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Bereket und sein Vater Aman mit Alexander Bürger und Thomas Schütt von Zweirad Ganzert im Gallus.

Spende

Ein Weihnachtswunder für den kleinen Bereket

Mit strahlenden Augen steht Bereket Yohaness am Dienstagnachmittag vor seinem neuen Fahrrad. „Ich hatte noch nie so ein cooles Rad“, sagt der Achtjährige aufgeregt. Besonders gut gefällt ihm die Farbe: ein leuchtendes Grün. Seine Lieblingsfarbe. Schnell sitzt er auf und dreht eine Runde auf dem Hof von Zweirad Ganzert in der Mainzer Landstraße 234. „Nicht so schnell, Schatzi“, ruft Papa Aman Yohaness und lacht. Zum ersten Mal seit Wochen ist dem 42-Jährigen ganz leicht ums Herz. Weil seinem Sohn gerade von Zweirad Ganzert ein nigelnagelneues Fahrrad geschenkt wurde. „Ich bin so begeistert“, sagt Yohaness. Stockt. Dann: „Mir fehlen die Worte.“

Mit strahlenden Augen steht Bereket Yohaness am Dienstagnachmittag vor seinem neuen Fahrrad. „Ich hatte noch nie so ein cooles Rad“, sagt der Achtjährige aufgeregt. Besonders gut gefällt ihm die Farbe: ein leuchtendes Grün. Seine Lieblingsfarbe. Schnell sitzt er auf und dreht eine Runde auf dem Hof von Zweirad Ganzert in der Mainzer Landstraße 234. „Nicht so schnell, Schatzi“, ruft Papa Aman Yohaness und lacht. Zum ersten Mal seit Wochen ist dem 42-Jährigen ganz leicht ums Herz. Weil seinem Sohn gerade von Zweirad Ganzert ein nigelnagelneues Fahrrad geschenkt wurde. „Ich bin so begeistert“, sagt Yohaness. Stockt. Dann: „Mir fehlen die Worte.“

Seit acht Jahren ist der Griesheimer alleinerziehend und seither auf staatliche Unterstützung angewiesen. „Seit Kurzem bin ich auch noch arbeitslos“, sagt Yohaness. In dieser Situation Geld für Weihnachtsgeschenke auf die Seite zu legen, etwa für ein neues Fahrrad für seinen Sohn, sei kaum möglich. Kleidung für Bereket kauft Yohaness ohnehin in Second-Hand-Läden oder in der Kleiderkammer, manchmal hilft auch die Arche Frankfurt aus. Er selbst steckt immer zurück. „Für mich steht Bereket an erster Stelle“, sagt er. Dass er dem Achtjährigen trotzdem viele Wünsche nicht erfüllen kann, tue ihm weh, sagt er.

Auch darüber, dass Yohaness seinem Sohn wohl kein Fahrrad zu Weihnachten schenken kann. Obwohl dieser sich so sehr eins wünscht. Weil er im nächsten Jahr in der Schule seinen Fahrradführerschein machen will. So wie seine Mitschüler auch.

Die Resonanz auf unseren Bericht „Hoffen auf ein Weihnachtswunder“ war riesig. Noch am selben Morgen riefen mehrere Leser in der Redaktion an und erklärten, dass sie dem Drittklässler gerne ein neues Fahrrad spendieren würden, schrieben E-Mails und Facebook-Nachrichten. Auch Alexander Bürger von Zweirad Ganzert meldete sich. „Uns hat Aman Yohannes' Schicksal sehr bewegt. Da haben wir spontan entschlossen, dass Bereket ein Fahrrad von uns kriegt“, sagt er. „Mit diesem Jugendrad samt Helm und Schloss ist er jetzt auf der sicheren Seite“, erzählt sein Kollege Thomas Schütt. Und die erste Inspektion gibt’s für den Jungen noch gratis dazu. „Es ist einfach nur toll“, sagt Yohaness gerührt.

Hilfe erhält der alleinerziehende Vater darüber hinaus noch von einer fünfköpfigen Familie aus Bad Homburg. Sie will ihn mit einer Spende über 150 Euro unterstützen. Damit er Weihnachtsgeschenke für Bereket kaufen könne. „Wir sind zwar nicht reich, aber seine Geschichte war sehr berührend“, sagt die Mutter, die anonym bleiben möchte. „Wir sind alle fünf dankbar für unser gesundes, glückliches Leben und traurig, dass einige Menschen nicht auf der Sonnenseite stehen.“

Aman Yohaness ist von so viel Hilfsbereitschaft sichtlich überwältigt. „Ich hätte niemals damit gerechnet“, sagt er. „Ich habe viele Jahre geweint, jetzt habe ich etwas zu lachen. Es gibt Hoffnung.“, sagt er und geht mit einem glücklichen Bereket vom Hof.

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