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Was lange währt, wird endlich Club

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Von: Niklas Mag

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Harheim hat nun einen Treff - Kellerräume standen 20 Jahre leer - Angebot für alle

Nach einer schmalen Treppe in den Keller begrüßt ein großes Logo der Frankfurter Eintracht die Jugendlichen und Kinder, die künftig den Harheimer Jugendclub nutzen wollen. Innen ist es nach etwa einem Jahr Renovierung gemütlich geworden. Eine Sitzecke, ein Billard-Tisch und eine Theke definieren den Raum.

Standort Friedenskirche

Der Harheimer Jugendclub im Keller der Friedenskirche sorgt bei den Besuchern der offiziellen Eröffnung für Staunen. Mit viel Arbeit hat die Gemeinde hier umgeräumt und renoviert, damit endlich ein Jugendtreff im Stadtteil entstehen kann. "Alles hat eben seine Zeit", sagt Pfarrerin Petra Lehwalder jetzt vor den vielen Anwesenden bei der offiziellen Eröffnung. "Es gab verschiedene Ansätze über viele Jahre hinweg."

Das weiß auch Daniela Birkenfeld (CDU). Nach den Kommunalwahlen im Frühjahr musste sie als Sozialdezernentin ausscheiden. Aber sie hat über das Projekt in Harheim fast 15 Jahre lang mitdiskutiert. "Meine Nachfolgerin Elke Voitl (Grüne) hat jetzt beenden können, was ich begonnen habe", sagt sie. "Es war immer klar, dass es etwas in Harheim braucht, das Kinder und Jugendliche auch außerhalb von schulischer Bewertungen nutzen können."

2016 habe die damalige Frankfurter Regierung einen Harheimer Jugendtreff im Koalitionsvertrag verankert. "Jetzt gibt es hier tolle Angebote und zwar die ganze Woche über. Das haben Sie durch gute Zusammenarbeit und Hartnäckigkeit geschafft", lobte sie den Ortsbeirat und die Kirchengemeinden. "Gerade mitten in dieser vierten Corona-Welle bieten wir Kindern und Jugendlichen nun eine ganz neue Möglichkeit, sich zu begegnen."

Ortsvorsteher Frank Immel (CDU) kennt den langen Werdegang des Projekts ebenfalls gut. Er ist seit Jahren Vorsitzender des Gremiums: "Es ist Advent. Das bedeutet Ankunft und Ankunft hat auch immer etwas mit Warten zu tun", meint er. "Es gab Menschen, die einen Harheimer Jugendtreff für weniger dringlich erachtet haben, andere sahen das gegensätzlich. Aber das Thema ist durchweg im Gespräch geblieben", erinnert er sich.

Einen eigenen Verein gegründet

Zudem habe sich sogar ein Verein gegründet, der sich auf die Fahnen geschrieben hatte, das Jugendzentrum voranzubringen. Anna Grunder ist ehrenamtliches Magistratsmitglied und vertritt die neue Sozialdezernentin. Sie weist noch einmal darauf hin, dass bei der Jugendbefragung in Harheim Ende 2020 die jungen Leute den klaren Wunsch nach einem direkten Ansprechpartner und einem Raum für Treffen geäußert hatten. 20 Jahre lang standen die Kellerräume leer, die jetzt wieder mit Leben gefüllt werden. Seit Oktober wurde hier gearbeitet. Dabei ergänzen sich die Jugendeinrichtungen aus Harheim und Nieder-Erlenbach. Denn die Idee, dass der von der Evangelischen Kirchengemeinde in Nieder-Erlenbach getragene Jugendtreffen, nach Harheim expandieren könnte, hatte den Ausschlag zur Umsetzung gegeben. Lehwalder ist Pfarrerin beider Gemeinden. "Das Bestehende auszuweiten war, glaube ich, einfacher als etwas komplett neues hier aufzubauen", findet sie. Die Evangelische Gemeinde in Nieder-Erlenbach sei zudem als Träger mittlerweile sehr erfahren. Auch das kommt dem Club in Harheim zugute. Die Angebote richten sich an alle Kinder und Jugendlichen im Harheim, vor allem ab dem Grundschulalter, unabhängig von Religion oder Herkunft. Täglich gibt es im neuen Harheimer Jugendclub nun Angebote, am morgigen Donnerstag findet ab 16 Uhr ein offener Treff statt. Neuigkeiten sind auf dem Instagram-Kanal des Jugendclubs zu finden @kijuclubniedererlenbach oder unter www.kijuclub.de. Das Wochenprogramm wird außerdem außen am Raum regelmäßig aktualisiert. Niklas Mag

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