr +++

Das Versammlungsgelände füllt sich – vor allem auf Seiten der Gegendemonstranten. Die Antifaschisten warten noch die Mitstreiter, die von Preungesheim zum Rossmarkt ziehen. Einige Dutzend Blockupy-Aktivisten hatten dort, vor der JVA, gegen die Inhaftierung von Federico A. protestiert. Dieser soll bei den Krawallen am 18. März Steine auf Einsatzkräfte geworfen haben.

+++ 14.45 Uhr +++

Der Lautsprecherwagen der "Freien Bürger für Deutschland" ist schon am Start. Eine Handvoll der Ex-Pegida-Demonstranten steht momentan vielen Dutzend Gegendemonstranten gegenüber. +++ 14.30 Uhr +++

Der Rossmarkt ist wieder mit Absperrgittern und Polizeiautos abgesperrt. Dabei scheint die Zahl der Ordnungshüter geringer als beim letzten Mal. Wohl auch, weil die Polizei noch bei anderen parallel stattfindenden Demos in Frankfurt präsent ist.

Die Polizei hat diesmal das Gutenberg-Denkmal in die Absperrungen integriert. So können die Stufen nicht mehr – wie zuletzt – als Sitzgelegenheiten für die Demonstranten dienen.

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