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Orkan „Sabine“: Weiterhin Behinderungen auf Ausfälle im Bahnverkehr 

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Orkan „Sabine“ sorgt in Deutschland weiterhin für Ausfälle und Verspätungen im Bahnverkehr.

  • Sturmtief Sabine sorgt für Behinderungen im Verkehr
  • Deutsche Bahn kann noch keine Entwarnung geben
  • Abgedeckte Dächer und Bäume auf dem Gleis sorgen für Ausfälle

Update vom Dienstag, 11.02.2020, 9.04 Uhr: Nachdem Orkan „Sabine“ für viel Chaos in Deutschland gesorgt hat und Pendler verzweifeln ließ, entspannt sich die Verkehrssituation wieder. Dennoch kommt es auch am Dienstag zu Behinderungen und Ausfällen im Bahnverkehr. „Vereinzelt kann es aber noch zu Ausfällen und Verspätungen kommen“, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn.

Auf der Schnellstrecke Frankfurt-Köln können Züge nicht im Bahnhof Limburg-Süd halten. Dort hatte Orkan „Sabine“ am Montag ein Teil des Daches gelöst. Dieses droht jetzt, einzustürzen. In der Nähe des Bahnhofs Neustadt liegt ein Baum im Gleis, sodass dort Ersatzbusse verkehrten. In Königstein im Taunus (Hochtaunuskreis) kann es den Angaben zufolge zu Verspätungen und Ausfällen im Busverkehr kommen.

Orkan „Sabine“ sorgt für starke Behinderungen im Verkehr

Update vom Montag, 10.02.2020, 16.37 Uhr: Der Bahnverkehr ist durch den Sturm „Sabine“ bundesweit weiterhin gestört. Im Norden und in Mitteldeutschland läuft der Verkehr zwar wieder an. Jedoch kommt es im Süden und Südwesten weiterhin zu starken Beeinträchtigungen, heißt es in einem Blog der Deutschen Bahn (DB). Besonders vom Unwetter betroffen: Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.

Die Bahn teilte mit: „Hunderte Mitarbeiter der DB und externer Firmen arbeiten mit Hochdruck daran, am Dienstag einen zuverlässigen Betriebsbeginn zu ermöglichen. Da jedoch in der Nacht ein weiteres Sturmtief erwartet wird, kann es auch morgen noch zu starken Beeinträchtigungen des Zugverkehrs kommen.“ In welchen Regionen es am Dienstag (11.02.2020) zu Störungen kommen kann, ist noch nicht bekannt.

Orkantief „Sabine“: Verkehr in Darmstadt durch Unwetter gestört

Update vom Montag, 10.02.2020, 15.14 Uhr: Auch in Darmstadt hat das Sturmtief „Sabine“ Auswirkungen auf den Verkehr. Der städtische ÖPNV-Betreiber Heag mobilo hatte am Vormittag aufgrund von Sturmschäden in Stadt und im Landkreis Darmstadt-Dieburg den Linienverkehr mit Bussen und Straßenbahnen vollständig eingestellt. Mittlerweile fahren die Fahrzeuge wieder eingeschränkt.

Wegen umgestürzten Bäumen und weiteren Unwetterschäden mussten zudem folgende Straßen in Darmstadt für den Verkehr voll gesperrt werden: die B449 am Böllenfalltor in Richtung Nieder-Ramstadt, die L3094 am Stadteingang auf Höhe des Forsthauses Hirschköpfe und dem Oberwaldhaus sowie in Eberstadt die Mühltalstraße zwischen der B426 und dem Mühltalbad. Alle Straßen konnten mittlerweile für den Verkehr wieder freigegeben werden, hieß es von der Feuerwehr.

Sturmtief „Sabine“: Am Flughafen Frankfurt herrscht eine „geordnete Lage“

Update vom Montag, 10.02.2020, 12.00 Uhr: Inzwischen hat der Sturm doch Auswirkungen auf den Flughafen Frankfurt gehabt. Insgesamt gab es 215 Annullierungen wegen des Wetters im Vorfeld, wie ein Sprecher des Flughafens in Frankfurt mitteilte. Trotz des Orkans „Sabine“ herrsche am Flughafen eine „geordnete Lage“. Es gäbe keine Airlines, die nicht starten oder landen und auch keine Ziele, die nicht angeflogen werden. 

