Da machen viele gerne mit: "Wir sind alles Frankfurter" heißt eine Aktion von Hassan Annouri (Zweiter von links vorne).
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Da machen viele gerne mit: "Wir sind alles Frankfurter" heißt eine Aktion von Hassan Annouri (Zweiter von links vorne).

Aktion

"Wir sind alles Frankfurter"

  • VonEnrico Sauda
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Um seine Botschaft für mehr Zusammenhalt in der Stadt auch musikalisch auszudrücken, schrieb Rapper Hassan Annouri den Song "Wir sind alles Frankfurter".

Füreinander da zu sein ist wichtig. Und was es bedeutet, sich gegenseitig zu unterstützen, das hat Musikproduzent und Rapper Hassan Annouri in diesem Sommer mit vielen Aktionen gezeigt. Damit wollte er helfen, aber auch an den friedlichen Zusammenhalt der Frankfurter appellieren. Um seine Nachricht auch musikalisch auszudrücken, schrieb er den Song "Wir sind alles Frankfurter". Das Projekt erhalte viel Zuspruch und breite Unterstützung von Frankfurtern, wie durch Eintracht Frankfurt Präsident Peter Fischer.

Seit gestern nun ist Annouris Botschaft auch zu lesen. Der Schriftzug: "Wir sind alles Frankfurter" ziert die linke Wand des Hauses Nummer 20 im Allerheiligenviertel - Baujahr 1860, früher Gastronomie und "als die Sonne von Mexiko bekannt", sagt Bauherr René Reif (ORT Group). Bemalt wurde die ungefähr 14 mal 15 Meter große Fläche vom Streetart-Künstler Justus Becker mit Unterstützung der ORT Group. "Wir haben festgestellt, dass wir die gleiche Sensibilität für gewisse Dinge haben. Da waren nicht viele Worte notwendig, damit wir bei dieser Aktion dabei waren", sagt Reif. "Uns verbindet bei vielem die soziale Verantwortung, die wir spüren, und für einen Projektentwickler ist es wichtig, das auch zu leben", stellt Reif klar.

"Es hat zwar auch etwas mit meiner neuen Single und dem neuen Video zu tun, aber natürlich nicht nur", sagt Hassan Annouri. Ursprünglich sollte beides in diesem Jahr erscheinen, doch wegen der Corona-Pandemie wurde die Veröffentlichung auf Februar des kommenden Jahres verschoben. "Auch die Präsentation des Projekts ,Wir sind alles Frankfurter' in der Paulskirche", so Annouri weiter. "Heute ist aber der Auftakt der Werbekampagne, der Promoauftakt. Wir wollen ein Statement setzen."

Deshalb kam der Musiker nicht allein auf das Areal, das gerade bebaut wird, sondern mit etlichen Unterstützern aus der Stadt. Zu ihnen zählen Matthias Martinsohn vom Vorstand der Initiative Gastronomie (IGF), Peter Possmann von der Kelterei Possmann, Travestie-Künstler Thomas Bäppler-Wolf , Medienmann Bernd Reisig , Alon Meyer, Präsident von Makkabi, Stadtrat Mike Josef (SPD), Sonja Teichner von Main Yard, Manuela Mock vom Transnormal sowie Musikmanagerin Wafa Tomalla .

"Das sind tolle Macher aus Frankfurt, die für die Stadt wichtig sind. Wir möchten zeigen, dass wir zusammenhalten, dass wir tolle Projekte machen und anderen Menschen, die Hilfe brauchen, helfen", sagt Annouri. "Dazu gibt es das offizielle Lied mit einem Knaller-Video", kündigt er an. "Hassan und ich saßen bei einem Schoppen zusammen und haben uns Gedanken darüber gemacht, was Frankfurt eigentlich ausmacht", erklärt Peter Possmann, warum er sich an der Aktion beteiligt.

"Ich bin Frankfurter durch und durch", sagt Makkabi-Chef Alon Meyer. "Unsere Stadt ist sehr lebenswert und das soll auch so bleiben, aber wir spüren, dass daran gerüttelt wird", sagt Meyer, dessen Verein immer wieder antisemitischen Anfeindungen ausgesetzt ist. "Das wird immer schlimmer und das darf nicht sein", fordert er. "Wir müssen für unser Frankfurt einstehen", verlangt Meyer und macht unter anderem auch deshalb mit. "Mit dieser Aktion setzen wir uns übergreifend für die Stadt und gegen Antisemitismus, Homophobie und Rassismus ein. Und allein der bunte Haufen, der hier heute zusammengekommen ist, spiegelt doch die Diversität unserer Stadt wider", findet Meyer. es

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