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Die Feuerwehr ist schon ausgezogen aus ihren Räumen im Nordwestzentrum Links neben der Brücke). Lange leer stehen sie aber nicht, die Volkshochschule zieht ein.

Weiterbilden im Nordwestzentrum

Volkshochschule eröffnet Dependance in der ehemaligen Feuerwache

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Das Nordwestzentrum wird um einen Anziehungspunkt reicher: Schon im Herbst will die Volkshochschule in der ehemaligen Feuerwache ihre Räume eröffnen und erste Kurse anbieten. Die Mitglieder des Ortsbeirates 8 freuen sich über den neuen Mieter.

Es ist das passiert, was bereits seit längerem vermutet wurde: Die Volkshochschule (VHS) wird künftig mit eigenen Räumen in der Nordweststadt vertreten sein. Allerdings wird es kein gemeinsames Bildungshaus mit dem Bibliothekszentrum Nordweststadt im ehemaligen Sozialrathaus geben. Die VHS wird in die ehemalige Feuerwache im Nordwestzentrum ziehen. Auf einer gesamten Etage werden 14 Räume eingerichtet, die Umbauarbeiten haben bereits begonnen. Die Eröffnung ist für den kommenden Herbst geplant.

„Es ist für mich ein wichtiger Abend, denn es ist das erste Mal dass ich über die Pläne in der Öffentlichkeit spreche“, war Truda Ann Smith, Leiterin der VHS, in der Sitzung des Ortsbeirates 8 (Heddernheim, Niederursel, Nordweststadt) deutlich anzumerken, wie froh sie ist, dass „die Nachricht nun raus ist“. 100 VHS-Angebote gebe es derzeit im Frankfurter Norden, sagte sie. Mit der neuen Außenstelle sollen es bis zu 600 werden. 5000 verschiedene Kurse bietet die Volkshochschule jährlich im gesamten Stadtgebiet an.

„Bei uns sollen Menschen zusammen lernen und sich begegnen. Das Nordwestzentrum ist ein Ort der Begegnung verschiedener Menschen und Kulturen. Deswegen ist es für uns ein guter Ort“, so Smith, die sich auf die Premiere freut. Denn in einem Einkaufszentrum sei die VHS bislang noch nicht untergebracht gewesen. „Das wird sicher spannend“, so die Leiterin.

Neun Unterrichtsräume sowie ein EDV-Raum werden in der ehemaligen Feuerwache eingerichtet. Es wird zudem ein Atelier für Kreativkurse, eine Werkstatt sowie zwei Räume für Fitness und Entspannung geben. Geplant sind Kurse aus dem Bereich der Gesellschaft, Kultur und Gesundheit, Sprachkurse, Angebote für Senioren, Rückenschule und Wirbelgymnastik sowie ein Heimwerker-Kurs für Frauen. Bereits mit dem im Juni erscheinenden Kursprogramm können erste Kurse gebucht werden. Allerdings nur ein Teil der geplanten 600. Das hat organisatorische Gründe. „Es ist ein sukzessiver Aufbau sowohl der Räume, als auch des Programmes. Wir wollen zwar im Herbst eröffnen, können aber eben noch nicht alle Kurse anbieten“, erklärte Smith. Vier VHS-Mitarbeiterinnen sollen die neue Dependance künftig betreuen, bei ihnen können auch direkt Kurse gebucht werden. Das war bislang nur in der Zentrale in der Sonnemannstraße oder im Internet möglich.

Auch wenn Jürgen Schmidt (SPD) die „freudige Entwicklung“ sehr begrüßt, so bedauert er zugleich, dass die Idee des Bildungshauses scheinbar geplatzt ist. Doch VHS-Leiterin Smith konnte ihn beruhigen. Auch wenn man künftig nicht unter einem Dach sitze, eine enge Zusammenarbeit sei trotzdem geplant. Erik Harbach (Grüne) war gar so begeistert, dass er die VHS „am besten für immer und ewig“ im Nordwestzentrum sehen möchte. „Wir freuen uns ungemein, dass eine solch tolle Einrichtung zu uns zieht.

Für viele Kurse gibt es Ermäßigungen mit dem Frankfurt-Pass. So etwas brauchen wir hier im Norden“, sagt Harbach. Für immer in der Nordweststadt bleiben? Das ist ein Gedanke mit dem sich Trude Ann Smith durchaus anfreunden kann. „Wir sind hier goldrichtig und haben lange vor zu bleiben.“

Auch aus den Lagern der anderen Fraktionen gab es nur Positives zu hören. Uwe Hofacker (Linke) sprach von einer kulturellen Aufwertung des Stadtteils und des Zentrums. Für Ralf Porsche (CDU) ist es „eine riesige Freude“, dass die Bildungseinrichtung kommt. Er gab der Leiterin einen Vorschlag mit auf den Nachhauseweg. „Vielleicht ist es ja sogar möglich, dass die Räume auch von Vereinen für Veranstaltungen angemietet werden können“, so sein Vorschlag, den Smith gerne überdenken will.

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