Update vom Montag, 10.02.2020, 10.46 Uhr: Inzwischen hat die Deutsche Bahn den Regionalverkehr deutschlandweit wieder freigegeben. Für alle Regionalpendler in der Rhein-Main-Region bedeutet das: Gute Fahrt! 

Update vom Montag, 10.02.2020, 09.40 Uhr: Der S-Bahn-Verkehr kommt während des Sturms „Sabine“ allmählich wieder in Gang. Aktuell verkehren in einem 15-Minuten-Takt Pendelzüge zwischen dem Hauptbahnhof und Offenbach Ost/Frankfurt Süd. Der Betrieb der S-Bahn-Linien S1, S6, S7, S8 und S9 wird langsam wieder aufgenommen. 

Sturmtief „Sabine“: Verkehr massiv eingeschränkt – Regionalverkehr eingestellt 

Update vom Montag, 10.02.2020, 07.25 Uhr: Dem Flughafen Frankfurt hat der Sturm „Sabine“ bisher nicht geschadet. Am Sonntag stellte man sich noch auf Flugausfälle wegen des Wetters ein. Bisher gäbe es keine massiven Verspätungen wegen des Orkans, teilte ein Sprecher auf Nachfrage mit. 

Update vom Montag, 10.02.2020, 06.58 Uhr: Nach dem Fernverkehr wurde nun der gesamte Regionalverkehr in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland bis mindestens 8 Uhr eingestellt. Das teilte das Unternehmen via Twitter mit. 

Update vom Sonntag, 09.02.2020, 20.03 Uhr: Vor dem Service-Schalter am Hauptbahnhof Frankfurt hat sich eine lange Schlange gebildet. Auf Gleis 8 hat die DB einen Aufenthalts-Zug bereitgestellt, in dem die Fahrgäste ihre Wartezeit verbringen können. Einige von ihnen gehen bereits davon aus, dort übernachten zu müssen, berichtet unserer Reporter vor Ort. So wie die vier Reisenden aus den Niederlanden, die auf dem Heimweg aus dem Ski-Urlaub unfreiwillig in Frankfurt gestrandet sind. 

Sturm „Sabine“  hat in weiten Teilen Deutschlands für Chaos im Flug- und Bahnverkehr gesorgt. Hunderte Flüge fallen am Flughafen Frankfurt aus, ab 21 Uhr gibt es dort nur noch wenige Abflüge.  Ähnlich steht es um den Bahnverkehr: Rund um Frankfurt können sich Fahrgäste nicht darauf verlassen, dass S-Bahnen und Regionalbahnen nach Plan fahren. Es kommt zu Verspätungen und Ausfällen. 

Fahrgäste bittet der RMV, sich vor der Reise zu informieren. Die DB empfiehlt, längere Reise nach Möglichkeit zu verschieben. Sie hat bundesweit die der Fernverkehr eingestellt. 

Update vom 09.02.2020, 18.15 Uhr: Gestrandete Bahnreisende, deren Züge wegen des Sturmtiefs „Sabine“ nicht weiterfahren können, sollen im Rahmen ihrer Fahrgastrechte Hotelgutscheine und Taxigutscheine erhalten. In größeren Bahnhöfen sollen zudem sogenannte Übernachtungszüge bereitgestellt werden, sagte DB Konzernsprecher Achim Stauß am Sonntag der dpa im Berliner Hauptbahnhof. Das habe sich „bereits bei früheren Sturmsituationen bewährt“.

Tausende Mitarbeiter der Deutschen Bahn (DB) zusätzlich im Einsatz

Bundesweit seien tausende Bahnmitarbeiter zusätzlich im Einsatz, „viele melden sich in solchen Situationen freiwillig“. Nach dem Sturm sollen die Bahnstrecken zunächst mit Hubschraubern abgeflogen werden, um Schäden zu lokalisieren. Erst wenn Technik und Gleise in einwandfreiem Zustand sind, können wieder Züge fahren, sagte der Sprecher.

Update vom 09.02.2020, 17.55 Uhr: Nach dem Fernverkehr will die Deutsche Bahn auch den Regionalverkehr in Nordrhein-Westfalen einstellen. Zum Regionalverkehr zählen S-Bahn, Regionalbahn und Regionalexpress.

