1. Startseite
  2. Frankfurt

Wie viele Parkplätze braucht der Polizeiposten?

Erstellt:

Von: Friedrich Reinhardt

Kommentare

Von den fünf Stellplätzen des Polizeiposten an der Pfortenstraße ist nur einer besetzt. FOTO: Friedrich Reinhardt
Von den fünf Stellplätzen des Polizeiposten an der Pfortenstraße ist nur einer besetzt. © Friedrich Reinhardt

Drei von fünf meist ungenutzt - Am Wochenende könnten alle freigegeben werden

Für Fechenheimer ist es ein vertrauter Anblick. Von fünf Parkplätzen vor dem Polizeiposten an der Pfortenstraße sind die meisten ungenutzt. "Wir sehen, wie dort die Autos kreisen auf der Suche nach einem Parkplatz, aber die der Polizei bleiben ungenutzt", brachte Stefan Klee, Fraktionsvorsitzender der Linken in der Ortsbeiratssitzung am Montag das Problem auf den Punkt. Die Zentrale Frage ist: Wie viele Parkplätze braucht der Fechenheimer Polizeiposten?

Nicht jeden Tag besetzt

Die Antwort der Linken vor der Sitzung im Ortsbeirat 11 (Fechenheim, Riederwald, Seckbach): Zwei Parkplätze brauche die Polizei und das nur während der Öffnungzeiten des Polizeipostens. Fünf stehen den Beamten derzeit zur Verfügung. Auch am Wochenende, wenn der Posten geschlossen ist, sind sie für die Allgemeinheit gesperrt. Wegen des großen Parkdrucks sollen vier Parkplätze für alle freigegeben werden, forderte die Fraktion. Und fand damit Zustimmung.

"Ich bin jeden Tag dort, und sehe maximal drei Parkplätze besetzt", sagte Sandra Neubauer, Fraktionsvorsitzende der Grünen. Sie fand fünf Plätze für die Polizei zunächst auch angemessen. "Aber wir haben das jetzt ein Jahr beobachtet. Fünf Parkplätze sind einfach zu viel." Nur Benjamin Wiewiorra, CDU-Fraktionschef und Polizist, meinte: "Weniger als vier Plätze sollten es nicht sein."

Vor anderthalb Jahr fusionierte das 7. Polizeirevier in Fechenheim mit dem 18. in Bergen-Enkheim. Aus dem Polizeirevier an der Pfortenstraße wurde ein -posten. Im Zuge der Fusion wurden von einst neun Parkplätze vier für die Öffentlichkeit freigegeben. Fünf Parkplätze blieben dem Polizeiposten.

Die brauche es auch, sagt Revierleiter Uwe Baier. Er listet auf, wofür: Die beiden Schutzmänner vor Ort für Fechenheim und Bergen-Enkheim haben ihr Büro in der Pfortenstraße, sie brauchten beide einen Parkplatz. Ein weiterer werde für die Beamten gebraucht, die den Posten besetzen, ein vierter, falls ein Beamter mit dem Privatfahrzeug zum Dienst kommt und noch einmal ein oder zwei Parkplätze für Bürger, die den Polizeiposten aufsuchen.

Fälle sind oft zeitkritisch

Dass Plätze für die Bürger bereitgehalten werden müssen, konnte Klee nicht nachvollziehen. "Wir haben bei keiner Einrichtung, sei es der Post oder dem Bürgeramt, den Luxus direkter Parkplätze für die Besucher." Fragt man den Ersten Polizeihauptkommissar Baier, sagt er: Der Vergleich hinkt. Aus zwei Gründen.

Erstens seien die Anliegen der Bürger, die sich an den Polizeiposten wenden oft zeitkritisch. "Kommt jemand wegen einer Fahrerflucht oder einem Trickdiebstahl an uns, muss es manchmal schnell gehen." Müsse der Betroffene erst lange einen Parkplatz suchen, könnte der Täter über alle Berge sein.

Zweitens sicherten die Beamten auf den Parkplätzen Beweismittel. Komme jemand wegen einer Fahrerflucht mit seinem beschädigten Auto, müssten die Spuren am Fahrzeug gesichert werden. Dafür brauche es einen Platz. "Wir möchten den Bürgern ja entgegenkommen, deshalb haben wir vor einem Jahr ja vier von neun Parkplätzen freigegeben", sagt Baier. Und: "Wenn jemand in den Posten kommt und fragt, ob er sich da für eine Stunde hinstellen kann, weil er einen Arzttermin hat, dann sagt kein Beamter 'Nein', wenn der Parkplatz nicht gebraucht wird." Auch sei er offen für eine Regelung, die die Parkplätze am Wochenende für alle freigibt.

In der Sitzung wurde die Entscheidung über den Antrag letztlich vertagt. "Ich finde es immer charmant, vorher mit den Leuten zu reden", meinte Wiewiorra. Damit das Revier von der Forderung nicht überrascht werde, wolle er zuvor mit dem Revier sprechen. Friedrich Reinhardt

Auch interessant

Kommentare