Zwischen S-Bahn, City-West und Rödelheimer Landstraße: 125 000 Quadratmeter groß ist das Areal des Schönhof-Viertels. FOTO: dietermann
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Zwischen S-Bahn, City-West und Rödelheimer Landstraße: 125.000 Quadratmeter groß ist das Areal des Schönhof-Viertels in Frankfurt.

Frankfurt wächst

Schönhof-Viertel in Frankfurt: 2000 neue Wohnungen geplant

  • Judith Dietermann
    VonJudith Dietermann
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In Frankfurt herrscht Wohnungsnot. Das Schönhof-Viertel soll den Markt etwas entspannen – mit hunderten Wohnungen und einer guten Infrastruktur.

Frankfurt – Weit ist der Blick aus dem 18. Stock des Radisson-Blue-Hotels in der Franklinstraße in Frankfurt. Nicht nur bis zur Deutschen Bundesbank an der Wilhelm-Epstein-Straße oder zum Ginnheimer Spargel reicht dieser, wer ganz genau hinschaut, kann sogar die Silhouette von Eschersheim erkennen oder zumindest erahnen. Nicht weniger interessant ist aber der Blick ganz nach unten, ein wenig nördlich - auf unserem Foto links. Denn dort erstreckt sich eine große Erdfläche, eine Brache, die schon in wenigen Jahren bebaut sein soll. Mit dem Schönhof-Viertel.

Rund 2000 Wohnungen sollen bis 2024 auf dem 125.000 Quadratmeter großen Areal entstehen, entwickelt von den beiden Projektpartnern Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/ Wohnstadt (NHW) und Instone-Real-Estate. Plus eine Hybrid-Grundschule mit Sporthalle, fünf Kitas sowie Einzelhandels- und Gewerbefläche und einer 28.000 Quadratmeter großen Parkanlage inmitten der Bebauung.

Nächstes Baufeld für Schönhof-Viertel in Frankfurt vergeben: 300 Wohnungen

Sich das - vor allem mit dem Blick auf die Brache - vorzustellen, erfordert noch jede Menge Fantasie. Vor allem für den Laien. Weil von Neubauten auf dem Areal freilich noch nicht zu erkennen ist. Was sich aber wohl im kommenden Jahr ändert. Wenn mit dem Wegzug der Spedition Fermont, eine der letzten dort ansässigen Firmen an der Rödelheimer Landstraße, auch deren Gebäude abgebrochen wird.

Bislang war der Fortschritt des neuen Quartiers, neben den Abbruch- und seit August laufenden Erschließungsarbeiten, vor allem in den Wettbewerben für die einzelnen Baufelder erkennbar. Nach und nach wurden diese entschieden, auf Visualisierungen gezeigt, wie die einzelnen Planquadrate im bebauten Zustand aussehen sollen. Wie auch jetzt wieder, bei den recht mittig und an der künftigen Joachim-Biermann-Straße gelegenen Baufeldern H 1 und A 3. 300 Wohnungen und eine Kindertagesstätte mit fünf Gruppen sind dort geplant. Realisiert werden sie vom Architekturbüro Planquadrat.

Frankfurt: Kurze Wege für Eltern und Kinder im Schönhof-Viertel geplant

Die Kita sowie 140 zwei- bis viereinhalb Zimmer große Wohnungen werden von der NHW entwickelt. Der Förderanteil soll bei 60 bis 70 Prozent liegen, gefördert werden die Wohnungen nach dem ersten und zweiten Förderweg. "Beim Siegerentwurf hat uns auch die Einbindung der Kita überzeugt", erklärte NHW-Geschäftsführer Dr. Constantin Westphal.

Die Architekten haben dafür eine eingeschossige Lösung im Erdgeschoss gefunden, bei der alle Gruppenräume zur Freifläche im großzügigen Innenhof orientiert sind. Die Nähe zum Quartiersplatz und zur Schule werde Eltern kurze Wege bieten und somit den Alltag erleichtern, sagt Westphal. Parkplätze wird es in der unter dem Gebäude geplanten Tiefgarage geben.

Neue Wohnungen in Frankfurt: Mehrere Zimmer und Tiefgarage

Die 160 weiteren Wohnungen werden derweil von Instone entwickelt - als Eigentumswohnungen. Zwischen zwei und fünf Zimmern groß werden die Wohnungen sein, die dazugehörige Tiefgarage beinhaltet Stellplätze für Autos und Fahrräder.

"Dieser besonders vielschichtige Entwurf passt nicht nur perfekt zu den Ansprüchen eines modernen Stadtquartiers, sondern auch zur Lage im neuen Quartier. Unser Baufeld befindet sich zentral im Herzen des Schönhof-Viertels, die Wohnungen werden aber trotzdem geschützt und ruhig liegen", sagt Ralf Werner, Geschäftsführer von Instone. (Judith Dietermann)

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