Sollen Anfang Oktober den Dienst aufnehmen: die Knut genannten Rufbusse, die mit einem Elektromotor betrieben werden.
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Sollen Anfang Oktober den Dienst aufnehmen: die Knut genannten Rufbusse, die mit einem Elektromotor betrieben werden.

Mobilität

Volle Ladung für alle

  • VonNiklas Mag
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HARHEIM Stationen der Allgemeinheit zur Verfügung stellen

In der ersten Sitzung des Ortsbeirates 14 nach der Sommerpause drehten sich die Diskussionen vor allem um die Mobilität im Ortsteil. Diese soll in naher Zukunft durch Rufbusse mit E-Motor deutlich verbessert werden. Die Harheimer Grünen glauben allerdings, dass sich die Stadt hier eine Chance entgehen lässt: "Ab Oktober wird in einem Pilotprojekt im Nordosten mit elektrischen Kleinbussen einen On-demand-Service anbieten. Diese Fahrzeuge müssen vermutlich lokal regelmäßig aufgeladen werden", trug Helmut Seuffert (Grüne) dem Gremium vor. Seine Partei wolle nun prüfen lassen, ob diese Ladestationen nicht auch gleichzeitig von der Allgemeinheit genutzt werden können.

Nur kleine

Betriebshöfe

Marcus Kapust (BFF) fragte nach: "Ich möchte wissen, wo diese Ladestationen hin kommen. In Offenbach sind bereits einige dieser Busse unterwegs, aber wo sie aufgeladen werden, konnte ich nicht in Erfahrung bringen." Auch Seuffert konnte das nicht beantworten. Stefan Quirin (CDU) schaltete sich in die Diskussion ein: "Das mit den Rufbussen ist eine tolle Sache. Das wird uns eine gewisse Bequemlichkeit bringen. Ich habe allerdings mit Traffiq gesprochen und erfahren, dass sie die Rufbusse nicht betreiben. Das macht eine externe Firma." Und die gehe dann so vor, dass sie kleine Betriebshöfe einrichtet, an denen die Busse geladen werden. "Diese können überall entstehen. Beispielsweise auch in Bad Vilbel", so Quirin.

"Die Busse haben eine Batteriekapazität von etwa einem Tagesbedarf. Diese Firma ist da wohl sehr eingespielt, das funktioniert andernorts alles ziemlich gut", berichtet er von seinen Recherchen. "Allerdings sind diese Ladestationen ja rein unternehmerisch, die brauchen die für ihre Busse. Ich denke nicht, dass diese Betriebshöfe öffentlich nutzbar gemacht werden können." Doch Seuffert ließ nicht locker. "Es geht ja auch erstmal nur um eine Anfrage an den Magistrat. Ich denke, es wäre gut, diese Frage zu stellen." Der Antrag ging schließlich mit den Stimmen der Grünen durch, die anderen Fraktionen enthalten sich.

Wer künftig nicht mit den Rufbussen fahren will oder kann, greift in und um Harheim besser auf das Fahrrad zurück. Auch bei diesem Thema gibt es im Ortsbeirat Gesprächsbedarf. Ein bereits mehrfach zurückgestellter Antrag der CDU fordert einen Radschutzstreifen im Harheimer Weg auf der nördlichen Seite zwischen dem Ende des bestehenden Radwegs und der Einmündung Friedrichsdorfer Straße. "Die Behauptung des Magistrats, dass für einen Schutzstreifen der Platz nicht ausreiche, trifft nicht zu. Der Platz auf der Fahrbahn reicht nur deshalb nicht aus, weil er von Autofahrern als Parkplatz genutzt wird, was mit dem Anlegen des Schutzstreifens hinfällig ist", hieß es in einem CDU-Antrag.

Autos fahren

langsamer

In vergangenen Sitzungen wurde bereits über Sinn und Unsinn von Schutzstreifen diskutiert. Die Grünen hatten sich für andere Lösungen stark gemacht, wollten der CDU bei ihrem Antrag aber jetzt keine Steine in den Weg legen. Ortsvorsteher Frank Immel (CDU): "Eine Studie aus Baden-Württemberg zeigt, dass die Schutzstreifen durchaus einen positiven Effekt haben und die Geschwindigkeit von Autos reduzieren", sagte er. "Der Platz an der beschriebenen Stelle ist durchaus ausreichend, um mindestens auf einer Seite einen Streifen von 1,40 Metern Breite zu installieren." Der Antrag wurde bei Enthaltung der Grünen angenommen. niklas Mag

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