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Wiederentdeckt: Städel präsentiert Werk von Lotte Laserstein

Während des Nationalsozialismus konnte Lotte Laserstein (1898-1993) nicht mehr malen und floh ins Ausland. Erst in den vergangenen Jahren ist das Werk der Künstlerin neu entdeckt worden.

Während des Nationalsozialismus konnte Lotte Laserstein (1898-1993) nicht mehr malen und floh ins Ausland. Erst in den vergangenen Jahren ist das Werk der Künstlerin neu entdeckt worden. Unter dem Titel „Von Angesicht zu Angesicht” widmet jetzt das Frankfurter Städel Laserstein eine umfassende Einzelausstellung mit rund 40 Gemälden und Zeichnungen. Die Schau ist vom 19. September bis 17. März 2019 zu sehen.

Durch Porträts ihrer Zeitgenossen machte sich die Malerin im pulsierenden Berlin der Weimarer Republik einen Namen. Neben dem Berliner Leben richtete Laserstein in ihren Gemälden den Fokus auf Darstellungen der sogenannten „Neuen Frau” und fing ihre Bildmotive mit einem dezidiert weiblichen Blick ein.

Ihre vielversprechende Karriere endete jäh 1933 nach der Machtergreifung Hitlers. Laserstein war zwar christlich getauft, wurde jedoch von den Nazis aufgrund ihrer Großeltern als jüdisch deklariert. Sie verschwand zunehmend aus dem öffentlichen Kulturbetrieb und emigrierte 1937 nach Schweden.

Die Schau im Städel baut auf Sammlungsbeständen auf. Das Museum hat in den vergangenen Jahren mehrere wichtige Arbeiten der Künstlerin erworben.

(dpa)

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