+
Mirweis Neda (links) an der Tabla und Johanna-Leonore Dahlhoff an der Querflöte üben für ein Konzert. Sie gehören zur interkulturellen Musikinitiative ?Bridges ? Musik verbindet?, die geflüchtete und beheimatete Profimusiker zusammenbringt.

Sozial-Projekte

Wertvolle Arbeit: Frankfurter Initiativen erhalten 25 000 Euro

Drei „Leuchtturmprojekte“ neuer sozialer Unternehmen sind von der KfW-Stiftung und der gemeinnützigen Social Impact-Gesellschaft ausgezeichnet worden. Darunter sind Initiativen für Flüchtlinge und Transsexuelle.

Die mit insgesamt 45 000 Euro dotierten „Special Impact Awards“ wurden am Donnerstagabend in Frankfurt verliehen. Die Gründer sind bundesweit in fünf „Social Impact Labs“ qualifiziert worden, wie die Veranstalter mitteilten.

In der Kategorie „Ankommer. Perspektive Deutschland“ gewann das Frankfurter Projekt „Bridges – Musik verbindet“ ein Preisgeld von 20 000 Euro. Die 2016 gegründete Initiative bringt geflüchtete und einheimische Profimusiker zusammen, lobt die Jury. Sie schafft Beschäftigungsmöglichkeiten durch Konzerte und musikpädagogische Aufträge und fördere den interkulturellen Dialog. Das Förderprogramm hat nach Angaben der KfW-Stiftung und der Social Impact gGmbH in drei Jahren mehr als 9 000 Flüchtlinge angesprochen. 371 von ihnen hätten Jobs bekommen, mehr als 500 seien in eine Ausbildung vermittelt worden. Rund 8 200 Menschen hätten Einstiegsqualifikationen, Beratungen oder Sprachschulungen erhalten.

Das andere Frankfurter Projekt „ZuBaKa“ (Zukunftsbaukasten) hat den Preis in der Kategorie „Community Award“ in Höhe von 5 000 Euro erhalten. Die Initiative ermöglicht jugendlichen Flüchtlingen und Migranten den Start in Schule und Beruf und befähigt sie zu gesellschaftlicher Teilhabe, so die Jury. Das Projekt hat nach eigenen Angaben „Zukunftsbausteine“, wie „Ankommen in Schule und Stadt“ oder „Vorbereitung auf Praktikum und Beruf“ gemeinsam mit Schulleitungen, Lehrkräften und Schülern entwickelt. Ziel ist es, die Startbedingungen der Schüler zu verbessern und gleichzeitig die Lehrkräfte zu entlasten.

Gewinner in der Kategorie „Anders-Gründer“ ist das Duisburger Team „1001plateau“. Es erhält ein Preisgeld von 20 000 Euro. „1001plateau“ wird für die Lösung eines sozialen Problems und die Überführung der Idee in ein nachhaltig wirksames Unternehmen ausgezeichnet, lobte die Jury. Das Team bietet psychosoziale Hilfen für Trans- und Intersexuelle an und stärkt den Abbau von Diskriminierung und Vorurteilen gegen sexuelle Vielfalt. Inzwischen beteiligen sich rund 120 Musiker an dem Projekt. Es gibt keine feste Mitgliedschaft, der harte Kern besteht aus 40 Teilnehmern. Seit dem Start von „Bridges“ haben die Musiker aus aller Welt 170 Konzerte gegeben; als Orchester oder in Ensembles. Der musikalische Mix aus europäischen und orientalischen Stücken zieht ein breites Publikum an. Ziel ist es, die Musiker langfristig in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

(epd)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare