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So war?s vor einem jahr: Die Choreographie der Eintracht-Fans vor dem Pokalfinale.

Eintracht Frankfurt

So wollen die Eintracht-Fans in Berlin für Gänsehaut-Atmosphäre sorgen

Mehr als 20 000 Eintracht-Fans werden am heutigen Samstag in Berlin sein. Vor dem Pokalfinale gegen Bayern München können sie auf dem Breitscheidplatz feiern. Kurz vor Spielbeginn dürfte es dann auch auf den Rängen im Olympiastadion wieder Gänsehaut-Atmosphäre geben.

Nur wenige Menschen wissen, was heute Abend in der -Kurve im Berliner Olympiastadion passieren wird. Fest steht nur: Vor dem zweiten Pokalauftritt in Folge werden die Fans erneut eine aufwendige und kostspielige Choreographie präsentieren. Die Darbietung vor einem Jahr erinnerte an die bisherigen vier Pokalsiege. Sie zeigte einen Adler, der den fünften Pokal mit den Krallen packte. Mit der Choreographie beeindruckten die mehr als 20 000 einheitlich gekleideten Eintracht-Anhänger auch neutrale Zuschauer und sogar Fans von Finalgegner Borussia Dortmund. Es herrschte Gänsehaut-Atmosphäre, was heute gegen Bayern München erneut der Fall sein dürfte.

Die Kosten für die Choreographie sollen im sechsstelligen Bereich liegen und werden komplett von den Ultras getragen. Während des letzten Bundesliga-Heimspiels gegen den Hamburger SV wurde eifrig gesammelt, sogar Zuschauer aus dem Logenbereich gaben Spenden. Kurz vor dem Anpfiff zeigen die Ultras heute, woran sie wochenlang gearbeitet haben. „Wir werden von der ersten Sekunde an klarmachen, wer auf den Rängen den Ton angibt. Die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass es Impulse von außen braucht, damit unsere Spieler ihre Stärken abrufen. Deshalb werden wir unserer Mannschaft die Kraft geben, das Wunder wahr werden zu lassen“, erklären die Ultras auf ihrer Homepage.

Schon ganz früh heute morgen werden sie die Utensilien für die Darbietung auf den Sitzen im Olympiastadion verteilen. Unterdessen können sich früh angereiste Eintracht-Anhänger von 10 Uhr an auf dem Fantreff am Breitscheidplatz vergnügen. Zwei Stunden später beginnt das Programm, das um 18 Uhr endet und mit gastronomischen sowie künstlerischen Angeboten ein Stück Frankfurter Lebensgefühl vermitteln soll. Auftreten werden Eintracht-Präsident Peter Fischer, Markenbotschafter Uli Stein und Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann. Für die musikalische Unterhaltung sorgen neben den Rappern Caser Nova und Meezy auch der Schlagermusiker Roy Hammer und der Reggae-Künstler General Schoppe.

„Wir rechnen mit 4000 bis 5000 Fans“, sagt Moritz Theimann, bei der Eintracht Geschäftsführer für Marketing und Kommunikation. Im vergangenen Jahr feierten die damals rund 5000 Frankfurter Anhänger auf dem Alexanderplatz, wo sich diesmal die Bayern-Fans auf das Endspiel einstimmen. „Ich sehe darin keinen großen Nachteil. Der Breitscheidplatz ist allerdings etwas verschachtelter, weswegen wir auf einer Großleinwand die Ereignisse auf der Bühne zeigen werden, damit jeder alles mitbekommen kann“, erläutert Theimann, der sich bereits ab Mitte Februar – nach dem gewonnenen Pokal-Viertelfinale gegen den FSV Mainz 05 – mit den Vorbereitungen befasste. „Es war sinnvoll so früh anzufangen, denn einen Fantreff schüttet man nicht einfach mal aus dem Ärmel“, berichtet Theimann. „Nachdem wir im vergangenen Jahr sehr viel positives Feedback erhalten hatten, wollten wir es diesmal mindestens genauso gut machen.“

Wenn sich im Stadion der Anstoß nähert, wird am Breitscheidplatz bereits abgebaut. Fans ohne Tickets müssen sich dann Plätze in einer der zahlreichen Kneipen in der Hauptstadt suchen. Ein großes Public Viewing speziell für Eintracht-Anhänger wird es nicht geben. Deswegen glaubt Theimann auch nicht, dass viele Fans ohne Eintrittskarte nach Berlin fahren. „Wenn am Samstag 25 000 Eintracht-Fans in der Stadt sein werden, kann man zufrieden sein.“ Mindestens rund 20 000 Anhänger werden die Mannschaft im Olympiastadion unterstützen. Bis zu sechs Stunden standen SGE-Fans vor drei Wochen an der Wintersporthalle im Stadtwald an, um sich ihre Endspieltickets zu sichern.

Wer in Frankfurt bleibt, kann beim Public Viewing in der Commerzbank-Arena Stadion-Atmosphäre erleben. Vor Jahresfrist fieberten fast 25 000 Fans vor einer über 400 Quadratmeter großen Leinwand. Und sie staunten über die Choreographie, die in der Ostkurve des Olympiastadions geboten wurde. Auch heute Abend dürften die Eintracht-Fans wieder für Begeisterung sorgen. Wieder in der Ostkurve. Wieder in Berlin. Wieder in Frankfurt. Und diesmal vielleicht auch in München.

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