Vom Goldsteinpark aus verfolgten Erzieherinnen, Eltern und Kinder der Kita das faszinierende Schauspiel des hereinschwebenden Schiffes. Es hängt am Haken eines Schwerlastkrans. foto: maik reuss
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Vom Goldsteinpark aus verfolgten Erzieherinnen, Eltern und Kinder der Kita das faszinierende Schauspiel des hereinschwebenden Schiffes. Es hängt am Haken eines Schwerlastkrans.

Goldstein: Spektakuläre Aktion

Wie bei Peter Pan: Kommt ein Spiel-Schiff geflogen

  • Michael Forst
    vonMichael Forst
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Für die Kita St. Johannes geht ein Kindertraum in Erfüllung

Welch ein Spektakel gestern Mittag vor der Kita St. Johannes in Goldstein: Die Hälse der Schaulustigen im Goldsteinpark reckten sich gen Himmel und Kinder kreischten begeistert, als ein gut 30 Meter hoher Kran ein dreieinhalb Tonnen schweres Spielschiff von einem Laster in der Straße Am Wiesenhof auf das Kita-Außengelände schweben ließ.

Das bunt bemalte Schiff aus Holz und glasfaserverstärktem Kunststoff ist ein Spielgerät der Stiftung Kinderförderung von Playmobil, das die motorische Entwicklung von Kindern fördern und in Außenanlagen von Kindereinrichtungen für Bewegung, Spielspaß und jede Menge Abenteuer sorgen soll.

Fertig zum Entern ist es für die 60 Kinder der Kita St. Johannes offiziell zur Einweihung am 26. März, doch schon jetzt gilt, was Kita-Leiterin Elfriede Reissmüller formulierte: "Mit dem Schiff ist der beste Anfang für unser neu zu gestaltendes Außengelände gemacht. Wir sind der Stiftung sehr dankbar dafür." Im Juni dieses Jahres sollen alle Arbeiten, inklusive der Einrichtung eines vom Industriepark-Betreiber Infraserv finanzierten Hochbeetes und zweier mit den Eltern zusammen gestalteter Spielhäuschen, abgeschlossen werden.

Der Wert beträgt etwa 150 000 Euro

Der Gegenwert des Spielschiffes und anderer Gestaltungsmaßnahmen der Stiftung, zu der auch ein Fallschutz für über Bord gehende kleine Piraten und zehn Jahre lang Wartung des Spielgerätes gehören, beträgt nach Angaben von Bianca Hintze etwa 150 000 Euro. Die stellvertretende Leiterin der Kita hatte ein Bewerbungsschreiben an die Stiftung Kinderförderung von Playmobil aufgesetzt, nachdem sie sich über die Vorzüge des sogenannten Aktivschiffes und seine positiven Auswirkungen auf die motorische und kognitive Entwicklung der Kinder informiert hatte. Tipps, auch für die Bewerbung, konnte sie sich praktischerweise aus Sindlingen-Nord holen. Denn dort war die Kindertagesstätte von St. Kilian bereits im Mai 2018 in den Genuss eines solchen Schiffes gekommen (wir berichteten). "Da wusste ich: So etwas brauchen wir auch", berichtet Bianca Hintze.

Sie verfolgte den "Anflug" des über zwölf Meter langen und fast neun Meter breiten Schiffes vom Tieflader an seinen Bestimmungsort gestern Mittag ebenso fasziniert wie andere Erzieherinnen, Eltern und die Kita-Kinder selbst. Letztere hatten bereits vor etwa vier Wochen ein mannsgroßes Playmobil-Piratenmännchen vor dem Kita-Eingang aufgebaut, das seither die Vorfreude auf das Spiel- und Klettergerät symbolisiert. "Das Schiff ist super", waren sich denn auch die fünf Jahre alten Freunde Melina, Ana und Juliano einig, die das Spektakel vom benachbarten Goldsteinpark aus verfolgten.

Am offiziellen Eröffnungstag am Freitag, 26. März, - das hat ihnen Kita-Leiterin Elfriede Reissmüller versprochen - dürfen sie standesgemäß als Piraten verkleidet kommen.

Vom Aktivschiff sollen übrigens nicht nur die Kita-Kinder während der Betreuungszeiten profitieren: Es wird auch während der Eltern-Kind-Gruppen und der regelmäßigen Kaffee-Nachmittage der Pfarrei allen Kindern mit ihren Familien zur Verfügung stehen. Michael Forst

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