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Weniger Einbrüche, mehr Ruhe

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Von: Julia Lorenz

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Der Oberräder Regionalrat hat eine Sicherheitsbegehung durch den Stadtteil gemacht. Während vor zehn Jahren noch in jedes Geschäft mindestens einmal eingebrochen wurde, ist das Viertel jetzt sicherer geworden. Die Einbrüche sind rückläufig. Viel zu tun gibt es für den Regionalrat aber dennoch.

Vor zehn Jahren, da war die Situation in Oberrad noch eine andere. Damals hatte der Regionalrat des Stadtteils, der sich die Kriminalitätsvorbeugung auf die Fahnen geschrieben hat, eine Sicherheitsbegehung durchgeführt und festgestellt: In nahezu jedes Geschäft war schon einmal eingebrochen worden. Ein Jahrzehnt später, bei einem erneuten Rundgang, konnte man jedoch feststellen: „Zu unserer Freude sind die Einbrüche stark zurück gegangen“, sagt der Vorsitzende des Regionalrats Frank Goldberg, der zusammen mit Vertretern von Polizei, Kirchengemeinden, Vereinen und Schulen unterwegs war, sich mit Ladenbesitzern unterhalten, ihre Geschäftsmodelle angeschaut, neue Aufkleber „Noteingang für Kinder“ angebracht und die Shisha-Bars und Wettbüros auf das Jugendschutzgesetz hingewiesen hat.

Am Ball bleiben

Im vergangenen Jahr hat es in Oberrad lediglich vier Einbrüche in Geschäfte oder Büros entlang der Offenbacher Landstraße gegeben, neun Mal wurde in Gartenhütten und Keller eingebrochen, drei Autos aufgeknackt. In diesem Jahr gab es noch gar keine Einbrüche. „Das ist wirklich eine erfreuliche Entwicklung, die zeigt, wie gut es ist, wenn es einen Regionalrat gibt, in dem alle wichtigen Institutionen eines Stadtteils zusammenarbeiten, zusammen mit den Bürgern immer genau hinschauen und auf Probleme rechtzeitig reagieren“, so Goldberg. „Oberrad ist sicher. Aber wir müssen auch weiterhin am Ball bleiben, dass dies so bleibt.“

Und so ist die Arbeit des Regionalrats für ihn noch lange nicht am Ende angelangt: „Wir müssen uns die Einbrüche in die Gartenhütten noch einmal genauer anschauen. Die müssen weniger werden“, so Goldberg. Deshalb sollen die Besitzer nochmals mit Hilfe von Handzetteln sensibilisiert werden, damit sie keine Wertgegenstände in ihren Hütten liegen lassen.

Abgesehen von den Einbrüchen, so sein Eindruck, würden sich die Oberräder in ihrem Stadtteil wohlfühlen. „Uns kommen selten Beschwerden zu Ohren, höchstens mal über Lärm“, sagt Goldberg. Deshalb hat man sich im Rahmen des Sicherheitsrundgangs auch den Pausenhof der Gruneliusschule angeschaut. „Dort halten sich abends oft schulfremde Personen auf, was schon zu Beschwerden seitens der Nachbarschaft geführt hat“, sagt Goldberg. Gemeinsam mit Polizei und Schulleiterin Margit Krämer ist man zu dem Schluss gekommen, „keinen Stacheldraht um das Schulgelände zu ziehen“. „Wenn alles ruhig ist und bleibt, wollen wir nicht einschreiten. Dort sollen sich die Jugendlichen ruhig aufhalten können“, sagt Goldberg. Allerdings werde die Polizei dort häufiger nach dem Rechten schauen. „Und im Sommer werden wir uns die Lärmproblematik noch mal genauer anschauen. Aber die jungen Leute müssen sich ja mal irgendwo aufhalten können. Wir leben hier in einer Großstadt, da ist es eben nicht so leise wie auf dem Land.“

Spezielle Angebote

Allerdings gehe es dem Regionalrat nicht nur darum, den Stadtteil sicherer und leiser zu machen, sondern man wolle auch seine Attraktivität erhalten. „Wir dürfen hier nicht eine Shisha-Bar nach der anderen eröffnen lassen. Wir brauchen noch mehr Angebote wie den neuen Fischladen Mercan“, so Goldberg. Deshalb will er das Gespräch mit den Eigentümern der Gebäude suchen.

(jlo)

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