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?Die Westbar soll auch unsere Persönlichkeiten widerspiegeln?: Bruno (links) und Igor Sisko am Arbeitsplatz hinter der Theke. Links oben an der Wand hängt eine Collage, die ein befreundeter Künstler nach ihren Ideen geschaffen hat.

Auszeichnung

Die "Westbar" ist eine der beliebtesten Fußball-Fernsehkneipen Deutschlands

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Flimmernde Bildschirme, düstere Hinterzimmer, deftiges Essen, Bier und lautes Gegröle: Wem bei Sportsbars nur diese Klischees einfallen, kennt die „Westbar“ in der Königsteiner Straße noch nicht. Die Stammgäste des Kultlokals wissen es seit langem besser – jetzt weiß es auch ganz Deutschland.

„Es ist schon sehr geil, dass das Publikum entschieden hat – und dass wir Werbung für unser Höchst machen können.“ So bringen Bruno (45) und Igor (44) Sisko ihre Freude über eine nicht alltägliche Auszeichnung auf den Punkt: Denn auf der Facebookseite des Sport-Bezahlsender Sky haben die Nutzer die „Westbar“ in der Königsteiner Straße gerade zu einer der 20 besten deutschen Sportsbars gekürt. Passgenau zum Jubiläum

Bewertet wurden alle Lokalitäten des Landes, unterteilt in verschiedene Abstimmungskategorien. Die einzelnen Kriterien flossen in die Gesamtwertung ein, bis von Tausenden Sportsbars des Landes die Top 20 feststand. Hier thront nun das geistige Baby der Brüder Seite an Seite mit bekannten Adressen wie dem Dortmunder „Mit Schmackes“ des Ex-Nationalspielers Kevin Großkreutz.

Erfreulich für die Höchster Gastronomen ist auch dies: In der Kategorie „Weiterempfehlungswahrscheinlichkeit“ belegen sie den ersten, bei „Ambiente und Ausstattung“ den zweiten Platz. „Das ist für uns ein Riesenkompliment, weil wir daran sehen, dass sich die Gäste bei uns wohlfühlen“, sagt Bruno Sisko. Igor ergänzt: „Die Auszeichnung kommt beinahe passgenau zu unserem Jubiläum“. Denn vor über zehn Jahren setzten die beiden, als Kinder mit ihren Eltern aus Kroatien nach Höchst gekommen, ihren Traum von einer eigenen Sportsbar in die Tat um.

Flippern und Flirten

Die Idee: „Wir wollten eine Stadtteil-Bar sein, in der Fußball-Übertragungen zwar eine wichtige, aber nicht die zentrale Rolle einnimmt“, wie Bruno erklärt. Das zeigt sich schon in Ausstattung und Ambiente der „Westbar“, einem alternativen Stilmix: Die dunkle Holztäfelung erinnert an einen Irish Pub, überall hängen Hingucker: Links oben begrüßt der Schädel eines Sachsenhausener Rinds die Gäste, geradeaus fängt eine auf mehreren Leinwänden verteilte Collage die Blicke auf.

Ein befreundeter Künstler hat sie ebenso nach den Ideen der Brüder angefertigt wie ein mehrere Meter hohes Bild im Tischkicker-Raum, in dem die Größen der Rockgeschichte von Jimi Hendrix über Iggy Pop bis zu den „Beastie Boys“ oftmals erst auf den zweiten oder dritten Blick erkennbar werden. Wie alles im Lokal ist auch dieses Detail nicht zufällig gewählt: „Die Westbar soll auch unsere Persönlichkeit widerspiegeln“, erklärt Bruno. Wie sein Bruder spielt er leidenschaftlich Gitarre in der Band „Sisko“. Ihr Lied „Hey, Diva“ landete auf dem Eintracht-Fansampler, Volume One. Das Offensein für alles hat sich bis heute bewährt: Zwar können die Brüder bei jedem Eintracht-Spiel auf ihre „Dauerkarteninhaber“ bauen, wie sie die Fußball-Stammgäste nennen. Der Laden mit seinen mehr als 70 Sitzplätzen ist dann stets rappelvoll – und meist schon vorher ausgebucht. Ebenso aber verbringen auch viele Nicht-Sportfans vom Studenten bis zum Rentner gerne ihre Zeit in der „Westbar“. „Bei uns wird erzählt, geflippert, geflirtet und gefeiert“, fasst Igor die Möglichkeiten zusammen.

Täglich ab 18 Uhr geöffnet

Die „Westbar“ an der Königsteiner Straße 29 ist täglich ab 18 Uhr geöffnet. Andere Öffnungszeiten bei Fußballübertragungen, Partys und Events nach Ankündigung unter www.westbar-fh.de.

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