Auf drei Stockwerken bietet das neue Gebäude Platz für 630 Oberstufenschüler des Gymnasiums Nord.
+
Auf drei Stockwerken bietet das neue Gebäude Platz für 630 Oberstufenschüler des Gymnasiums Nord.

Schulbau

Westhausen: Das Gymnasium Nord wächst weiter

  • Judith Dietermann
    vonJudith Dietermann
    schließen

Das Gymnasium Nord wird an seinem jetzigen Standort, der vor fünf Jahren als Übergangsquartier neben dem Friedhof Westhausen geplant wurde, nun doch um einen dritten Bauabschnitt erweitert. Denn: Es wird noch einige Jahre dauern, bis die Schule weiter gen Norden ziehen kann. Im Stadtteil wächst die Angst vor noch mehr Verkehr.

Westhausen -Es ist das eingetreten, womit letztlich wohl fast jeder gerechnet hat: Das Gymnasium Nord wird an seinem jetzigen Standort, der vor fünf Jahren als Übergangsquartier neben dem Friedhof Westhausen geplant wurde, nun doch um einen dritten Bauabschnitt erweitert. Denn: Es wird noch einige Jahre dauern, bis die Schule weiter gen Norden ziehen kann. Deswegen muss nun Platz für eine Oberstufe, die Klassen 11 bis 13, geschaffen werden. In der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates 7 (Hausen, Industriehof, Praunheim, Rödelheim, Westhausen) stellten Vertreter des Amtes für Bau und Immobilien die Planungen vor.

Im nordöstlichen Teil des Areals, in Höhe der Schinkelstraße, soll der Neubau, der ebenso wie der restliche Teil der Schule aus Holzmodulen geplant ist, entstehen. Ein Jahr Bauzeit, sagte Robert Kuhnert von der Projektleitung, werde kalkuliert. Bereits im Sommer 2022 soll das neue Gebäude eröffnet werden.

Auf drei Stockwerken wird es Platz für 630 Schüler haben, möglich sei die Realisierung einer siebenzügigen Oberstufe, fügte seine Kollegin Julia Skeib hinzu. Neben 18 Klassenräumen werden sieben Fachklassen, Nawi-, Musik- und Kunsträume untergebracht. Eine zusätzliche Sporthalle sowie eine Mensa seien nicht geplant. "Die bereits bestehende Mensa ist ausreichend groß, wir haben zudem eine Dreifeld- und eine Einfeld-Turnhalle. Das wird ausreichen", so Skeib.

Nicht reichen werde aber der Platz für die Schulbusse, der schon jetzt zu knapp bemessen sei, gab Sebastian Papke (FDP) zu bedenken. "Wir wussten alle, dass der dritte Bauabschnitt irgendwann kommt. In den Prognosen fehlen die zusätzlichen Schüler aber", kritisierte er. Dem widersprach Julia Skeib, denn bei den Oberstufenschülern ginge man davon aus, dass diese nicht mit dem Schulbus kommen. Auf die Prognosen hätten sie deswegen keinen Einfluss.

Trotzdem bestehe freilich kein Zweifel daran, dass es durch die steigenden Schülerzahlen immer voller werde rund um das Gymnasium. Deswegen gebe es nach den Herbstferien auch einen Termin mit allen Ämtern, um zu besprechen, ob weitere Maßnahmen ergriffen werden müssen.

Dass die Einrichtung zur Herstellung zusätzliche Busparkplätze an der Auffahrt zum Schulgelände, wie der Ortsbeirat es erst jüngst vorgeschlagen hatte, nicht realisiert wird, sei eine gemeinsame Entscheidung aller beteiligten Ämter gewesen.

Mit der Oberstufe werden es irgendwann mehr als 2000 Schüler sein, die das Gymnasium Nord in Westhausen besuchen. Stefan Trautmann, stellvertretender Schulleiter weiß, welche Belastung das für die Anwohner bedeute. Erst kürzlich habe man einen Brief an die Eltern verschickt und sie gebeten, sich an die Straßenverkehrsordnung zu halten. Denn immer wieder werde verbotswidrig gehalten. "Wir wissen, dass wir verkehrstechnisch eine Belastung sind und stehen deswegen in stetigem Austausch mit den Anwohnern. Das funktioniert gut, hoffentlich auch während der anstehenden Baumaßnahmen", sagte er. judith dietermann

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare