So will die Deutsche Bank 2017 wieder profitabel werden

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Deutschlands größtes Geldhaus wird an diesem Donnerstag (2.2.) die Bilanz für das Gesamtjahr 2016 vorlegen. Nach einem Rekordverlust von 6,8 Milliarden Euro im Vorjahr dürfte die Bank erneut rote Zahlen melden. Im Schnitt erwarten Analysten gut 900 Millionen Euro Verlust.

Vorstandschef John Cryan hatte 2016 zu einem Übergangsjahr erklärt. Die Deutsche Bank baut bis 2018 insgesamt 9000 Arbeitsplätze im eigenen Haus ab. Aus zehn Auslandsmärkten und manchen Geschäften im Investmentbanking zieht sie sich ganz zurück. Im Inland schrumpft die Zahl der Filialen um knapp 200.

Zuletzt kürzte die Bank die Boni

Sewing sieht nun im Jahr 2016 die Wende. Zum einen stehe die Restrukturierung «auf einem sauberen Fundament». Zum anderen habe es seit Herbst im Konzern eine Kehrtwende in der Stimmung gegeben.

Die Aktie der Bank war im vergangenen Herbst abgestürzt, nachdem bekannt geworden war, dass US-Behörden eine Strafe von 14 Milliarden Dollar wegen windiger Hypothekengeschäfte forderten. Kurz vor Weihnachten einigte sich die Bank auf eine Zahlung von insgesamt 7,2 Milliarden Dollar. Die Aktie hat sich seither stark erholt.

Sewing äußerte sich auch zum Bonus-Verzicht des Vorstands für 2016. Die Entscheidung dafür sei einstimmig gefallen. Das Führungsgremium habe ein Zeichen nach innen und außen senden wollen. «Wenn man keine Dividende zahlt, muss man den Aktionären glaubwürdig machen, dass auch wir unseren Teil dazu beitragen», so Sewing. Eine Wiederaufnahme der Dividendenzahlung versprach er nicht. Zunächst müssten künftige internationale Kapitalregeln abschließend verhandelt werden.

dpa

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