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So grüßt Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler zum Fest: mit dem Foto von Roies Pferdekarussell vor dem Römer.

Weihnachtspost

Frankfurts Dezernenten verschicken zum Fest liebevoll gestaltete Karten

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Die gute alte Weihnachtskarte wird im Römer in Ehren gehalten: Tausende der gedruckten Grüße verlassen vor dem Fest die Poststelle. Und Tausende erreichen wiederum den Magistrat.

Der digitale Weihnachtsgruß ist im Rathaus verpönt. Die Dezernenten vertrauen auf Gedrucktes. Sie haben die Motive teilweise selbst ausgewählt und waren am Entwurf beteiligt. Die Weihnachtskarte von Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) beispielsweise hat der neunjährige Mustafa von Kinderkulturtreff in Eschersheim entworfen. Sein Motiv zeigt einen Weihnachtsmann mit Geschenken; im Wald fällt Schnee und darüber leuchtet der Stern von Bethlehem.

Ein Schwein an der Krippe

So grüßt in diesem Jahr Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) andere Würdenträger, Amtsleiter und Geschäftsführer zu Weihnachten: mit der Abbildung des winterlichen Gemäldes von Hermann Teuner „Bonames vom linken Niddaufer“ aus dem Jahre 1914.

Vor einigen Jahren haben die Mitarbeiter des Sozialdezernats selbst zum Zeichenstift gegriffen und jeder hat eine Krippenfigur gestaltet. Birkenfelds Büroleiter Robert Standhaft hat ein Schwein gemalt, das in der normalen Krippenbesetzung gar nicht vorkommt. Die von den Büromitarbeitern gezeichnete Karte hatte auch den Vorteil, dass sie wirkte wie von Kinderhand gemacht. Rund 700 Karten schickt Birkenfeld ab, rund 250 hat sie bis gestern selbst erhalten. Was die Sozialdezernentin alle Jahre wieder besonders berührt: Über die Stiftung der Eheleute Philippi und M. Philippi vergibt sie qua Amt an bedürftige Senioren eine Weihnachtsbeihilfe in Höhe von 55 Euro. Dutzende von Empfänger schreiben ihr in diesen Tagen rührende Dankesbriefe.

Auch im Büro von Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler (CDU) wird eifrig gewerkelt. Das beginnt meist schon im Herbst, wenn er und Sabine Krosch vom Stadtverordnetenbüro die Weihnachtspost organisieren. Im vergangenen Jahr lieferten die Praunheimer Werkstätten den Entwurf, „das macht die Kosten überschaubar“, wie Siegler betont. Die Druckauflage seiner Karten bezifferte er auf 900. Damit gehört er zu den Spitzenreitern im Römer. Er selbst erhält ebenfalls viel Weihnachtspost: „Eine ganze Kiste voll.“

Bürgermeister Uwe Becker (CDU) erreichen „einige Hundert“ Weihnachtskarten“. Was ihn besonders freut: Die meisten schreiben klassische Karten, keine E-Mails. Becker legt Wert darauf, die Texte seiner Karten selbst zu verfassen.

OB im Großformat

Die größten Weihnachtskarten im DIN-A-5-Format versendet seinem Rang entsprechend Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). Es sind die einzigen Karten des Magistrats, die im großen Kuvert zu 1,45 Euro Porto verschickt werden. Als winterliches Motiv wurde in diesem Jahr ein Gemälde von Hermann Teuner „Bonames vom linken Niddaufer“ von 1914 gewählt. Bildungs- und Integrationsdezernentin Sylvia Weber (SPD) schreibt keine Weihnachtskarten. Trotzdem erhält sie selbst welche. Auf weit über 100 schätzt ihre Mitarbeiterin Stefanie Zaschka die Zahl.

Mit weihnachtlichen Wünschen umworben wird auch der Frankfurter Planungsdezernent Mike Josef (SPD). Schließlich ist er für Investoren von größter Bedeutung. Josef schrieb dieses Jahr 200 Karten und erhielt nach Angaben seines Sprechers Mark Gellert ebenso viele. Nur etwa ein Zehntel davon kommt per Mail, der Rest klassisch per Post.

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