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Stadtgeflüster

Weihnachten feiern mit Lottofee Franziska Reichenbacher

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Franziska Reichenbacher ist auf der Suche nach der richtigen Kugel. Die Frau, in deren Leben die Lottokugeln eine immense Bedeutung besitzen,

Franziska Reichenbacher ist auf der Suche nach der richtigen Kugel. Die Frau, in deren Leben die Lottokugeln eine immense Bedeutung besitzen, schließlich steht sie jede Woche im Studio und verkündet die Lottozahlen, fahndet diesmal nach den passenden Weihnachtskugeln für ihren Baum. „Blaue Kugeln findet man schon hin und wieder, aber ich suche einen bestimmten Farbton, ein Blaugrün oder Türkis, was es nicht oft gibt. Und es sollen keine Kugeln aus Plastik sein, sondern aus Glas“, erklärt Franziska Reichenbacher, die vor Kurzem ihren 50. Geburtstag feierte.

„Wir schmücken unseren Tannenbaum auch mit Weihnachtsschmuck aus der Familie, noch von den Großeltern. Das ist besonders schön, wenn man weiß, dass diese Kugeln oder diese Figürchen schon am Baum hingen, als ich oder mein Mann noch ein Kind waren. Wir bauen auch eine Krippe auf, ebenfalls ein Erbstück aus der Familie. Das finden unsere Kinder ganz toll“, sagt sie. Alles soll stimmig sein.

Das Fest der Liebe spielte für sie nicht immer eine wirklich wichtige Rolle. „Ich habe, nachdem ich von Zuhause ausgezogen war, Weihnachten eher spröde begangen“, sagt sie. Doch als dann die Kinder kamen, „kam auch die Frage auf, wie ich mit dem Fest umgehen möchte“. Franziska Reichenbachers Töchter sind nun Teenager, 13 und 17 Jahre alt, aber die Fernsehfrau kann sich noch gut daran erinnern, dass es ihr auch darum ging, ihnen „den Sinn des Festes, den historischen und religiösen Zusammenhang sowie die Bedeutung für die Christen zu erklären. Wir haben viel gesprochen.“ Was sie auf keinen Fall wollte, war eine Geschenke-Orgie oder den großen Kaufrausch. „Ich konnte das Fest wiederentdecken und habe dadurch einen neuen Zugang gefunden, auch zu der ganzen Symbolik und Tradition des Festes. Weihnachten erzählt von einer ganz großen Geschichte, deren Bedeutung noch immer gültig ist“, sagt Franziska Reichenbacher. Sie hat zudem ein Faible für Sendungen rund ums Thema Weihnachten, „weil ich dann in der Moderation auf die besondere Stimmung der Vorweihnachtszeit oder Feiertage eingehen kann“.

Aber es ist die Sendung mit den Lottozahlen, die weiterhin ihr Leben bestimmt. „Sie ist fester Bestandteil meiner Woche, und ich mag sie richtig gerne“, sagt sie. Zwar möchte sie ein paar Tage entspannen, muss aber auch schnell wieder zurück an den Schreibtisch, weil dort eine Menge Arbeit auf sie wartet. Denn sie schreibt an einer Produktion für die Bad Hersfelder Festspiele. Nachdem sie einige Märchenadaptionen auf die Bühne des Theaterzeltes brachte, steht nun der Sprung auf die Bühne in der Stiftsruine an und Franziska Reichenbacher werkelt nun an dem Stück, das für alle Menschen ab sieben Jahren gedacht ist. Titel und Inhalt werden noch nicht verraten. Aber: „Jetzt geht es darum, eine ganz neue Geschichte zu finden, eine Geschichte genau für diese Festspiele und diesen Spielort. Der Ruine in Bad Hersfeld etwas auf den Leib zu schreiben, sozusagen.“ Bis zum Frühjahr muss die erste Fassung stehen. „Aber danach geht die Arbeit natürlich noch weiter.“

Doch zunächst stehen noch zwei Dinge an. Zum einen: „Am Samstag vor Silvester, am 30. Dezember, moderiere ich die Lotto-Sendung im Ersten zum genau 900. Mal. In diesen 900 Sendungen konnte ich rund 1250 Menschen die Zahlen verkünden, die sie zu neuen Lotto-Millionären gemacht haben. Und viele, viele weitere Tipper haben natürlich auch sehr viel gewonnen.“

Und dann wäre da noch das Weihnachtsfest. Wir haben Franziska Reichenbacher und einige andere Prominente gefragt, welches die schönsten und welches die schlimmsten Weihnachtsgeschenke waren, die sie erhalten haben (siehe Texte auf dieser Seite). Die Lottofee wiegelt aber ein wenig ab: „Ich kann das leider nicht beantworten, weil ich nicht ein Geschenk so herausstellen würde. Man kann Geschenke nicht vergleichen. Ich habe zauberhafte, süße, allerliebst gebastelte Sachen von meinen Mädchen bekommen, als sie klein waren, das sind unglaublich schöne Geschenke, die man zum Beispiel mit gekauften Dingen gar nicht vergleichen kann. Und schrecklich schlimm waren meine Geschenke eigentlich nie – zum Glück.“

(es)

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