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Wenn Affen planschen

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Die Freizeitbedürfnisse von Tieren wurden bisher dramatisch unterschätzt. So wollen Affen zum Beispiel nicht nur ihren aufreibenden Aufgaben „Von-Ast-zu-Ast-Hangeln“, „Lausen“ oder „Am-Kopf-Kratzen“

Die Freizeitbedürfnisse von Tieren wurden bisher dramatisch unterschätzt. So wollen Affen zum Beispiel nicht nur ihren aufreibenden Aufgaben „Von-Ast-zu-Ast-Hangeln“, „Lausen“ oder „Am-Kopf-Kratzen“ nachgehen, die in ihrer Berufsbeschreibung festgehalten sind. Nein, sie möchten sich auch mal entspannen.

Und das können sie offenbar am besten beim Planschen, haben japanische Forscher entdeckt. Ähnlich wie Menschen selbst verbringen sie gern Zeit in heißen Bädern. Gerade dominante Weibchen können sich dort am besten von den ständigen aggressiven Konflikten erholen, heißt es. Gemeint sind natürlich die Affen. Bei Menschenweibchen ist dasselbe Phänomen bereits allerbestens erforscht und heißt „Wellness“.

Fragt sich allerdings, welche Spezies im Vergleich mehr Stress und daher mehr Grund zum Planschen hat. Vieles spricht für die Affen. Zwar müssen sie sich nicht erst zum Affen machen – das ist eine Transformation, die gerade bei berufstätigen Menschen oft Stress auslöst. Aber andererseits sehen sie vor ihren Gittern ständig nackte Verwandte, für die sie evolutionär verantwortlich gemacht werden. Und das ist psychisch einfach zu stressig.

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