Walter Seubert wird Polizeivize in Frankfurt

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Jetzt ist es offiziell: Der CDU-Stadtverordnete Walter Seubert wird stellvertretender Polizeipräsident in Frankfurt. Die Entscheidung für den 40 Jahre alten Juristen wurde von Gewerkschaftern und Politikern sehr positiv aufgenommen.

Walter Seubert wird Vizepräsident des Frankfurter Polizeipräsidiums. Dass der CDU-Stadtverordnete als aussichtsreichster Kandidat für den prominenten Posten galt, hatte diese Zeitung schon Mitte Dezember berichtet. Gestern teilte das Hessische Innenministerium auf Nachfrage mit, dass das Landeskabinett in seiner Sitzung am Montag für den 40 Jahre alten Juristen gestimmt hat. Seubert, der derzeit das Personalreferat im Landespolizeipräsidium in Wiesbaden leitet, soll seine neue Stelle in Frankfurt am 1. Februar antreten.

Als Vize im Frankfurter Präsidium wird Seubert dem Polizisten Gerhard Bereswill nachfolgen. Dieser war nach dem Ausscheiden des langjährigen Polizeipräsidenten Achim Thiel an die Behördenspitze aufgerückt. Seubert wurde in Frankfurt geboren und lebt mit seiner Familie und drei Kindern im Stadtteil Kalbach. Als Stadtverordneter der CDU hat er sich unter anderem im Sicherheitsausschuss engagiert, wo er als Fraktionssprecher der Partei regelmäßig Position bezog.

Bereswill bekundete, dass er sich auf die Zusammenarbeit mit Seubert freue, der als „versierter Jurist“ über umfangreiche Polizeikenntnisse verfüge. Auch bei den Polizeigewerkschaften wurde die Nachricht, dass Seubert in die Leitung des Frankfurter Präsidiums befördert wird, positiv aufgenommen: Günter Brandt vom Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) sprach von einer „sehr guten Entscheidung“ des Innenministeriums. Im Personalreferat des Landespolizeipräsidiums habe Seubert bereits seine „hohe fachliche Kompetenz“ unter Beweis gestellt.

„Obwohl Walter Seubert Jurist ist, weiß er, wie die Polizei funktioniert“, sagte Karin Schäfer von der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Sie bescheinigte Seubert außer fachlicher auch soziale Kompetenz. „Dass er obendrein Frankfurter ist, kann nur von Vorteil sein.“ Schäfer freut sich nicht zuletzt für Präsident Bereswill: „Nach vier Monaten wird die Arbeit in der Behördenleitung nun endlich wieder auf vier Schultern verteilt.“

Dass Bereswill und Seubert sehr gut harmonieren werden, sagt Heini Schmitt von der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) voraus. Die beiden künftigen Präsidenten in Frankfurt brächten ähnliche Eigenschaften mit, „zum Beispiel ihre freundliche und verbindliche Art“. Dass ein Polizeipräsident und sein Stellvertreter gut zusammenarbeiten, bezeichnete Schmitt als „enorm wichtig für das Funktionieren einer Behörde“.

Auch Sicherheitspolitiker der Stadt äußerten sich positiv über die bevorstehende Ernennung Seuberts: „Wir werden einen guten Juristen als Vizepräsidenten haben, der in Frankfurt großgeworden und bestens vernetzt ist“, sagte Sicherheitsdezernent Markus Frank (CDU). Der Stadtrat lobte seinen Parteikollegen als „Glücksfall“ und „Idealbesetzung“. Seubert sei „unaufgeregt“ und „sehr systematisch in Analyse und Vorgehen“.

Ursula Busch (SPD), Vorsitzende des Sicherheitsausschusses, findet die Beförderung ihres Ausschusskollegen zum Polizeivize „ganz großartig“. Sie habe Seubert, der Katholik ist, immer als „sehr werteorientierten und zuverlässigen Menschen“ erlebt. Seubert agiere eher zurückhaltend, aber entschieden. Er beweise, „dass die Stärke nicht in der Lautstärke liegt“.

(chc)

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