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Wenig Sonne: Das war der dunkelste Dezember seit 24 Jahren

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Von: Rebecca Röhrich

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Trüb und dunkel. Das war der Dezember 2017. Wer den Eindruck hat, dass es dieses Jahr in Hessen besonders schlimm war, der hat recht. Der jüngste Dezember geht mit traurigen 14 Sonnenstunden in die hessische Geschichte der Sonnenstundenaufzeichnungen (seit 1951) ein. Nur im Jahr 1993 und 1965 war’s noch schlimmer. 1993 ließ sich laut Deutschem Wetterdienst (DWD) die Sonne durchschnittlich nur 8,5 Stunden blicken, 1965 waren es 10,7 Stunden.

Trüb und dunkel. Das war der Dezember 2017. Wer den Eindruck hat, dass es dieses Jahr in Hessen besonders schlimm war, der hat recht. Der jüngste Dezember geht mit traurigen 14 Sonnenstunden in die hessische Geschichte der Sonnenstundenaufzeichnungen (seit 1951) ein. Nur im Jahr 1993 und 1965 war’s noch schlimmer. 1993 ließ sich laut Deutschem Wetterdienst (DWD) die Sonne durchschnittlich nur 8,5 Stunden blicken, 1965 waren es 10,7 Stunden. 

Mehr Licht für Offenbach

In Frankfurt schien diesen Dezember immerhin 17,1 Stunden die Sonne. Das entspricht aber auch nur 44 Prozent von dem, was man in Dezember eigentlich erwarten könnte. In Offenbach gab's eine gute Stunde mehr Licht. Kein Zufall, wie sich noch herausstellen wird.

Der Lichtmangel  führt bei einigen Menschen zu trüben Gedanken und Befindlichkeitsstörungen, sagt Gerhard Lux, Pressesprecher beim DWD in Offenbach. Denn das wenige Licht sorgt für Vitamin-D-Mangel, das wir Menschen zum größten Teil nur mit Hilfe von Sonnenbestrahlung bilden können.

Die Folgen des Mangels sind Müdigkeit, verlangsamtes Denken, Muskelschwäche und eine höhere Anfälligkeit für Infektionen. Deshalb rät der Wetterexperte: Auch wenn die Sonne nicht scheint, unbedingt rausgehen, denn auch das trübe Tageslicht kann bei der Vitamin-D-Produktion helfen. Ohne Licht fehlt auch das Hormon Sertonin. Deswegen bleiben wir in einer Art "Nachthaltung", sind oft Müde und unkonzentrierter, so Lux.

Saisonal abhängige Depression

Etwa zwei Prozent der Deutschen leiden in der dunklen Jahreszeit sogar unter einer saisonal abhängigen Depression (SAD). „Die Betroffenen sind antriebslos und müde“, sagt Lux. Auch Heißhunger kann ein typisches Symptom der SAD sein. Der Körper hofft, durch eine verstärkte Nahrungsaufnahme, auch mehr Vitamine zu sich zu nehmen und so den Mangel auszugleichen.

Was den Lichtmangel betrifft, haben übrigens die Offenbacher grundsätzlich den Frankfurtern einiges voraus. Dort scheint im Jahr, aufgrund der geografischen Lage, rund 50 Stunden mehr die Sonne als in der Nachbarstadt. Grund dafür ist die Lage zum Taunus, der dank seines thermodynamischen Einflusses, den Offenbachern regelmäßiger Wolkenlücken beschert.

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