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In der Weilburger Straße laufen die Arbeiten zum Neubau schon. Im zweiten Quartal 2018 soll alles fertig sein.

Im Gallus rattern die Maschinen

700 Wohnungen entstehen in der Weilburger und der Kleyerstraße

Immer mehr Menschen ziehen ins Gallus, das als Wohnstandort immer attraktiver wird. Zwei neue Bauprojekte tragen ihren Teil dazu bei: In der Kleyer- und Weilburger Straße entstehen 700 neue Wohnungen.

Die Zeiten, als im Gallus noch die Fabrikschlote qualmten, sind längst vorbei. Der einstige Industriestandort hat sich mittlerweile zum Wohngebiet gewandelt. Überall wird gebaut – auf dem früheren Opel-Gelände an der Mainzer Landstraße, und auf dem Mercedes-Areal in der Frankenallee wohnen schon Menschen.

Jetzt rattern die Baumaschinen auf dem Gelände der einstigen BMW-Filiale und von Peugeot unmittelbar an der Galluswarte in der Kleyerstraße. Die SWI Schimpel & Winter Hausbau GmbH aus dem bayerischen Grünwald hat mit den Abrissarbeiten begonnen. Hier werden in Kürze die Bauarbeiten für rund 280 Wohnungen starten. Außerdem wird ein Kindergarten in die Bebauung integriert. Nach Angaben von Geschäftsführer Stephan Schimpel sind 40 Wohnungen öffentlich gefördert.

Das Architektenbüro Planquadrat aus Darmstadt ist dabei, den Entwurf für die Gebäude zu erstellen. Wie Schimpel betont, sei es wegen der Nähe zu den Adlerwerken erforderlich, sich mit dem Denkmalschutz abzustimmen.

Zwischen den Adlerwerken und den beiden Wohnblöcken ist eine mit Bäumen bepflanzte Grünfläche vorgesehen. In den beiden Blöcken entstehen neben Ein- bis Vierzimmerwohnungen auch Mikro-Apartments. Bereits im Herbst dieses Jahres soll mit dem Vertrieb begonnen werden. Laut Schimpel soll der Bauantrag Mitte, Ende Mai dieses Jahres eingereicht werden. Baubeginn ist für das Frühjahr 2018 geplant, die ersten Mieter sollen Ende 2019 einziehen können. 165 Millionen Euro investiert die SWI Schimpel & Winter Hausbau GmbH in das Bauprojekt.

Nicht weit entfernt, in der Weilburger Straße, wird schon gebaut. Die Wohnungen sollen im zweiten Quartal kommenden Jahres bezugsfertig sein, berichtete Attila Özkan, Geschäftsführer der Mercurius Real Estate, die Bauherrin ist. Insgesamt werden in dem 450 Meter langen Ensemble, das aus mehreren Gebäuden besteht und im Süden der Weilburger Straße unmittelbar an die Gleise grenzt, 422 Wohnungen gebaut. Özkan unterstrich, dass das schmale Gebäude im Inneren ohne große Flure konzipiert sei, „um möglichst kompakte Wohnungen mit vielen Zimmern zu ermöglichen“. Auch hier stammen die Pläne von der Frankfurter Niederlassung von Planquadrat.

Insgesamt entstehen 115 Zwei- und Einzimmerwohnungen auf 80 Quadratmetern Fläche. 66 Wohnungen werden nach dem Frankfurter Programm für familien- und seniorengerechten Mietwohnungsbau gefördert. Für Singles, Berufsanfänger und Pendler sind die 186 sogenannten Mikro-Apartments in dem Objekt geplant.

Einen besonders guten Blick auf das, was sich auf den Bahngleisen bewegt, werden alle Mieter von den drei großen Dachgärten haben, die für alle Mieter zugänglich sind. Natürlich kann man von hoch oben auch den

Blick auf die Skyline

genießen. Auch für dieses Projekt ist eine Kindertagesstätte mit rund 600 Quadratmetern Außenfläche vorgesehen.

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