Sturm „Sabine“: Deutsche Bahn stellt Fernverkehr bundesweit ein

Update vom 09.02.2020, 17.25 Uhr: Die Deutsche Bahn wird den Fernverkehr bundesweit einstellen. In ihrem Presse-Blog teilte sie mit: „Aufgrund der aktuellen Entwicklungen und zunehmender Windstärken hat sich die DB dazu entschieden, beginnend in NRW nach und nach alle Züge des Fernverkehrs bundesweit an größeren Bahnhöfen enden zu lassen.“ Der Fernverkehr der Deutschen Bahn setzt sich aus ICE, IC und dem EC (EuroCity) zusammen.

Update vom 09.02.2020, 17.15 Uhr: Wegen des Sturmtiefs „Sabine“ hat die Deutsche Bahn den Fernverkehr im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen eingestellt. Auch andere Bundesländer sind betroffen. Das teilte das Unternehmen am Sonntag auf Twitter mit.

Update vom 09.02.2020, 16:37 Uhr: Wegen des Orkantiefs Sabine rechnet die Lufthansa am Montag mit starken Beeinträchtigungen im Luftverkehr. Aufgrund der schwierigen Wetterverhältnisse werde es von Sonntagnachmittag bis Dienstagvormittag zu zahlreichen Flugstreichungen und Verspätungen kommen, teilte die Airline am Sonntag mit. 

Sturmtief Sabine: Lufthansa rechnet mit großen Beeinträchtigungen

Das Unternehmen habe entschieden, in München am Montag alle Kontinentalflüge bis 13.00 Uhr und alle Interkontinentalflüge bis 14.00 Uhr auszusetzen. Interkontinentalflüge zum größten deutschen Flughafen Frankfurt sollen voraussichtlich planmäßig weitergeführt werden. Mit der Streichung von Kontinentalverbindungen von und nach Frankfurt sei jedoch zu rechnen.

Sturm Sabine: Eurowings stellt Flugbetrieb teilweise ein

Außerdem hat die Airline „Eurowings“ mitgeteilt, den Flugbetrieb für die Dauer des Sturms kurzzeitig zu unterbrechen. Die Entscheidung wurde aus Sicherheitsgründen im Sinne aller Fluggäste getroffen und betrifft die Flughäfen 

  • Hamburg
  • Berlin
  • Hannover
  • Dortmund
  • Düsseldorf
  • Köln
  • Stuttgart
  • und München.

Eurowings Passagiere werden gebeten, am Sonntag (09.02.) nicht mehr zu den betroffenen Flughäfen anzureisen. Betroffene Kunden können die digitalen Self-Services der Eurowings nutzen oder sich über die Website über den aktuellen Stand erkundigen.

Update vom 09.02.2020, 13.21 Uhr: Während der Sturm "Sabine" bereits in Irland und England wütet, stellt die Deutsche Bahn ihren Fernverkehr an der Nordseeküste ein. Emden, Norddeich, Kiel und Westerland werden von den Fernzügen der Deutschen Bahn nicht mehr angefahren. 

  • ICE-Verbindung zwischen Hamburg und Kiel (Westerland) gestrichen
  • EC-Strecke zwischen Hamburg und Kopenhagen/Aarhus gestrichen

Die Deutsche Bahn sei auf zerstörte Oberleitungen und umgekippte Bäume vorbereitet, so ein Bahnsprecher. 

Update vom 09.02.2020, 12.28 Uhr: Wie der Flughafen Frankfurt mitteilt, kommt es aufgrund von Sturmtief „Sabine“ zu Flugausfällen und Verspätungen. Fluggäste werden gebeten, ausreichend Zeit für die Anreise einzuplanen. 

Aktuell sind sämtliche Flüge nach Großbritannien gestrichen. Darüber hinaus wird empfohlen, den

Flugstatus

vorab auf den Internetseiten der Fluggesellschaften zu prüfen. ‪Informationen rund um den Abflug erhalten Flugreisende auf den Internetseiten ihrer jeweiligen Fluggesellschaft oder unter 01806-FRAINFO.

Update vom 09.02.2020, 10.58 Uhr: Die Deutsche Bahn zieht Konsequenzen aus Sturmtief „Sabine“, das in den kommenden Stunden und Tagen über Deutschland hinwegfegen wird. So können Reisende, die Tickets für eine Fahrt mit der Deutschen Bahn gekauft haben, ihre Reise verschieben. In dem Zeitraum vom Sonntag, 09. 02.2020 bis Dienstag, 11.02.2020, verlieren gebuchte Tickets nicht ihre Gültigkeit. 

