1. Startseite
  2. Frankfurt

Warnstreiks am Flughafen Frankfurt: Verdi fordert höhere Gehälter für Luftsicherheitskräfte

Erstellt:

Von: Florian Dörr

Kommentare

Eine Passagiermaschine vom Typ Boeing 747 der Lufthansa startet auf dem Frankfurter Flughafen.
Verdi fordert für die Luftsicherheitskräfte des Flughafens Frankfurt eine Lohnerhöhung von mindestens einem Euro pro Stunde bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. (Symbolbild) © Boris Roessler/dpa

Die Gewerkschaft Verdi hat am Freitag (25.02.2022) zum Streik am Flughafen Frankfurt aufgerufen. Er soll erst am Samstagmorgen enden.

Frankfurt – Im Tarifkonflikt für Luftsicherheitskräfte ruft die Gewerkschaft Verdi zu Warnstreiks am Flughafen Frankfurt* auf. Beschäftigte, die etwa in der Frachtkontrolle und Flugzeugbewachung tätig seien, sollten an Deutschlands größtem Airport von Freitagfrüh (25.02.2022) an die Arbeit niederlegen, teilte Verdi in Berlin mit. Der Warnstreik soll demnach um 6 Uhr beginnen und Samstagfrüh (26.02.2022) um 6 Uhr wieder enden.

In zwei Verhandlungsrunden für die bundesweit rund 25.000 Sicherheitskräfte an Flughäfen habe es keine Einigung gegeben, so Verdi. Der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) habe zwar ein Angebot unterbreitet. Das bleibe jedoch „weit hinter den Erwartungen“ zurück. Weitere Streiks seien nicht ausgeschlossen.

„Das Angebot greift die Preisentwicklung in keiner Weise auf und enthält Nullmonate“, kritisierte Verhandlungsführer Wolfgang Pieper. Die Verhandlungen würden am 1. und 2. März in Berlin fortgesetzt.

Warnstreiks am Flughafen Frankfurt: Lohnerhöhung von mindestens einem Euro pro Stunde gefordert

Verdi fordert für die Luftsicherheitskräfte eine Lohnerhöhung von mindestens einem Euro pro Stunde bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Darüber hinaus sollen die Gehälter der Gepäck- und Personalkontrolleure auf das Niveau der Beschäftigten bei der Passagierkontrolle angehoben werden. Die Gewerkschaft verlangt außerdem ein bundesweit einheitliches Entgelt für Kräfte in der Flugzeugbewachung und Bordkartenkontrolle.

Der BDLS kritisierte, Verdi fordere von einer Branche, die hart von der Corona-Krise getroffen sei, Erhöhungen von bis zu 40 Prozent pro Stunde. Auch stehe der Luftverkehr mit dem Ukraine-Krieg wahrscheinlich vor weiteren massiven Einschränkungen.

Der letzte Verdi-Warnstreik am Flughafen Frankfurt hat für über 40 Flugausfälle gesorgt. Die Belegschaft des Dienstleisters Wisag legte bereits zum zweiten Mal die Arbeit nieder. (Florian Dörr mit dpa) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,
wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.
Die Redaktion