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Sie sind die wahren Massenvernichtungswaffen: Mit Gewehren und Pistolen werden täglich Hunderte Menschen überall auf der Welt getötet. F: dpa

39-Jähriger vor Gericht

Waffenteile in den Libanon geliefert

Zum Auftakt des Prozesses um die Lieferung von Waffenteilen in größerem Umfang in den Libanon hat sich der Angeklagte vor dem Landgericht Frankfurt zunächst nicht geäußert.

Es geht um zwölf Einzelfälle aus den Jahren 2012 und 2013, bei denen Waffenteile und -zubehör in einem Gesamtwert von rund 260 000 Euro in den Libanon geliefert worden sein sollen. Zu der Zeit bestand nach Angaben des Gerichts ein entsprechendes Handelsembargo.

Die Lieferungen sollen laut Anklage verdeckt erfolgt sein. In mehreren Fällen wurden demnach Scheinrechnungen mit gefälschten Namen und Adressen erstellt. Die Polizei wurde auf den illegalen Handel aufmerksam, nachdem einer der Komplizen des Angeklagten auf einer Autobahn angehalten wurde und man im Kofferraum seines Wagens als Plastikware getarnte Teile von Kalaschnikow-Gewehren fand.

Nach seiner Festnahme saß der Angeklagte zunächst drei Monate in Untersuchungshaft, mittlerweile ist er wieder auf freiem Fuß. Die Strafkammer hat vorerst drei weitere Verhandlungstage terminiert, an denen sich auch der Angeklagte noch zu den Vorwürfen äußern will. Mitte Mai soll der Prozess abgeschlossen werden. (lhe)

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