Erstmeldung, 08.02.2020: Frankfurt – Stornierte Flüge, ausfallende Züge der Deutschen Bahn, lange Staus auf den deutschen Straßen, das sind die Worst-Case-Szenarios, die während und nach Sturm „Sabine“ eintreten könnten. Das Sturmtief rollt auf Deutschland zu und wird nach aktuellen Prognosen ab Sonntag (09.02.20) den Verkehr durcheinanderwirbeln.

Deutsche Bahn und Frankfurt Flughafen: Vorbereitungen für Sturm Sabine laufen

Wir sind darauf vorbereitet“, sagte eine Sprecherin von Fraport am Samstagnachmittag auf Nachfrage dieser Redaktion. Auf dem Betriebsgelände sei alles „festgezurrt“ worden, was wegfliegen könne. Der Sturmschwerpunkt wird erst in der Nacht auf Sonntag erwartet, da aber am Flughafen Frankfurt ein Nachtflugverbot herrscht, hofft Fraport, doch glimpflich davon zukommen. Denn prinzipiell sollen alle Flüge wie geplant landen und starten können.

Deutsche Bahn: Reisende können wegen Sturm Sabine umbuchen oder stornieren

Bei der Deutschen Bahn werden ebenfalls Vorbereitungen für Sturm „Sabine“ getroffen.  Weil die Auswirkungen von „Sabine“ nicht abzuschätzen sind, hat die Deutsche Bahn vorsorglich für alle Reisenden die Zugbindung aufgehoben.

Ein Sprecher der Bahn sagte dazu: „Reisende, die ihre Fahrt wegen des zu erwartenden Sturms auf einen anderen Tag verschieben möchten, können dies unkompliziert tun. Alle Tickets des Fernverkehrs für die Reisetage 9.2. (Sonntag) bis einschließlich 11.2. (Dienstag) behalten ihre Gültigkeit und können bereits ab Samstag (08.02.20) und bis mindestens Dienstag, den 18.2., genutzt werden. Wer nicht reisen möchte, kann sein Ticket kostenfrei stornieren.

Heißt also, Fahrkarten mit Zugbindung können flexibel genutzt werden. Um mögliche Schäden an der Oberleitung oder Bäume auf den Gleisen zügig zu beseitigen, sind an besonderen Bahnknoten bereits Mitarbeiter und Spezialfahrzeuge zusammengezogen worden. Die Bahn informiert online über Fahrplanänderungen.

Sturm Sabine bringt nicht nur Probleme für die Deutsche Bahn

Vor allem im Süden Deutschlands wird erwartet, dass Sturm Sabine den Berufsverkehr am Montagmorgen durcheinanderwirbelt. 

Für Auto- und Radfahrer rät der ADAC bei Sturm und Regen die Geschwindigkeit zu senken, denn bei einer niedrigen Geschwindigkeit kann besser reagiert und gegengelenkt werden. Bei heftigem Sturm sollten baumreiche Strecken gemieden werden, rät der ADAC. Besonders auf Brücken und an Tunnelausfahrten ist das Risiko besonders groß, seitlich von starken Böen erfasst zu werden. 

Insgesamt solle noch vorausschauender gefahren werden als sonst, da andere Verkehrsteilnehmer unerwartet reagieren könnten, so der ADAC. Bei großen Wasseransammlungen sollte man nur mit geringer Geschwindigkeit fahren, da aufspritzendes Wasser den Motor beschädigen kann.

Sturm Sabine bringt nicht nur Probleme für die Deutsche Bahn

In Nordrhein-Westfalen bleiben in einigen Städten am Montag die Schulen geschlossen. Die Stadt Düsseldorf hat vorsorglich am Montag alle städtischen Schulen geschlossen, für Eltern ohne Betreuungsmöglichkeit für ihre Kinder gibt es aber einen Notdienst. Damit entfällt auch die Anmeldung für die weiterführenden Schulen, diese wird in Düsseldorf zumindest am Dienstag (11.02.20) nachgeholt.

Aber die Hoffnung bleibt, dass „Sabine“ möglichst wenig Schäden verursachen wird. 

Von Valentin Beige, Tim Dicke, Alexander Gottschalk und Friedrich Reinhardt (mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © Silas Stein / dpa

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