Bebauungsplan

Wohnen an der Sandelmühle

Ein Teil der gewerblichen Nutzung auf dem Gelände „An der Sandelmühle“ wurde bereits aufgegeben. Ein weiterer vorhandener Gewerbebetrieb wird sich ebenfalls mittelfristig verlagern. Damit dort Wohnungen gebaut werden können, hat die Stadt einen Bebauungsplan erarbeitet. Der wird nun offengelegt.

Angrenzend an die Stadtbahn-Haltestelle „Sandelmühle“ soll zusätzlicher Wohnraum entstehen. Der Entwurf des Bebauungsplans Nummer 889 – „An der Sandelmühle“ liegt vor und kann in die Offenlage gehen. Bei dem rund sieben Hektar großen Areal handelt es sich um gewerbliche Flächen, die überwiegend brach liegen. Ein städtebaulicher Vertrag mit den künftigen Eigentümern sichert einen Anteil von 30 Prozent gefördertem Wohnungsraum.

Es handelt sich um eine Innenentwicklung, bei der das östliche Firmengelände erhalten bleibt und auf 4,5 Hektar Fläche Wohnungsneubau und eine Kita entstehen kann. Bereits versiegelte Flächen werden einer neuen Nutzung zugeführt. Vorgesehen sind 250 Wohneinheiten mit einer Mischung aus Mehrfamilienhäusern und Einfamilienhäuser. So kann es gelingen, unterschiedliche Wohnformen für verschiedene Bevölkerungsgruppen anzubieten.

Die notwendige Altlastensanierung ist bereits abgeschlossen (wir berichteten). Mit der Aufstellung des Bebauungsplans soll für den westlichen Teilbereich die planungsrechtliche Grundlage für eine Folgenutzung als allgemeines Wohngebiet geschaffen werden. Die angedachte Nutzung soll sich in die westlich und südlich angrenzende Wohnbebauung einfügen. Parallel zum Bebauungsplanverfahren wird mit den künftigen Eigentümern der Flächen ein städtebaulicher Vertrag geschlossen, der hinsichtlich der Wohnbebauung einen Anteil von 30 Prozent der Bruttogeschossfläche als geförderter Wohnungsbau absichert. Dieser soll insbesondere im geplanten Geschosswohnungsbau entlang der Stadtbahn-Haltestelle umgesetzt werden.

Die Erschließung der Neubaufläche erfolgt über die Olof-Palme-Straße und im weiteren Verlauf über die Zufahrt An der Sandelmühle. Es ist eine Ringerschließung vorgesehen, von der die Einfamilienhausbebauung durch Wohnwege erschlossen wird. Die Erschließung für den bestehenden Betrieb wird sich nicht verändern. Die Fläche zwischen der Stadtbahn-Haltestelle „Sandelmühle“ und der neuen Bebauung soll auf das Höhenniveau des Bahnsteigs angehoben werden, um eine bessere Zugänglichkeit der Haltestelle zu ermöglichen und eine neue Platzsituation zu schaffen.

In dem Gebiet soll eine Fläche für den Gemeinbedarf mit der Zweckbestimmung Kindertagesstätte festgesetzt werden, um sowohl den zusätzlichen Bedarf aus dem Neubaugebiet als auch bereits jetzt benötigte Betreuungsplätze in Heddernheim realisieren zu können. Am Urselbach wird der bestehende Grünzug fortgeführt. Die Planung ermöglicht eine Aufweitung der vorhandenen Vegetation. Der innerhalb der öffentlichen Grünfläche neben Spielplatzflächen und Flächen für die Regenwasserbewirtschaftung geplante Grünstreifen ist durchschnittlich zehn Meter breit.

(red)

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